Können Meerschweinchen an Eierstockzysten sterben?

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Ein Kastrat wird hier nicht helfen, davon gehen die Zysten nicht weg. Es ist dennoch gut, wenn Du den Kastraten jetzt holst.

Grundsätzlich gibt es bei Ovarialzysten verschiedene Behandlungsmöglichkeiten:

  1. Hormonelle Behandlung: Eine hormonelle Behandlung hat sehr starke Nebenwirkungen und sollte nicht durchgeführt werden.
  2. Punktion: Eine Punktion kann vorübergehend Abhilfe schaffen, die Zysten füllen sich jedoch nach einiger Zeit wieder mit Flüssigkeit und die Punktion
    muss wiederholt werden. Eine Punktion ist sehr belastend und gefährlich und sollte keinesfalls durchgeführt werden. Manche TA-Praxen machen das leider, dies hat auch bei einem meiner Schweinchen zum Tod am nächsten Tag geführt. Ich wusste es damals nicht besser und meine jetzige Praxis lehnt das Gott sei Dank absolut ab.
  3. Homöopathische Behandlung: Hier ist die regelmäßige Gabe von Hormeel/ Ovarium Comp. angesagt. Die Behandlung hat keinerlei Nebenwirkungen.
  4. Kastration: Es handelt sich um eine große OP und ist mit einem entsprechenden Risiko verbunden.

Vorgehen: Zunächst sollte versucht werden, das Wachstum der Zysten durch eine homöopathische Behandlung zu hindern. Evtl. bilden sich die Zysten sogar zurück. Eines meiner Schweinchen hat Hormeel/ Ovarium Comp. lebenslänglich bekommen, kurz nachdem die Zysten festgestellt wurden. Die Zysten sind nicht weiter angewachsen. Ob dies auf die Behandlung zurückzuführen ist, ist nicht gesichert, ich würde es allerdings unbedingt immer wieder so machen.

Eine Kastration sollte durchgeführt werden, wenn die homöopathische Behandlung erfolglos blieb oder wenn die Zysten bereits so stark angewachsen sind, dass schnell reagiert werden muss. Sie ist dann der letzte und einzige Ausweg, sie führt dauerhaft zum Erfolg.

Bei fortgeschrittenem Wachstum sollte der richtige Zeitpunkt abgewogen werden, die OP durchzuführen. Die OP sollte durchgeführt werden, wenn sich das Tier noch in einem guten Allgemeinzustand befindet. Wenn die Zysten zu groß sind und das Tier bereits erheblich darunter leidet und sich sein Allgemeinzustand schon sehr verschlechtert hat, steigt das OP-Risiko gewaltig an. Auch wenn die OP ein enormes Risiko darstellt, sollte sie durchgeführt werden, da das Tier ohne OP an den Folgen der Zysten furchtbar zugrunde geht. Die OP ist die letzte Chance und das Tier kann nur gewinnen.

Ohne Behandlung wachsen die Zysten - nicht nur sichtbar außen, sondern auch im Bauchraum. Sie verdrängen andere Organe, wie z. B. den Darm. Das Tier verliert nicht nur immer mehr Haare und ist irgendwann fast vollständig nackt, es magert vor allem immer mehr ab, wird knochig und besteht irgendwann fast nur noch aus Knochen und Zysten. Das Tier kann sich nicht mehr fortbewegen: Es ist geschwächt und hat durch die Zysten schwer zu tragen. Dadurch treten weitere Erkrankungen auf: Wundliegen, Entzündung der Ballen, Ballengeschwüre. Das Tier erleidet einen langsamen und qualvollen Tod.

Es liegt jetzt im Ermessen des Tierarztes, ob eine Kastration zeitnah durchgeführt werden muss, weil die Zysten das Tier bereits beeinträchtigen und schwächen und keine Zeit zu verlieren ist, oder ob noch Zeit für eine homöopathische Behandlung gegeben ist.

Deinem Schweinchen alles Gute!

Wenn sie erstmal zysten haben gehen die nicht mehr weg AUßER durch eine OP wo diese entfernt werden! Die kleine sollte auf jeden Fall gegen die Zysten behandelt werden mit medikamenten oder diese müssen durch eine OP entfernt werden..... allerdings ist die OP ein großes Risiko und ob sie das überlebt ist ne andere sache... da stehen die chancen 50/50. Die kleine kann allerdings mit der richtigen Behandlung ggf. noch einige Jahre damit leben, aber es MUSS eben behandelt werden. Und ja sie kann wenn ihr es nicht behandeln lasst auch daran sterben (wie durch jede andere krankheit die nicht behandelt wird auch)

In so einem Fall, ist es sinnvoll, das Weibchen direkt sterilisieren zu lassen. Gebährmutter und Eierstöcke müssten entfernt werden. Das ist allerdings keine "mal eben" OP und birgt ein großes Risiko. Trotzdem sollte Sie von einem erfahrenen Tierarzt durchgeführt werden, da das Tier ansonsten starke Schmerzen hat. Wer schon einmal eine Zyste hatte, der weiß wovon ich spreche. Und da hilft auch nicht die dauerhafte Gabe von Schmerzmitteln. Um eine OP werdet ihr so oder so nicht herumkommen.

Die operative Entfernung der Eierstöcke (und der Gebärmutter) heißt Kastration, nicht Sterilisation, da werden nur die Eileiter durchtrennt und das würde wenig nützen.

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