Kann mich mein Vermieter auf die Straße setzen?

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25 Antworten

Der Vermieter kann Ihnen das Mietverhältnis bei mehr als 2 vollen Mieten Rückstand fristlos, hilfseise fristgerecht kündigen. Sind Sie bei Ablauf der Kümdigungfrist noch nicht raus, dann kann er einen Räumungstitel gegen Sie erwirken und Sie durch den Gerichtsvollzieher aus der Wohnung samt Ihrem Hab und Gut enfernen lassen. Die Kosten für ein solches Verfahren muß er vorlegen und Sie schulden ihm dann diese Summe neben der noch geschuldeten Miete.

Ja, er kann kündigen wenn 2 Monatsmieten nicht bezahlt wurden oder die Mietschulden inzwischen diesen Betrag anzeigen.

Wende dich an das Amt "Wohnen und Soziales" in deiner Stadt. Die Helfen dir schnell und unbürokratisch! Sie bezahlen für dich die Mietschulden an deinen Vermieter! Musst es ihnen natürlich wieder zurückzahlen wenn du finanziell wieder in der Lage dazu bist..Ansonsten kann er dir natürlich kündigen!

Bei 3 Monatsmieten Rückstand hat der Vermieter grundsätzlich das Recht zur fristlosen Kündigung (§ 543 Abs.2 S.1 Nr.3a BGB).

Diese Kündigung kann allerdings dadurch abgewendet werden, dass der Vermieter spätestens bis zum Ablauf von zwei Monaten nach dem eine Räumungsklage dir zugestellt wurde, hinsichtlich des fälligen Mietrückstandes befriedigt wird oder sich eine öffentliche Stelle zur Befriedigung verpflichtet hat (§ 569 Abs.3 Nr.2 BGB).

Zur Verhinderung von Obdachtlosigkeiten, besteht in den meisten Gemeinden die Möglichkeit, dass das Sozialamt Mietschulden in der Regel auf Darlehensbasis übernimmt. Du solltest also wegen dieser Mietschulden umgehend zum Sozialamt gehen und einen entsprechenden Antrag stellen. Diese Mietschulden wirst du allerdings in angemessenen Raten an das Sozialamt zurück zahlen müssen.

Die Antwort ist leider falsch. Richtig: Bei 2 fehlenden Monatsmieten kann bereits gekündigt werden.

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@Padri

Im Grunde genommen hast du Recht, dass schon 2 MM Rückstand ausreichend sind für eine fristlose Kündigung.
Ich bin in meiner Antwort aber auf die Frage des Fragstellers eingegangen, da sich der Fragesteller ja tatsächlich schon mit 3 MM im Rückstand befindet.

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Hallo,

Unbedingt!!!! Sprich mit dem Vermieter, er ist auch ein Mensch. Er braucht das Geld! Aber bitte um eine vernünftige Lösung z. Bsp. Ratenzahlung. Klar mit 50 Euro, wäre jeder Vorschlag eine Frechheit. Mach ein vernünftiges Angebot. Erkläre deine Situation. Es gibt immer eine Lösung. Ich weiß wovon ich Rede. Falls es zu einer Ratenzahlung kommt, richte einen Dauerauftrag ein. Das macht einen guten Eindruck, wenn die Rate pünktlich kommt.

Der Vermieter hat doch laut Angabe schon eine Ratenzahlung vorgeschlagen, die der Mieter aber nicht zahlen kann/will.

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So einfach geht das nicht! Nur mit einer Räumungsklage kann er dich endgültig aus der Wohnung verbannen (es lebe die Bürokratie)! In Deutschland kann sowas mehrere Monate dauern und ist sehr kostspielig! Deshalb lassen es die meisten Vermieter nicht darauf ankommen. Solange du ihm entgegenkommst und mit ihm eine Ratenzahlung vereinbarst, die du auch begleichen kannst, sollte er zufrieden sein, solange die laufenden Kosten gedeckt sind! Alles Gute...

Hui, ich bin beeindruckt. Erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten. Natürlich bin ich gewillt meine Aussenstände zu begleichen aber ein Batrag von 210,- ist im Moment nicht realisierbar. Ab November beginne ich eine Umschulung und ab dann wäre es kein Problem. Nur davon will er nix hören.

Dann schlage ihm bis November eine kleinere Tilgungsrate vor und ab November dann mehr. Für die Zukunft vielleicht an eine kleinere, bezahlbarere Wohnung denken.

