Können Hunde simulieren, um Aufmerksamkeit zu bekommen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo chatengel75,

Du solltest ja eigentlich lernen deine Hündin "zu ignorieren" also diese auch nicht dauernd zu beobachten und auf die Aktionen des Hundes zu "reagieren"

Also nicht der Hund "agiert" und Du "reagierst"

Das ist die Übung des Ignorierens...

Schon machst du dir Sorgen und beobachtest deine Hündin... ;)))

Jeder Hund welcher gerade entspannt liegt hat - so heißt das bei uns - Schlaftemperatur. Er liegt und ruht.... Dann ist auch einmal die Nase trocken und der Hund wirkt wärmer. Er schnuppert nicht - sondern zeigt keinerlei Aktion bei der Entspannung.

Ein Hund der immer agiert und dessen Mensch dann reagiert steht unter Stress. Solche Hunde werden immer aktiver - und agieren dabei dann auch immer ungehorsamer - sie können nicht mehr "zuhören" was Du eigentlich willst.

Reagiert man dann nicht mehr auf solche Aktionen beim Hund und zeigt diesem gegenüber ignorantes Verhalten und geht auf eine eventuelle Steigerung von Seiten des Hundes nicht ein = dann folgt Entspannung.

Ein entspannter Hund lernt besser, kann erlerntes auch besser im Gedächtnis behalten.

Mach dir keine Gedanken und Sorgen, deinem Hund fehlt wirklich nichts wenn er ignoriert wird, sondern es tut ihm gut.

Tolle Antwort.

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@CarisAdnavi

Vielen Dank für das *chen. Doch insgesamt auch dieser Austausch der anderen hat ein Sternchen verdient!!!

Wenn ein Mensch und Hundehalter sich um seinen Hund bemüht und sich auch selbst im Umgang mit dem Hund betrachtet, schonungslos seine eigenen Fehlerchen entdeckt, den Hund einfach einmal Hund sein lässt. Sich zurück lehnt, nachdenklich beobachtet und das auch umsetzt ...

Dann klappt das schon. Die Hunde welche "etwas länger brauchen" als andere - weil sie hinterfragen - die sind später die Zuverlässigsten weil sie sich überzeugen konnten.

Du schaffst das - da bin ich mir sicher!

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Ja Hunde können simulieren umd aufmerksamkeit zu bekommen.(hat zumindest mal ein Tierarzt zu meiner ABF gesagt)

und was mache ich dann, weiter die Schiene fahren, oder sie wieder beachten, und sie ist weiter der chef im ring?????

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@CarisAdnavi

sicher können sie das. lies mal niskas antwort weiter unten. nur dass du es noch nie bemerkt hast, heißt nicht, dass es etwas nicht gibt.

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@taigafee

Das ist kein Simulieren, kein HUnd humpelt mit gesundem Bein, das ist Verknüpfen und manipulieren

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Für gewöhnlich simulieren Hunde nicht, weil sie kein Ego haben. Und desweiteren verstehe ich nicht, wo das Problem liegt, wenn man sein Haustier beachtet. Mit Ignoranz macht man seinem Tier ganz sicher nicht klar, dass man der Chef im Ring ist. Ich persönlich reflektiere mein Verhalten und habe von dem psychologischen Standpunkt aus, noch nicht bemerkt, dass mir jemand, indem er mich ignoriert hat, deutlich gemacht hat, dass er der Chef ist.

Ich habe denjeniegen allerhöchstens weniger beachtet, so als ob ich nichts mit ihm/ ihr zu tun hatte, oder, wenn ich gemerkt habe, dass sich mir gegenüber jemand so verhält, um mir Autorität vorzuspielen, den "nötigen Respekt" verloren. Aber mehr hat es auch nicht gebracht.

Vielleicht bringt es bei deinem Hund auch nichts.

LG

und habe von dem psychologischen Standpunkt aus, noch nicht bemerkt, dass mir jemand, indem er mich ignoriert hat, deutlich gemacht hat, dass er der Chef ist.

Ein Mensch ist auch kein Hund und negatives VErhalten sollte ignorier werden beim Hund. Deswegen ist der Ansatz den der og HUndetrainer geraten hat schon mal nicht falsch. Nur sollten Erwünschte Verhaltensweisen auch bestärkt werden.

