Kein Unterhalt mehr bei Minijob?

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6 Antworten

Es kommt darauf an was sie da verdient !

Wenn sie angenommen nur ein kleines Taschengeld dazu verdienen würde,also z.B. 100 €,dann würde nach Abzug einer Pauschale von ca. 50 € - 60 € nur ein kleiner Betrag übrig bleiben,der dann als Taschengeld Aufbesserung angesehen werden könnte und keinen Einfluss auf den Unterhalt hätte.

Diese Pauschale ist für Aufwendungen gedacht,die ihr wegen der Beschäftigung entstehen könnten,wären die Aufwendungen tatsächlich höher müsste sie das nachweisen,dann müssten sie berücksichtigt werden.

Da sie eben Hauptberuflich nicht noch zur Schule geht ist sie nicht verpflichtet einer Beschäftigung nachzugehen,deshalb darf das Einkommen nach Abzug der Pauschale in der Regel auch nur zu 50 % auf den Unterhaltsanspruch angerechnet werden.

Würde sie also angenommen 400 € Brutto wie Netto verdienen bleibe nach Abzug der Pauschale von angenommen 50 € noch ein Betrag von 350 €,der dann zu 50 % angerechnet werden dürfte.

Das würden dann also 175 € sein,er müsste dann noch 125 € weiter zahlen,mal vorausgesetzt der Unterhalt ab dem 18 Lebensjahr wurde schon neu berechnet,denn ab da werden beide Elternteile barunterhaltspflichtig.

Es musst dann also das relevante Nettoeinkommen beider Eltern addiert werden und dann der Unterhaltsanspruch neu berechnet werden,dass anrechenbare Einkommen,also auch das volle Kindergeld wird dann vom Unterhaltsanspruch abgezogen und der Rest des Anspruchs prozentual nach dem jeweiligen Einkommen ermittelt.

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majama63 03.06.2016, 09:10

Danke. Sie besucht die FOS. Sie könnte dann eh nur am Wochenende arbeiten. 200 Euro wären das maximale was sie verdienen würde.

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isomatte 03.06.2016, 09:43
@majama63

Dann würde in der Regel ja eh nur max. 75 € an anzurechnenden Erwerbseinkommen bleiben und ob sich dann ein evtl.Gang zum Gericht ( Vater ) lohnen würde,um diesen geringen Betrag auf die Unterhaltsleistung anrechnen zu lassen,kann ich mir nicht vorstellen,wenn es überhaupt zu einer Anrechnung bei diesem Betrag kommen würde !

Es ist eben nicht eindeutig geregelt was unter einem Betrag zur Aufbesserung des Taschengeldes zu verstehen ist,ich habe diesbezüglich noch keinen festen Betrag gefunden.

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Ich frage mich wieso nur der Vater Unterhalt zahlt, ab 18 ist auch die Mutter zum Unterhalt verpflichtet. 

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majama63 18.06.2016, 11:12

meine Tochter wohnt bei mir ! Das mag zutreffend sein, wenn das Kind eine eigene Wohnung hat.

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also der Unterhalt geht an die mutter und da die vom minijob nichts hat, wird der unterhalt weiter gezahlt.

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Bei einem 450,- Euro-Job bleiben 50,- Euro anrechnungsfrei für Fahrtkosten zur Arbeit u.ä. Vom Rest wird nur die Hälfte angerechnet, da man als Schülerin eigentlich gar nicht nebenher arbeiten gehen muss. Der Unterhaltsanspruch der Tochter (der sich ja bei Volljährigen grundsätzlich gegen BEIDE Elternteile richtet) sinkt also um 200,- Euro. Da bei Volljährigen der Unterhalt auf beide Eltern im Verhältnis ihrer Einkommen aufzuteilen sind (also beide Eltern je nach ihrem Einkommen einen Teil des Unterhalts zahlen müssen), kann es sein, dass der Betrag des Vaters um weniger als 200,- Euro sinkt.

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Nein, das stimmt eigentlich nicht. Dazu verdient die Tochter noch viel zu wenig.

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Nein, er muss weiterhin Unterhalt zahlen.


Zitat aus den LL des OLG Hamm:

Einkommen aus überobligatorischer Erwerbstätigkeit kann nach Billigkeit ganz oder teilweise unberücksichtigt bleiben.

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majama63 03.06.2016, 08:43

DANKESCHÖN. Ich verstehe das so, wenn meine Tochter einen Minijob nachgeht, kann der Unterhalt nicht einfach vom Vater aus gestrichen werden?

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lindgren 03.06.2016, 08:44
@majama63

Nein. Wenn er seinen Unterhalt aus diesem Grund reduzieren möchte, dann muss er vorher den amtlichen Weg gehen.

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majama63 03.06.2016, 09:07
@lindgren

Das denke ich auch, aber wenn das eigene Kind mit dem Vater vor Gericht ziehen muss, das ist schon traurig. Er meinte halt, dass er den Unterhalt streichen kann

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