Kann mir jemand erklären, warum Ethanol eine höhere Siedetemperatur als Ethan?

3 Antworten

Erstens ist Ethanol schwerer und dann auch noch geladen. Wie kleine Magnete halten sich die Moleküle beim Nachbarn fest, um das aufzulösen muss mehr Energie zu gesetzt werden, Folge: höhere Siedetemperatur! ;-)

also geladen sind ethanol moleküle ja nun wirklich nicht. es ist ja kein ethanolat. sie haben ein dipolmoment, ja. sie sind polarisiert, ja. aber sicher nicht geladen. und das mit den magneten ist physikalisch gesehen einfach falsch.

0
@janlde

So mein Guter, erstens steht da wie, dann auch noch kleine Magnete, als bildhaftes Beispiel für naturwissenschaftlich Unbeleckte. Zweitens sind Magnete nicht geladen, sondern haben ... ? Richtig, zwei magnetische Pole. sind folgerichtig dipolar. Und drittens, wer hat behauptet, Ethanol wäre geladen?!? Obwohl, - die Dissoziation darf auch nicht vernachlässigt werden ... . Da Du ein abgeschlossenen Chemiestudium hinter Dir hast, dürfte es Dir ja nicht schwer fallen in Rahmen der theoretischen Chemie die dipolaren Wechselwirkungen im Molekül-Cluster zu negieren und den theoretischen Siedepunkt von unpolarem Ethanol zu berechnen. Der liegt - je nach Modell bei - 30 bis -40 ° C. Rhetorisch völlig falsch ist es Antworten auf etwas zu geben, von dem man meint, der andere hätte dies gesagt. Lieben Gruss.

0
@Quandt

Zitat Quandt: "Erstens ist Ethanol schwerer und dann auch noch geladen." Zeites Zitat Quandt:"..,wer hat behauptet, Ethanol wäre geladen" ;-) Wie jetzt? ich habe auch nur derartig darauf reagiert, da mir nicht geschmeckt hat, dass du mir oben vorgeworfen hast nicht zu wissen dass ethan und ethanol die gleiche stammkettenlänge haben. im übrigen sind die moleküle sicher dipolar, aber elektrisch und nicht magnetisch. die dissoziation kann man ubrigens vernachlässigen (pKs~18). ethanolate kann man im labor nur durch extrem starke basen herstellen (ich hab das mal mit natrium gemacht). jetzt musst du mir noch erklären was du unter cluster negieren verstehst und alles ist i.o. ich freu mich schon auf unseren nächsten disput. mfg jan.

0
@janlde

Lieber Jan, unter Cluster negieren verstehen ich die Aufhebung der Wechselwirkungen, so als ob Edelgaskonfiguration erreicht würde. Die unendliche Singularisierung der Moleküle, ähnlich den Betrachtungen des Zwei-Objekt-Problems bei Fourrier-Transformationen, Das mit dem geladenen Zitaten-Durcheinander musst Du aber auch in der zeitlichen Abfolge sehen. Einmal für den Laien und später für den Wissenschaftler, - aber ich gebe gerne zu mich nicht eindeutig geäußert zu haben und streue Asche auf mein Haupt. Mea culpa. Doch zum Schluss hab´ doch noch einen, da wo elektrisch auch in 90° magnetisch. Lieben Gruss ;-)

0

also. ethan ist unpolar und durch die kürze der ketten ist der dampfdruck hoch, weil die moleküle leicht in die gasphase kommen. beim ethanol können sich über die alkoholgruppe wasserstoffbrückenbindungen bilden. dadurch entsteht ein mehr oder weniger großes cluster, welches durch wasserstoffbrückenbindungen verbunden ist und deswegen ist der dampfdruck niedriger und der siedepunkt deswegen höher.

Mein lieber angehender Mineraloge, richtige Antwort, nur für den Fragesteller wahrscheinlich schwer verständlich und die Kette von Ethanol ist nicht länger, als die von Ethan - was der Namensstamm schon zeigt -, hier ist nur ein Wasserstoff durch eine funktionelle Gruppe substituiert!

0
@Quandt

ich habe nirgends behauptet das die kette von ethan kürzer ist als die von ethanol. ich habe nur gesagt, dass die kette kurz ist, da höhere alkane ja füssig bzw. fest sind. p.s.: ich habe ein abgeschlossenes chemiestudium.

0
@janlde

Mein Guter, mit der Aussage der Kürze des Ethans im Vergleich zum Ethanol implizierst Du aber eine Varianz. Und das auf die Frage eines Menschens der von theoretischer Chemie so weit weg scheint, wie der Uranus von der Erde. ;-)

0
@Quandt

so habe ich das aber nicht gemeint. wenn ich geschrieben hätte, dass ethan einen niedriegen siedepunkt hat weil es total unpolar ist, hätte mir sicher gleich irgendwer darunter geschrieben, dass oktadekan doch auch so unpolar ist und trotzdem fest. dies diente wie gesagt nur zur abgrenzung zu den höhern alkanen. wie gesagt, ich habe nur gesagt das die kette kurz ist und mich damit nicht auf das ethanol bezogen.

0

Wegen der OH-Gruppe im Molkül können zwischen Ethanolmolekülen Wasserstoffbrücken(-Bindungen) auftreten, zwischen Ethanmolekülen aber nicht. Zwischen Ethanolmolekülen wirken also stärkere Kräfte, die beim Sieden überwunden werden müssen. Deshalb ist der Siedepunkt von Ethanol wesentlich höher als beim Ethan.

Meine Rede, liebe Eidgenossin! DH ;-)

0

Was möchtest Du wissen?