Also vergleiche bitte nicht Menschen oder dich selbst mit Hunden! Und an chatengel: Merke: Auch ein Hundetrainer ist nur ein Mensch und macht Fehler. Oder vergisst etwas. Also wenn dir Dinge unklar sind, dann hole dir eine 2. Meinung. Aber vom Fachmann oder von besagtem Hundtrainer nochmal eine Erklärung

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@CarisAdnavi

ich ziehe jetzt das seit zwei Tagen durch, und wenn sie beim abrufen kommt, wird gespielt, belohnt, rumgetobt. Also Sie merkt schon, wenn Sie was super macht

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@CarisAdnavi

Es mag zwar sein, dass es besser wäre, einen Menschen lieber nicht mit einem Hund zu vergleichen, nur leider ist es so, dass wenn man sein Hund ignoriert, er oft nicht weiß, warum er mit einer negativen Reaktion seines Herrchens bestraft wird.

Die meisten Lebewesen verbinden Aufmerksamkeit- Bekommen nun mal mit Liebe, Zuneigung und damit, dass sich jemand dür sie interessiert und wenn man sein Tier, oder jemand in seinem Kreis nunmal nicht beachtet, macht man sich damit sicher keine Freunde. Jeder wird es wohl kennen: Wer sich nicht für mich interessiert, interessiert mich nicht. So ist es auch mit Tieren.

Klar, ich kann die Situation, in der sich die Hundebesitzerin, dieses Strangs befindet, nicht einschätzen und kann auch pauschal keine allgemeingültige Antwort auf alles liefern, aber man sollte es mit solchen Tips von Hundetrainern nicht übertreiben. Meist ist es auch so, dass man versucht, einfach neue Verhaltens-Theorien an den Mann zu bringen, die nicht erprobt sind und bei denen man auch nicht weiß, wie der Betreffende darauf reagiert, da man hier nämlich versucht, eine Antwort auf jede noch so spezielle Situation zu liefern und das funktioniert nicht.

@chatengel Wenn dein Hund mal nicht das macht, was er sollte, nämlcih, sich gehrosam benehmen, wenn er mit deiner Familie unterwegs ist, dann ist das auch nicht so schlimm. Er/ Sie ist noch ein junger Hund und befindet sich in der Lernphase. Man sollte den Tieren die nötige Zeit zugestehen, um sich an die Situation anzupassen und herauszufinden, was überhaupt von ihm gefordert wird.

Da haben schon sehr viele Hunde auch gelernt und sich eingefügt, ohne mit fragwürdigen Maßnahmen bestraft zu werden. Also lass deinem Tier Zeit und ignoriere es nicht einfach. Sowas stärkt nicht gerade eure Bindung, obwohl dein Hund sowieso gelernt hätte.

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@caori

nur leider ist es so, dass wenn man sein Hund ignoriert, er oft nicht weiß, warum er mit einer negativen Reaktion seines Herrchens bestraft wird.

Das ist keine negative Reaktion - negativ wäre, wenn man schlagen oder schreien würde. Hunde muss man erziehen. Wer das nicht erträgt oder denkt der HUnd leidet, der hat eine falsch verstandene HUndeliebe die dem Hund nur Stress bereitet. Ich wiederhole es gerne nochmal und nochmal und hoffe das Yarlung Tsangpo mir zu Hilfe kommt^^

Hier nochmal extra für dich:

Drei Beispiele wie ein Hund Verknüpfungen erlebt:

Der Hund geht immer angstfrei die Treppe im Haus hoch. Eines Tages, fällt z.B. eine Tasse beim tragen runter und zerscheppert laut auf den Stufen, ausgerechnet in dem Moment, als der Hund die Treppe betritt.

Der Hund erlebt das Geräusch der auf die Treppe gefallenen Tasse genau in dem Moment, als er die Stufen betritt. Er erschrickt und verknüpft nun dieses Geräusch mit seinem Verhalten, dass Ergebnis kann sein: Lieber nicht die Treppe besteigen, ich habe Angst vor der Treppe.

