Kann Vermieter kündigen, wenn die Miete 2/3 Tage später kommt?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Miete muss nach neuem Recht für Neuverträge ab 2001 bis zum dritten Werktag auf dem Konto des V. eingegangen sein. Ist dieser Tag ein Samstag, gilt der nächstfolgende Werktag lt. aktueller Rechtsprechung des BGH,(demzufolge also der folgende Montag). Sind erhebliche Zahlungsverspätungen ständig gegeben (mehr als eine Woche) kann der Vermieter fristlos kündigen. Zuvor bedarf es einer Abmahnung, aus welcher die Konsequenzen für den Mieter ersichtlich sind (LG Kleve WuM 95, 537). Sobald danach trotzdem verspätet gezahlt wird, kann gekündigt werden (BGH WuM 2006, 193).

Bei ständig verspäteter Zahlung ist eine ordentliche fristgerechte Kündigung ohne Abmahnung (3 Monate Frist) möglich (BGH WuM 2008, 31), Der Vermieter muss dabei in der Begründung die Zahlungsdaten der unpünktlichen Zahlungen benennen.

Verspäterer Lohneingang wird als Grund für verspätete Zahlung nicht anerkannt (BGH WuM 2006, 193; LG Düsseldorf DWW 99, 377).

Grundsätzlich interessiert es niemanden an den Du etwas zu bezahlen hast, wann "Dein Geld bei Dir eingegangen ist". Bei der Miete ist es auch nicht anders. Doch anscheinend betrachten manche Mieter den Vermieter als "kostenlose Kreditkasse", obwohl dieser wiederum seine Schulden auch pünktlich bezahlen muß und sich gegenüber seiner Bank auch nicht damit herausreden kann, daß "sein Geld erst später eingegangen ist". Letztendlich kannst nämlich Du dein Konto für 2-3 Tage überziehen, statt dies dem Vermieter aufzulasten. Dies zum grundsätzlichen. Davon abgesehen: Wenn einmalig oder nur sehr gelegentlich die Miete, wie hier, nur 2 bis 3 Tage zu spät gezahlt wird, so ist dies auf keinen Fall ein Kündigungsgrund. Anders würde dies aussehen, wenn Du regelmäßig die Miete zu spät zahlen würdest. Da müßtest Du Dir schon Gedanken machen, wie Du dies abstellst. Denn vom Vermieter erwartest Du ja auch, dass er seine vertraglichen Verpflichtungen einhält.

Wiederholte zu späte Mietzahlung rechtfertigt ggf. eine Kündigung des Mietverhältnisses durch den Vermieter. Zuvor sollte der Mieter allerdings abgemahnt werden. Der Vermieter hat nichts damit zu tun, dass Dein Geld ggf. später eingeht. Auch ein Vermieter hat Zahlungstermine, etc.pp., die er/sie einhalten muss.

Miete angeblich nicht gezahlt... Was nun?

Aaaalso:

Im Juli wurde angeblich meine komplette Miete nicht gezahlt. Zahlungserinnerung erhalten! Daraufhin hab ich telefoniert,noch und noecher,bekomme meine Vermietung nicht an die Strippe. Paar tage spaeter: 1. Mahnung... Mit ner anderen differenz... Ich wieder telefoniert... Nichts erreicht. Paar tage spaeter: 2. Mahnung... In der schon steht,dass das Mietverhaeltnis auf'm Spiel steht... Wieder mit ner ganz anderen differenz...

So: Ich habe eine Warmmiete von 505 euro und stehe mit angeblichen 2 oder 3 Mieten im rueckstand bei 220 ?!?!?! Ich weisz,keinen sinn 😅

Kann aber alles nachweisen,da das JobCenter,die Miete direkt an den Vermieter ueberweist,was ich auch per E-mail getan habe... Zuletzt habe ich eine email von der gesellschaft erhalten,dass ich im september,ein angebliches plus von knapp 300 haette,jz noch mit 220 im minus bin...

Bla bla bla

Meine Frage,kann der Vermieter mich kuendigen? Da ich ja niemanden erreiche ... 😕

...zur Frage

Kann mein Vermieter nachträglich Miete für eine Küche verlangen?

Also mein Anliegen wie folgt:

Beim Einzug letzten Jahres war eine Einbauküche in unserer jetzigen Wohnung verbaut. Wir haben klar gesagt dass wir eine Küche haben und kein Geld (Miete oder Kauf) bezahlen möchten. Der Vermieter (der auch mein Schwiegervater ist) hat das akzeptiert. Auf seinen Wunsch die Küche unbedingt in der Wohnung zu lassen sind wir dann eingegangen. Nun ein geschlagenes Jahr später möchte er Miete für die Küche kassieren obwohl im Mietvertrag nichts vermerkt ist. Ist seine Forderung überhaupt rechtens? Kann er nachträglich Miete kassieren?

Danke für eure Antworten!

...zur Frage

Vermieter behauptet es wurde keine Miete bezahlt

Mein Vermieter behauptet regelmässig die Miete würde nicht bezahlt werden, mehrmals wurde mir schon mit Kündigung gedroht. die Miete wird jeden Monat von meinem Vater überwiesen, ich habe Kontoauszüge bekommen und auch dem Vermieter vorgezeigt, dennoch wird weiterhin behauptet es wären keine Zahlungen eingegangen. inzwischen lauert mir der Vermieter, der im selben Haus wohnt, schon im Treppenhaus auf und stellt mich zur Rede.. Wie sehen meine Rechte aus? Wenn es zu einer Kündigung kommt, kann ich ja schließlich beweisen das Geld überwiesen wurde

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?