Kein Erbe, Kann man einer Bank nachweisen das Sie das Erbe eventuell vertuschen?

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8 Antworten

Hallo :D

Ich muss vielleicht im Voraus anmerken, dass ich bei einer Schweizer Bank arbeite und nicht alle angaben eins zu eins nach Deutschland übertragbar sind.

Sofern der Erbfall klar ist, also eine Erbenvollmacht auf den Konten besteht, kann man bei der Bank Auszüge anfordern. Hier in der Schweiz ist die Bank verpflichtet solche Dokumente zehn Jahre lang im Archiv aufzubewahren. Dort sieht man alles wichtige wie Einzahlungen, Auszahlungen, Überträge und Zinszahlungen.

Damit kannst du herausfinden ob dein Grossvater wirklich solch grosse Summen auf seinem Konto hatte und ob irgendjemand unrechtmässig Geld verschwinden lassen hat.

Meiner Meinung gibt es noch folgende Sachen zu beachten:

Darlehen:

Vielleicht hat dein Grossvater das Geld privat verliehen und nun denkt sich der Schuldner, dass er es nicht zurückzahlen muss. Deshalb würde ich alle seine Belege noch einmal durchgehen und nach solchen Sachen suchen.

Onkel?:

Ich würde ihn sicherlich noch einmal mit der ganzen Familie zur Rede stellen wenn ihr das Gefühl habt er könnte die Erbschaft unterschlagen haben.

Trickbetrüger:

Viele alte Menschen fallen auf Trickbetrüger rein. Immer wieder kommen Personen bei uns an den Schalter und heben grosse Mengen an Geld ab. Teilweise geben diese das Geld dann an Betrüger weiter ohne das sie wissen was sie genau tun. Vielen ist dies schlussendlich peinlich wenn sie feststellen, dass sie betrogen worden sind. Also könnte es sein, dass euch eurer Grossvater / Vater nichts davon erzählt hat.

und wie viele schon vorher erwähnt haben stützt sich deine These auf Vermutungen. Also prüfe lieber alles ganz genau bevor du etwas drastisches unternimmst.

Ich hoffe ich konnte dir und deiner Familie weiterhelfen und entschuldige bitte für die etwas lange Antwort :D.

Gruss

David

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Vielleicht hat er ja sein Geld nach Panama verschickt. Ob es da etwas zu vererben gibt, dürfte fraglich sein.

Wer eine Forderung hat muss diese belegen. Mit Mutmaßungen kommt man nicht weit.

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Hi! Sorry, aber fast alles, was Du beschreibst sind Deine Annahmen und Mutmassungen. Ich will nicht absprechen, dass es den genannten Kontoauszug gab, aber was m.E. höchst unwahrscheinlich ist, ist dass die Bank da was unterschlägt. Ich glaube eher, dass der Opa das Geld doch irgendwie ausgegeben hat oder eventuell sogar hintergangen worden ist. Ist sicher nicht das erste Mal. Was kannst Du tun: als erstes zur Bank gehen und die Kontoumsätze sowie die Vollmachten der letzten Jahre anfordern - ist kostenpflichtig aber anhand von Umsatzübersichten problemlos möglich für mindestens 6 Jahre - die meisten Banken können aber auch länger zurück. Dazu muss aber die Erbenstellung eindeutig nachgewiesen sein. Ein Indiz für hohe Guthaben ist auf jeden Fall die Höhe der Zinsgutschriften. Sofern keine Gutschriften auf dem Konto sind, könnten die Zinsen auch auf andere Konten geflossen sein, eventuell findest Du so sogar weitere Bankverbindungen. Von daher sind auch Kontoabrechnungen interessant. Ansonsten prüfen, ob das die einzige Bankverbindung war oder es eventuell irgendwo Schliessfächer gibt. Wenn es Geld gab, dann muss das ja jemand verfügt haben .... . Aber bevor Du Dich verrennst und sogar den Onkel ggf. zu Unrecht verdächtigst, ziehe bitte auch in Erwägung, dass Dein Opa das Geld einfach ausgegeben haben könnte, ohne dass ihr das wusstet. Trotzdem viel Erfolg bei der Suche. Gruss

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Ich glaube nicht das die Bank was vertuscht.

Bei der Haushaltsauflösung müssen doch Kontoauszüge zu finden gewesen sein, anhand derer sich die Ausgaben und Überweisungen erklähren lassen müssen. Wenn nicht, kann man bei der Bank Kontoauszüge anfordern, kostet zwar bringt aber klarheit.

Schauen wohin das Geld abgeflossen ist.

Vielleicht auf eine andere Bank, vielleicht an den Onkel...