Beispiel 2: Sie gehen mit ihrem Hund spazieren, er ist unangeleint. Als Sie einen anderen Hund sehen, werden Sie nervös und aufgeregt und rufen ihren Hund mit lauter, aufgeregter und strenger Stimme zu sich. Ihr Hund verknüpft Ihre Reaktion mit dem anderen Hund und lernt schlimmstenfalls, dass er auch laut und aufgeregt (bellen, knurren) reagieren muss oder wenn Sie angstvoll/panisch reagieren muss.

Beispiel 3: Ihr Welpe weiß noch nicht, was Platz und Sitz bedeutet. Er setzt oder legt sich aber am Tag ständig hin, von ganz alleine, ohne Ihr zu tun. Wenn Sie nun jedes mal wenn er sich setzt "Sitz" sagen und ihn dabei freudig loben, wird der sehr schnell das Wort Sitz mit seinem handeln (nämlich den hinsetzen) verknüpfen.

Zwei Beispiele wie ein Hund durch Erfolg oder Misserfolg lernt:

Beispiel 1: Ihr Hund sieht auf der Strasse ein Katze, hetzt ihr hinterher und verjagt sie erfolgreich. Die Hatz hat ihm Spaß gemacht, entsprach seinen Trieben und die Katze ist aus seinem Revier verschwunden. Lernerfolg: Katze jagen bedeutet Revier wieder für sich haben, Spaß, gutes Gefühl, Befriedigung seiner Bedürfnisse, Erfolg.

Beispiel 2: Ihr Hund springt an Ihnen hoch, um ihnen seinen Freude über Ihre Heimkehr zu zeigen, weil er aufgeregt ist, ein Leckerchen haben will oder aber einfach nur Ihre Aufmerksamkeit bekommen möchte. Lassen Sie sein hoch springen zu, bekräftigen Sie ihn vielleicht auch noch (uhii fein, toll) lernt er, durch Ihr Verhalten, dass er Aufmerksamkeit oder ein Leckerlie erhält. Er hat also Erfolg beim hochspringen.

Ignorieren Sie aber sein Verhalten, drehen sich weg und kümmern sich erst um ihn wenn er ruhig vor Ihnen sitzt, hat er zunächst mal einen Misserfolg erlebt. Hochspringen bringt nichts, führt nicht zum gewünschten Ergebnis. Er lernt aber eine Ersatzhandlung, nämlich die, dass er begrüßt oder gestreichelt wird, wenn er sich ruhig verhält, Sitz oder Platz macht. Zeigen können Sie ihm dies in dem Sie sein nicht erwünschtes Verhalten ignorieren (nicht reden, nicht anschauen sondern wegdrehen) und ihn erst begrüßen oder Aufmerksamkeit schenken, wenn er ruhig ist.

Bedenken Sie bitte beim Lob und beim Tadel (ein klares Nein oder Pfui), der Hund kann dieses nur bis maximal 2 Sekunden nach seiner Handlung auch derselben zu ordnen.

Zwei Beispiele:

Beispiel 1: Hund springt hoch - wegdrehen, ignorieren Hund geht in den Platz, Sitz oder bleibt ruhig stehen, sofort loben und Leckerchen geben.

Gerade beim Thema hoch springen sollten Sie noch darauf achten, dass Sie sich zu Ihrem Hund runter beugen, damit er nicht in Versuchung gerät, das Leckerchen durch hochspringen zu ergattern.

Beispiel 2: Der Hund hat, weil er eine Stunde allein musste, aus Langeweile, Frust oder Verlassenangst heraus Ihren neuen Teppich angeknabbert. Verständlicherweise sind Sie sehr verärgert und möchten Ihren Hund nur zu gerne Ihren Unmut zeigen. Da sich aber Ihr Hund definitiv keiner Schuld bewusst ist und Sie ihn eben leider nicht im Flagranti erwischt haben, würden jedes strafende Wort, schimpfen, Scheiben usw. zum völligen Unverständnis bei Ihrem Hund führen. Lernen würde er schlimmstenfalls nur eines: Wenn ich alleine bin und Frauchen/Herrchen kommt wieder nach Hause kann es Ärger geben.

