KFZ-Handel - Kleinunternehmerregelung/ Besteuerung?

3 Antworten

Wenn Du in einem Jahr über die 17.500,- kommst, dann bist Du ab dem Folgejahr kein Kleinunternehmer mehr. Für dieses Jahr wäre aber nciht zu ändern (nachzuzahlen).

Falls Du noch dieses Jahr anfängst, z. B. 1. 12., dann denke dran es ist um zu rechnen auf das volle Jahr. verkaufst Du im Dezember ein Auto für 1.500,- sind das 1.500,-/1*  12 = 18.000,- Umsatz und Du bist ab Januar Regelbesteuerer.

Bei der Umsatzgrenze werden aber nur die Umsätze nach § 25 a (differenzbesteuerung angesezt.

Die 200,- Euro Reparatur sind Betriebsausgabe. also gekauft für 1.500,-, repariert für 200,-, Verkauf für 2.000,- = 300,- Euro Rohgewinn.

Wenn es später dann mit Regelbesteuerung läuft. musst Du aus den 500,- die Steuer abführen (ca. 80,- Euro) udn kannst aus den 200,- die Vorsteuer abziehen (ca. 32,- Euro), wenn die Rechnung die Formvorschriften erfüllt.

Aber überlege es gut. Gebrauchtwagenhandel ist ein kapitalintensives Geschäft.

Es gibt kein Kleingewerbe, es gibt die Kleinunternehmerreglung nach § 19 UstG, danach bist du bis zu einem Bruttojahresumsatz bis zu 17.500€ von der Umsatzsteuerbefreit.

Diese Reglung ergibt bei einem Autohandel keinen Sinn, denn wenn du im jahr selbst nur 4 PKW a 5000€ Verkaufst bist du schon über der Grenze. dann käme noch der Umsatz von den Zu behör und Kleuinteilen dazu.

Mein Tipp: besuche einen Kurs für existenzgründer. Dort lernst du die grundlegenden begriffe des Steuerechts, der BWL, der Buchführung, des Marketings und sonstigem was ein Existenzgründer wissen sollte. denn bei deiner Fragestellung stehe ich schwarz für deine Zukunft.

Da zu kommen noch erhebliche Auflagen und Gesetze die du erfüllen musst, da beim Autohandel mit gegfahr stoffen und Umweltschädlichen Stoffen umgegangen wird..

Differenzbesteuerung ist für Laien in meinen Augen nicht leistbar. Und für den Kfz-Handel sowieso ungeeignet. Bei den Garantiebestimmungen kann man Autos für 1.000 Euro vermutlich nur mit hohem Risiko verkaufen, also braucht man Fahrzeuge von besserer Qualität.

Bei Fahrzeugen vielleicht ab 3.000 Euro ist man aber mit sechs Fahrzeugen - jeden zweiten Monat eines - dabei. Selbst wenn man zwischendurch Autos tauscht oder ähnliches macht. Das zählt ja alles mit.

Hätte ich auch nur eine Ahnung von Autos und käme auf die Idee damit etwas gewerbliches zu machen, dann käme auch im Nebenerwerb die Kleinunternehmerregelung für mich nicht in Frage.

Allerdings verlangt dieses m.E. auch eine Professionalisierung. Meint hier, dass man vielleicht das eine oder andere Auto mehr verkaufen muss, um auf den gleichen Ertrag zu kommen.

Professioneller aber schon von der Seite, dass man sich auch beraten lässt. Einmal was die Kauf- und Verkaufsverträge angeht und aber auch die steuerliche Seite.

Man muss einfach wissen, dass die Differenzbesteuerung noch andere Grenzen kennt. Beispielsweise bei einem bestimmten Wert von Einbauten und Reparaturen, gilt die Differenzbesteuerung nicht mehr und das Fahrzeug ist komplett mit Umsatzsteuer zu verkaufen. Wer hier nicht informiert ist, der hat womöglich ein Verlustgeschäft gemacht. Man sollte dieses aber vor dem Aufkauf eines Fahrzeugs wissen.

Ebenso kann der Kauf von Kleinteilen auf einmal steuerpflichtig werden.

