Kann man wegen Ruhestörung aus der Wohnung geschmissen werden?

12 Antworten

Führe ein Lärmprotokoll und mindere die Miete (hier aber am besten beraten lassen und nicht zuviel mindern, denn ansonsten riskiert ihr ebenfalls die Kündigung eurer Wohnung). Den Vermieter müsst ihr natürlich über den Grund der Mietminderung unterrichten. So etwas wirkt manchmal besser als ständige Beschwerden. Ansonsten würde ich jedes Mal die Polizei rufen. Evtl. bekommt euer Nachbar dann eine Geldstrafe oder die Anlage wird beschlagnahmt.

Natürlich kann der Vermieter jemandem, der ständig den Hausfrieden stört, nach mehreren vergeblichen Abmahnungen kündigen. Es kommt aber darauf an, ob er auch willens ist, denn solange die Miete pünktlich kommt, hat mancher Vermieter daran kein Interesse. Mit einer Mietminderung baut ihr somit etwas Druck auf. Ihr müsst den Grund dafür aber ggf. auch beweisen, also: Lärmprotokolle anfertigen und evtl. mal eine Nacht lang alles aufnehmen.

Immer wieder bei der Hausverwaltung beschweren, denn er verstößt hier hartnäckig und wiederholt gegen die Hausordnung. Wenn ihr außerdem regelmäßig die Polizei verständigt, wenn es nach 22 Uhr laut ist, werden die zumindest irgendwann die Musikanlage konfiszieren. So einen Fall hat mein Verlobter im Haus auch mal gehabt. Die Polizei hat die Anlage seinerzeit mehrfach mitgenommen. Hier waren es übrigens Studenten, somit solch ein Lärm nicht immer nur von arbeitslosen Mietern ausgeht.

Er riskiert auf jeden Fall die Kündigung der Wohnung, wenn es mehrfach, ich glaube zwei bis dreimal zu Abmahnungen kommt. Und Ihr habt, um die Sache zu beschleunigen auf jeden Fall die Möglichkeit, die Miete zu mindern, erkundigt Euch nur vorher beim Mieterschutzbund oder einem Anwalt, in welcher Höhe das erlaubt ist in einem solchen Fall. Und den Vermieter oder die Hausverwaltung in jedem Fall vorher schriftlich über die Minderungsabsicht unterrichten.

Ein Kündigungsgrund ist diese Störung des Hausfriedens in jedem Fall, aber häufig ist es auch sinnvoll die Polizei zu rufen, denn die hat bei nächtlichen Ruhestörungen einzugreifen. Und häufig bringen ein paar Beamte vor der Tür mehr als ein beherztes Gespräch unter Nachbarn oder eine Abmahnung vom Vermieter.

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