Wenn es an den Onkel ging oder durch ihn abgehoben wurde auf zum Anwalt für Erbangelegenheiten.

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Josie3001 21.06.2016, 10:34

Vielen dank an euch zwei für die schnellen Antworten, ich gebe es so erstma. weiter an meine Eltern

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DerHans 21.06.2016, 12:51

Selbst WENN das Geld zu Lebzeiten des Opa an den Sohn geflossen ist, kann man das jetzt vergessen. 

Nach dem Ableben wäre er nicht mehr an das Konto heran gekommen.

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berlina76 21.06.2016, 12:54
@DerHans

Doch bei größeren Schenkungen kann man das Geld anteilig zurückfordern, lässt sich also nachweisen, das das Geld an eine bestimmte Person ging muß geklärt werden wieviel davon zurück ins Erbe fließt. Je nicht vergangenes Schenkungsjahr 10 % 

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Warum sollte eine Bank da lügen, sie macht sich im hohen Maße strafbar wenn sie Vermögen der Kunden unterschlägt.

Da müsst ihr folgende Möglichkeiten durchgehen:

- Sein Erspartes hat er nach und nach aufgebraucht, wenn er z.B. pflegebedürftig war und das bezahlt werden musste oder irgendwelche anderen laufenden Kosten hatte.

- Es gibt mehr als ein Konto.

- Jemand, der eine Vollmacht hatte, hat das Konto nach und nach leergeräumt.

Weitere Tipps: Geht alle Finanzunterlagen vom Opa durch, schaut ob es ein Testament gibt.

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Die Bank vertuscht nichts und hat auch keine Interesse daran.

Deine Eltern müssen zum Nachlassgericht gehen und einen Erbschein beantragen. Darin ist der für sie anfallende Teil des Erbes vermerkt, also beispielsweie "1/2", da der Bruder Miterbe ist. Sollte ein Testament gefunden werden, kann die Quote anders sein.

Mit dem Erbschein können sie zur Bank gehen. Die Bank gibt dann Auskunft über das Guthaben auf allen Konten (sofern mehrere vorhanden sind) und kann auf Wunsch den Teil des Erbes auszahlen.

Wenn auf dem Konto kein Geld mehr ist, kann das verschiedene Ursachen haben: Dein Opa hat gar nicht so viel Geld gespart, wie er euch erzählt hat oder er hat das Geld ausgegeben oder es gibt noch andere Bankkonten, auf die er sein Geld verteilt hat. Vielleicht hat er dem Bruder vor seinem Ableben einen größeren Geldbetrag geschenkt und ihr wißt es nicht.

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Josie3001 21.06.2016, 10:55

Hallo Mignon4,vielen dank für die Antwort. Ich hatte meinen Beitrag versucht zu bearbeiten aber ging scheinbar noch nicht durch. Ich hatte ja geschrieben das meine Mutter einen Kontoauszug hatte in dem ein größerer Betrag stand, als mein Opa starb und die Auszüge raussuchen wollte waren sie nicht mehr aufzufinden. Auch was das mit dem Erbschein angeht, meine Mutter hatte damals einen beantragt und sollte glaube ich am 24.1.16 vorbeikommen hat es aber abgeblasen da ja scheinbar nichts zu erben gab. Sie sagt der Erbschein hätte glaub ich 250€ gekostet. Stimmt es denn das die Gebühr des Erbscheins sich nach dem Erbe richtet?

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Mignon4 21.06.2016, 11:03
@Josie3001

Ja, die Kosten für den Erbschein richten sich nach dem Nachlasswert:

http://www.erbrecht-ratgeber.de/erbrecht/kosten/kosten-erbschein.html

Ohne Erbschein könnt ihr so gut wie nichts machen. Es kann sehr gut sein, dass dein Opa mehrere Konten hatte. Beispielsweise ein Sparkonto, auf dem die € 500.000 waren und ein Konto für sein "Tagesgeschäft" wie Strom, Wasser, Telefon, Lebensmittel usw. Viele Menschen trennen das und haben mehrere Konten. Die Konten können übrigens auch bei mehreren Banken geführt werden.

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Als Erbe kann man sich gegen Gebühr die Kontoauszüge der letzten 10 Jahre von der Bank holen. Dann sieht man anhand der Kontoauszüge wann das Geld abgehoben wurde, bzw. wohin das Geld überwiesen wurde.

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Es besteht der Verdacht, dass der Onkel es sich angeeignet hat. Kann man nur prüfen, wenn deine Mutter sich den Erbschein besorgt, ohne den gibt es keine Möglichkeit, Infos von den Banken zu bekommen.

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