Viele meinen, dass ihr Hund sehr wohl ein schlechtes Gewissen hat, weil er ihnen schon an der Tür mit hängenden Ohren, runter hängender Rute oder geduckten Körper entgegen kommt. Wie aber oben schon erwähnt, Ihr Hund ist ein sehr guter Beobachter und er spürt sofort, nach dem Sie das Chaos erblickt haben, dass Sie verärgert sind. Er merkt das an Ihrer Haltung, Ihrem Geruch und Ihrer Stimme. Einzig allein aus diesem Grund zeigt er Ihnen sein Repertoire an Beschwichtigungsignalen die die Botschaft haben- ich komme in guten Absichten- ich will Dir nichts tun - ich bin friedlich gestimmt -.

Wir können also seine Lernerfolge und sein Verhalten durch positive oder negative Bestärkung steuern.

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@CarisAdnavi

ohne mit fragwürdigen Maßnahmen bestraft zu werden

Was ist fragwürdig?

  • den Hund zu vermenschlichen
    • Schläge
    • Schreien
    • Zwang
    • Gewalt
    • Den HUnd machen lassen was er will , denn dann muss er Verantwortung übernehmen. Denn ein Rudel ohne Führer gibt es nicht: UNd wenn er seine Angelegenheiten auf Hundeart löst, dann hat man uU ein Problem!

Positive und negative Bestärkung sind KEINE Strafe sondern ein Lernprozeß der sich auf die Hundenatur einstellt!

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@CarisAdnavi

Die angeführten Beispiele waren auch sinnvoll. Wenn man sich zum Beispiel einfach wegdreht, wenn der Hund einen anspringt, ist das für mich noch vollkommen in Ordnung.

Aber wenn der Hund einem jedoch zeigt, dass er gestreichelt werden möchte und man den Hund jedoch nicht streicheln möchte, ist das für mich noch kein Grund den Hund zu ignorieren.

Oder wie z.B (ich kann es nicht beurteilen) in der Situation, in der der Hund eine warme Schnauze bekommen hat, als er sich unbeachtet gefühlt hat. Das hätte jetzt natürlich hundert andere Gründe gehabt haben, aber wenn wir mal davon ausgehen, dass der Hund nur deshalb die warme Schnauze bekommen hat, weil er sich unwohl fühlt, wenn er ignoriert wird, ist das doch ein Zeichen, nicht mit solchen Maßnahmen zu übertreiben und sie etwas mäßiger einzusetzen. Wie z.B in den o.g Beispielen.

Ich persönlich würde den Hund nur dann ignorieren, wenn man ihm zeigen will, dass er mit seinem Verhalten keinen Erfolg hat, aber mehr auch nicht.

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caori, man wird sicher kein hundeversteher, wenn man sein eigenes denken und verhalten auf den hund überträgt.

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Liebe Caori, wenn Du "vom psychologischen Standpunkt aus Dein Verhalten reflektierst" und Dich auch so für Psychologie interessierst (siehe Expertenthemen), dann solltest Du eigentlich wissen, dass das mit dem" Ignorieren" = Lerntheorie ist, die es schon seit zig Jahrzehnten gibt, und nicht etwas (Neues, Unbewiesenes), was die in der Hundeschule mal ausprobieren wollen (siehe Deinen Kommentar weiter unten).

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@arabella70

Aber wenn der Hund einem jedoch zeigt, dass er gestreichelt werden möchte und man den Hund jedoch nicht streicheln möchte, ist das für mich noch kein Grund den Hund zu ignorieren.

Streicheln ist Lob. Sicher: Die meisten streicheln ihre Hunde wann immer sie Lust haben und den Drang verspüren. Aber wenn der Hund zB Angst zeigt und dann gestreichelt wird, dann bestärkt man die Angst. Menschen denken: Ich muss den Hund beruhigen. Beim Hund kommt aber an: Es ist richtig wenn du Angst hast.

So ist es bei 75 - 80% der Hundebesitzer. Denn die meisten können die Hunde nicht "lesen" und streicheln im falschen Moment. Ergebnis ist Dauerkläffen, Angst oder andere Verhaltens"probleme" die vom Besitzer bestärkt wurden durch das unüberlegte Streicheln.

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