Können Lehrer eigentlich.. Interpretationen als "falsch" bezeichnen?

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15 Antworten

Eigentlich nicht, sofern die Interpretation gut begründet wird. Wenn man allerdings, als Beispiel, den Teufel als Symbol für ewige Liebe interpretiert, wird wohl jeder sagen, dass da was falsch ist ;)

Lehrer sollten sich bei Interpretationen eigentlich nicht von der eigenen Meinung beeinflussen lassen. Ist eine Interpretation logisch nachvollziehbar und mit genügend Thesen untermauert, so dürfte eigentlich nichts falsch bewertet werden. Das Problem liegt nun in folgendem: Jeder Mensch denkt anders, auch wenn deine Gedanken für dich schlüssig sind, so muss nicht jeder Mensch sie verstehen. (Schonmal ne Diskussion mit deinen Eltern gehabt? Ähnelt dem Problem glaub ich ziemlich gut.) Außerdem hat jeder Mensch Vorurteile, auch wenn Lehrer diese beiseite legen sollten, so ist es nicht immer möglich, bzw ist es den Lehrern selbst oft nicht bewusst. Der Lehrer muss deine Schriftstücke leider bewerten, da Deutschland Noten verlangt. Viele Lehrer würden dieses System selbst auch gerne ändern, da einige Sachen eigentlich nicht bewertet werden können!

Tip: Hängt deine Note von dieser Interpretation ab, so frage erstmal Mitschüler/Eltern nach der ehrlichen Meinung, erkläre denen, dass es sehr wichtig ist. Du möchtest dich ja auch nicht blamieren. Stimmen dort die meisten mit dir überein, so spreche nochmal mit deinem Lehrer. Kommt ihr beide zu keinem Ergebnis - bleib bitte fair und versuche ihn auch zu verstehen - dann bete einen Lehrer deines Vertrauens, um eine Meinung und evt Hilfe.

Grundsätzlich unterliegen Interpretationen - meiner Meinung nach - dem persönlichen Blickwinkel des Einzelnen und können daher nach dem sachlichen Inhalt nicht bewertet werden. Davon ausgenommen sind natürlich völlig abstruse Theorien. Je nach Lehrer wird er/sie aber trotzdem den Unterrichtsstoff zum Vergleich nehmen... so kenne ich das leider auch.

Das finde ich auch immer. Eigentlich können sie keine Interpretation richtig oder falsch werten. Sie können nur sagen ob du tiefer gehen sollst oder mehr auf den Schreisbtil eingehen sollst oder so... Salvador Dali (berühmter Maler & Künstler) hat einmal gesagt, dass er eigentlich nur malt und dann Leute was in seine Bilder reininterpretieren, was er selbst gar nicht gedacht hat, weil er eigentlich nur gemalt hat :D

Meiner Meinung nach liegst du da vollkommen richtig. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und sagen, dass die Interpretationen durchaus auch dem im Unterricht erarbeiteten Stoff widersprechen können, solange man seine Aussage begründen kann.

Interpretation kommt von interpretatio = „Auslegung“; was kann schon an einer Auslegung falsch sein.

Ps: Ich habe mich in meiner Schulzeit oft gekränkt gefühlt, wenn meine Auslegung der Dinge schlicht als falsch abgetan wurde, obwohl es ja wie es der Name schon sagt Auslegungssache ist.

Du hast Recht, eigentlich gibt es da kein "falsch". Ging uns in der Oberstufe auch nciht anders. Der ganze Kurs interpretierte Schiller auf eine bestimmte Weise, der Lehrer sah es anders. Die Begründung: Kein Germanist habe das jemals so geschrieben. :-/

Gute Frage! Weder für die Schüler/innen noch für die Lehrer/innen ist das einfach. Vermutlich ist es das Schwierigste, was es überhaupt zu korrigieren gibt.

Ich denke, es liegt weniger dran, zu welcher Aussage man kommt und eher daran, wie man dahingekommen ist. Ist es echt eine Auseinandersetzung mit dem Text? Sind die Aussagen schlüssig, werden sie gut begründet, vielleicht auch mit Textstellen belegt?

Dann sind z.B. solche Varianten denkbar:

  • Schüler kommt zu einer anderen Ansicht als Lehrer, schreibt aber klar und begründet sehr gut und nah am Text → eine 2 zum Beispiel, wenn die Gliederung kleine Schwächen hat oder sogar eine 1, z.B. wenn auch noch die Umstände der Zeit und die Lebensumstände des Autors korrekt einfließen.

  • Schüler kommt zur gleichen Ansicht wie der Lehrer, aber das wirkt eher zufällig, denn die Entwicklung dahin ist nicht immer nachvollziehbar und manchmal diffus, vage oder widersprüchlich → vielleicht eine 4.

  • Schüler schreibt aus lauter Verlegenheit eher eine Nacherzählung, vermutet dann eine Bedeutung, kann die aber nicht wirklich begründen → das könnte daneben gegangen sein.

Die Frage ist, muss man es überhaupt korrigieren?

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Natürlich gibt es richtig und falsch - das entscheidet die innere Logik.

Man kann nicht irgendeine Meinung aus dem Ärmel schütteln oder jeden unbedarften Senf gleichwertig neben durchdachten Gedankengängen gelten lassen!

Wenn Du meinst, dass Deine Interpretation zumindest möglich ist, solltest Du dafür Argumente haben - sachliche und nicht "ich meine halt".

Man kann durchaus bewerten, ob eine Interpretation schlüssig/logisch ist.

Interpretationen sind Auslegungen des Sinnes eines Textes. => Falsch und richtig sind logischerweise Beurteilungsmerkmale.

Leherern ist des egal...die haben ihre Meinung und und die ist für sie unumstöslich, wenn ein Schüler auf eine andere Lösung kommt dann ist das nicht richtigg...zumindest gilt das für die meisten Lehrer

Stammtischgewäsch!

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Merke: Lehrer können grundsätzlich alles.

Zumindest meinen sie das.

Mehr Bescheidenheit! Der Lehrer hatte seine Gründe. Frage ihn danach. Versuche zu diskutieren statt zu kritisieren!

Eigentlich nein, außer sie können anhand des Textes es beweisen, dass es nicht stimmt

ne wenn logisch ist

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