Die jeweiligen Prinzipien sind relativ einfach. Aber die Dokumentation ist es nicht. Schon wegen dieses Aufwands bin ich der Auffassung, dass zwar die notwendigen Grundaufzeichnungen ohnehin selber erstellt werden müssen. Aber deren weitere Verarbeitung für eine Gewinnermittlung oder Fertigung der Steuererklärungen dürfte jeden sprengen. Daher solltest Du das auch weg geben.

Zwar verweise ich oft auf die Möglichkeit die Aufgaben an einen Buchführungshelfer zu geben, da aber bei Dir schnell viele, steuerlich gesehen heftige Fragen auftreten können und die Entscheidungen aber schnell getroffen werden müssen: Nimm einen Steuerberater. Möglichst einen, der sich bei der Differenzbesteuerung auskennt. Der den Sinn von Gebrauchtwarenbüchern kennt usw.

Wünsche Dir viel Erfolg!

P.S. Ein guter Businessplan kann Dich natürlich vor vielen Gefahren bereits im Vorfeld schützen! Kostet aber qualifiziert nicht nur Zeit, sondern auch wieder Geld. Allerdings nach meiner Erfahrung viel weniger, als allein die vermiedenen Fehler der Anlaufphase an Kosten verursachen.

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Kleinunternehmerregelung und EÜR

Hallo zusammen...

ich habe die Freiberuflichkeit (vorerst im Nebenerwerb) unter Anwendung der Kleinunternehmerregelung gewählt. Die Umsatzgrenze im 1. Jahr von 17.500 EUR ist doch als brutto zu verstehen, also 17.500 EUR abzgl. 19% USt. = 14.705,88 EUR, oder? Und im zweiten Jahr genau das gleiche, nur mit 50.000 EUR abzgl. 19% USt. = 42.016,81.

Wenn nun im ersten Jahr die Umsatzgrenze unterschritten wurde, aber im zweiten Jahr z. B. ein Umsatz i. H. v. 25.000 EUR erzielt wurde, ist man im dritten Jahr verpflichtet, in sämtlichen Ausgangsrechnungen 19% USt. auszuweisen und durch die USt.-Voranmeldung an das Finanzamt weiterzuleiten - natürlich unter Berücksichtigung der selbst gezahlten USt. als VSt., damit hier eine Minderung eintritt. Ist dies soweit korrekt, oder muss ich sofort, wenn ich merke über die Umsatzgrenze von 17.500 EUR zu kommen, 19 % USt. in Rechnung stellen und abführen?

Die abschließende EÜR kann ja bis zu einer bestimmten Grenze formlos beim FA eingereicht werden, aber wie sieht es hier mit der selbst gezahlten USt. aus? Muss diese in der EÜR als VSt. und Betriebsausgaben separat aufgeführt werden?

GWG = Geringwertige Wirtschaftsgüter, aber wie richtig absetzen? Bis 150 EUR (netto) = Sofortabschreibung, von 150,01 EUR bis 1000,00 EUR in einen Pool (z. B. Pool 2011) und über 5 Jahre linear abschreiben, wobei hier stets ein neuer Pool in jedem Jahr eröffnet werden muss, also für 2012, für 2013 usw. und stets ab dem Jahr der Anschaffung über 5 Jahre lineare Abschreibung und dann sind ja noch Anschaffungen ab einem Betrag von 1000,01 EUR, die stets über die aktuelle AfA-Tabelle abgeschrieben wird, oder? Ist dies mit der AfA so korrekt?

Am Ende erhalte ich meinen Überschuss (Gewinn) oder Fehlbetrag (Verlust), der aus der EÜR in die Anlage S der Einkommensteuererklärung übernommen werden muss, oder? Wie sieht es dann mit Fahrtkosten, Bewirtungskosten u.ä. Dingen aus? Für genaue Fahrtkostenabrechnung muss ich ein Fahrtenbuch führen, oder? Und bei den Bewirtungskosten ist es so, dass ich z.B. den Teilnehmern einer Schulung die Mittagsverpflegung sowie Getränke stellen kann, diese selber mit dem Caterer oder Anbieter abrechne und folglich in der Anlage S als Betriebsausgabe ansetze - ich glaube davon werden aber nur 70-80% anerkannt und der Rest nicht, oder?

Das war es erstmal...

Ich würde mich über hilfreiche Beiträge freuen!

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Mfg

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Alex

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