Kirchenaustritt: Heimlich oder den Eltern sagen?

21 Antworten

Ich würde es ihnen zumindest mitteilen. Vielleicht auch sagen, dass es nun nicht mit der Steuer zu tun hat oder gegen die Kirche generell.

Man wird schließlich auch kein Auto, nur weil man eine Garage hat - will heißen: Glaube bezieht sich nicht auf die Kirchenzugehörigkeit, sondern dass, was man für Gott und das drumherum empfindet.

Ich selbst bin ev. und das auch mit Überzeugung, das was die röm-kath. Kirche manchmal von sich gibt, ist einfach weltfremd (Verhütung, Zölibat etc.)

Ich würde sagen sprich mit ihnen. Denn scheinbar ist deinen Eltern der Glaube und die Zugehörigkeit zur Kirche wichtig. Somit ist Deine Entscheidung für sie auch wichtig. Erkläre ihnen, daß der richtige Glaube (was immer das sein mag) nur an die Institution Gott, und nicht an eine irdische Organisation gebunden ist.

Nun, man könnte sagen: Du bist erwachsen, es ist Deine Angelegenheit. Warum es den Eltern erzählen? Andererseits: Du bist erwachsen, es ist Deine Angelegenheit. Warum es den Eltern nicht erzählen? Ich bin der Meinung, dass man sich den Kirchenaustritt schon überlegen sollte, auch wenn man nicht religiös ist. Du wirst vll. einmal Kinder haben, die Du taufen lassen möchtest oder die selbst einmal getauft werden wollen und Du wirst einmal sterben. Man kann hier geteilter Meinung sein, aber ich denke, dass in verschiedenen Situationen unseres Lebens die Kirche, auch für weniger oder nicht religiöse Menschen, nicht aus seinem Leben verbannen sollte. Abgesehen von dem, was die Kirche für Dich tut, gibt es hier auch eine Vielzahl von caritativen Einrichtungen, Jugendhilfeeinrichtungen usw. die auch finanziert werden müssen. So wäre Deine Kirchensteuer auch sinnvoll angelegt.

Deine Argumente stimmen nicht ganz: Wenn ich einmal Kinder habe und die getauft werden möchten, können sie es ab 16 immer noch selber entscheiden und machen lassen. Was mit dem Sterben zu tun hat: Man kann auch auf Friedhöfe beerdigt werden, wenn man aus der Kirche ausgetreten ist, weil diese dem Staat gehören, NICHT der Kirche. Da ich auch kremiert werden will, muss ich auch nicht zwangsläufig auf einem Friedhof beerdigt werden. Was die Kirchsteuer angeht: Ja, mit dem Geld werden solchen Einrichtungen geholfen, aber warum soll die Kirche entscheiden, wofür ich mein Geld spende? Das kann ich auch selbstständig machen, oder? Zudem war meine Frage ja nicht, ob ich austreten soll oder nicht, sondern, ob ich es meine religiösen Eltern sagen soll oder nicht!

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@triccarda

Ja, ich weiss, dass Kinder auch später selbst in die Kirche eintreten können und mit dem "Sterbe-Argument" meinte ich auch nicht, dass man nicht auf dem Friedhof bestattet werden kann, sondern dass eine evtl. Trauerfeier u.U. nicht in der Kapelle o.ä. und auch ohne Pfarrer stattfinden müsste. Selbst Atheisten ist das manchmal nicht wirklich recht.

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Auch wenn Sie damit ein Problem haben werden, wird es noch schlimmer, wenn Du es ohne ihr Wissen machst.
Du kannst selbst entscheiden, solltest jedoch Deinen Eltern Deine Beweggründe erläutern und um Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung bitten.

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Wenn du es ihnen erst nach ein paar Jahren sagst werden sie es dir vielleicht nicht verzeihen, dass du es Ihnen nicht gezeigt hast

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