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Der Vermieter kann nach einem Mietrückstand von mindestens zwei Monatsmieten das Mietverhältnis fristlos kündigen

oder auch direkt eine Räumungsklage wegen Mietrückstand einmleiten lassen.

Zudem kann der VM wegen des Rückstandes - oder muss - Zahlungsklage erheben.

Bei dem geringen Einkommen werden 250 € Ratenzahlung unangemessen sein.

Nur muss der VM überzeugt werden können, dass in der Zukunft keine weiteren Mietausfälle folgen und raten - ich würde hier mindestens 100 € empfehlen - auch wirklich laufend und ohne Unterbrechung gezahlt werden.

Ob diese Totaleinstellung der Leistungen, die letztlich bis hin zum Wohnungsverlust und der Abdachlosigkeit führen überhaupt so zulässig gewesen ist, müsste man prüfen oder zumindest den Grund der Entlassung kennen.

Ich erlebe es leider oft in der Praxis, dass all jene, die noch nie gearbeitet haben und auch nicht die geringste Lust auf Arbeit verspüren, bei den Ämtern alles bekommen, während jemand, der unverschuldet oder verschuldet arbeitslos wurde, schikanös behandelt wird.

Zu oft sitzen SachbearbeiterInnen da, die vom Leben keine Ahnung haben, weil sie kaum volljährig auf die Menschheit losgelassen werden.

Junge Sachbearbeiter ersparen den Behörden Geld.

Menschenwürde ist im Gesetz nicht vorgesehen.

Hallo @wunhtx,
eine direkte Erhebung der Räumungsklage ohne vorausgegangenen schriftlicher fristlosen Kündigung ist nicht möglich. Das Vorliegen einer wirksamen schriftlichen Kündigung ist eine Voraussetzung der Begründetheit einer Räumungsklage.

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@InfoDieter

Irrtum, aber das liegt bei mir, da ich einfach Kenntnisse unterstellt haben, wie es läuft. Es geht also hier darum, dass in der Räumungsklage die fristlose Kündigung ausgesprochen wird.

Bei Einreichung der Räumungsklage wird gleichzeitig das Mietverhältnis fristlos gekündigt und das Gericht wird hingewiesen, dass nicht zu erwarten ist, dass der Mieter auszieht und der fristlosen Kündigung nachkommt.

Ausserdem muss natürlich auch die Fortsetzung des Mietverhältnisses ausgeschlossen werden.

Allerdings - in dem Fall - wenn der Mieter eine auch für den VM zumutbare Ratenzahlung leistet, stellt sich das Problem ja nicht.

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Ja, das kann er! Und mit Recht: eine Wohnung wird nämlich gegen einen vereinbarten Preis zur Verfügzung gestellt. Wird dieser nicht mehr beglichen, so erlischt selbstverständlich auch der Anspruch auf die Gegenleistung. Das wäre ja genauso, als wenn ich von meinem Auto verlangte, gefälligst ohne Sprit weiterzufahren - nur weil ich eben mal grad kein Geld für's Tanken übrig habe. Ach ja - und diese Kündigung wäre dann sogar hier fristlos möglich; d.h. nur unter Einhaltung einer so genannten Ziehzeit (Zeit zum Bestellen eines Umzugstransportes). Allein wenn Kinder im Haushalt leben zahlt regelmäßig das Jugendamt vor Ort der Wohnungsräumung ausstehende Mietschulden (allein aber der Kinder wegen, due unschuldig an der Misere sind).

Hier, wenn überhaupt, hilft nur ein sog. Überbrückungsdarlehen. Ein solches "Können" die ARGE, das Jobcenter oder die Sozialämter vergeben. Die Betonung liegt auf KÖNNEN; denn die Situation ist selbstverschuldet.

Während dem Bezug von ALG II ist eine Kündigung durch verspätete Zahlungen nicht möglich. Aber es ist ja nicht verspätet, sondern nicht bezahlt. Zudem hast Du durch die Sperre gar keinen Anspruch auf ALG II gehabt und damit darf der Vermieter Dir kündigen.

Du kannst aber ein Darlehen bei der ARGE beantragen um die Mietschuld zu bezahlen.

Ja, sieht wohl so aus. Du benutzt, um es einmal ganz wertfrei zu sagen, eine Sache und Eigentum eines Anderen, den du dafür nicht bezahlst. So traurig es ist, aber der Vermieter hat das Recht auf sein Geld. Und wenn ein Mieter diese Bringschuld nicht erbringt, dann .....! Er ist dir doch schon entgegengekommen, was er eigentlich auch nicht bräuchte.

Warum ist es denn traurig wenn ein Vermieter Recht auf sein Geld hat?

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yes, he can.

bei einem mietrückstand von 2 monatsmieten oder unpünktlicher zahlung von mindestens 6 monaten kann er fristlos kündigen.

deine sperre ist ja wohl selbst verschuldet und dies ist eine der konsequenzen.

geh zum argeamt und trag den fall vor. damit du nicht auf der strasse sitzt, müsste dir das amt (früher sozialamt) umzugskosten bezahlen. und die können höher sein. wenn du das weisst, hast du gleich den richtigen hebel für deine verhandlungen dort. mach es gleich morgen. zeit hast du ja...

ansonsten kratzfüsschen machen und um kleinere raten bitten. der mensch ist eh schon entgegenkommend.

du kannst versuchen dich mit dem Mieter auf eine geringere Rate zu einigen z.B. 100 Euro. Wenn ihr euch nicht einigt kann er dir fristgerecht kündigen.

mir wurde sogar vom anwalt gasagt , das es besser sei , die möbel auf die strasse zu stellen und die schlösser auszutauschen , als das ich den mist mit einem meiner mieter noch länger mitmache . und er hatte recht . die strafe wegen hausfriedensbruch usw usw kam auf knapp 2000 euro. leider hatte der mieter auch schon 3000 euro schulden , ABER wir sind ihn los .....

Ich finde Deinen Vermieter sehr entgegenkommend. Er könnte Dir nämlich nach dem Ausbleiben von zwei Monatsmieten fristlos kündigen. (Auf die Straße setzen kann er Dich dann erst mit einem Räumungsbeschluß. Das würde noch etwas dauern, kostet Dich aber zusätzlich Geld.)

Du solltest Dich also bemühen, die Mietschulden in akzeptabler Zeit loszuwerden.

Wende Dich ans Arbeitsamt (evtl. stehen Dir noch ergänzende Leistungen zu) und/oder eine Schuldnerberatung, damit Du das in den Griff bekommen kannst!

bei 3 ausstehenden Mietzahlungen kann er Dir fristlos kündigen. Wenn Du beim Arbeitsamt gesperrt warst, hatte das sicher einen Grund. Insgesamt kann ich Dir nur als Rat für Deine Zukunft mit auf den Weg geben: nimm Deine Verpflichtungen etwas ernster. Wenn Du großes Glück hast, findest Du jemanden - vielleicht ein Familienmitglied - der Dir das Geld für die Mietschulden leiht.

bei zwei ausstehenden Mietzahlungen ist die fristlose Kündigung möglich

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Ich wurde im Krankenschein fristlos gekündigt. Bin dann vor´s AG und hab natürlich gewonnen. Hab mich selbstverständlich vorher Arbeitssuchend gemeldet. Mir wurde dann gesagt, dass ich erst kommen soll wenn ich das Protokoll vom AG hab. Als ich dann das Protokoll hatte hatte bin ich dann wieder hin und hab mich wieder gemeldet. Doch dann sagte die "KUNDENBETREUERIN" dass ich mich zu spät gemeldet hätte. Ihr war es egal, was ihre Kollegin zu mir gesagt hatte. Daher die Sperrung. Ich denke nicht, dass es an der Wahrnehmung, der Wichtigkeit meiner Prioritäten oder Verpflichtungen liegt.

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@Ungel80

Woran es liegt, spielt für den Vermieter ja nur nachrangig eine Rolle. Er hat einen Anspruch auf sein Geld. Und da kann ich noch mal betonen, daß er sich eigentlich entgegenkommend verhält. Setz Dich mit ihm zusammen und besprich Deine Lage - und wie er trotzdem an sein Geld kommen kann. Wenn er bislang freundlich war, ist er es sicherlich morgen auch noch.

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wenn du in einem gewissen zeitraum nicht in der lage bist deine mietschulden zu tilgen darf er das durchaus

würde schnell zu wohnungsamt gehen und mir wohngeld beantragen.

Nein, so einfach darf er das nicht. Es muss eine neue Wohnung da sein, sonst verstösst er gegen das Grundgesetz. Im Grundgesetz steht "Die Würde des Menschen ist unantastbar".

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