kann man Starkstromanschlüsse einfach wieder zum normalen Strom umstecken?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Bist du dir sicher, dass es ein Elektroboiler (also mit Wasserspeicher) ist und kein elektrischer Durchlauferhitzer? Letztere brauchen nämlich viel Leistung, da das Warmwasser genau dann erzeugt wird wenn es verbraucht wird.

Ja, im Prinzip ist es möglich ein 220v Gerät an eine Phase anzuschließen (ich geh mal von 400V Drehstrom aus). Das muss aber auf jeden Fall ein Elektriker machen. Der wird allerdings vermutlich dazu raten von dem bestehenden 220V Stromkreis einen neuen Abzweig zu dem neuen Boiler zu setzen.

Was stört dich an Starkstrom? Ich würde es lassen wie es ist, oder wenn das Gerät defekt / zu alt ist es durch ein entsprechendes ersetzen.

ein durchlauferhitzer ist es nicht, das ding könnte einen erschlagen so groß ist es ^^ die vorbesitzer hatten eine stromrechnung wie eine kleine gaststätte, deswegen ging ich davon aus, das starkstrom auch teuer im verbrauch ist. aber wie gesagt ich kenn mich da nicht aus und frag deswegen nach.

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@Manticore2

Okay, wenn da tatsächlich ein elektrischer Boiler hängt, dann würde ich dir einen Tausch gegen einen elektrischen Durchlauferhitzer raten. Die erreichen heutzutage eine Energieeffizienz von annähernd 100%. Die laufen auch mit einem Starkstromanschluss, verbrauchen aber insbesondere nur dann Strom wenn man den Wasserhahn aufdreht.

Starkstrom ist nicht teuer wie normaler Strom. Man kann zwar Geld sparen indem man zu wenig Leistung bereit stellt um das Wasser zu erwärmen, dann duscht man aber kalt. Setz diesbezüglich lieber einem wassersparenden Duschkopf ein. Lieber mit halb so viel Wasser duschen als mit der halben Temperatur.

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Seit 1987 sind es 230V~ (+/-10% seit 2009)

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Es ist völlig normal das ein Elektroboiler einen "Starkstromanschluss", vielmehr Drehstromanschluss hat. So ein Boiler hat eine ziemlich hohe Leistung, meist 21 kW. Beim Drehstromanschluss bedeutet dies einen Strom von 18A auf allen 3 Außenleitern. Das ist nicht besonders ungewöhnlich. Würde man ihn nur einphasig betreiben würden 91 A auf einem Außenleiter fließen. Dies ist ein ziemlich ungünstiger Betriebszustand im Stromnetz. Auch müsste die Leitung deutlich stärker ausfallen als sie es im Moment tun. Deine jetzige Leitung hat 5x 2,5mm² und ist etwa daumendick. Würdest du den Boiler einphasig betreiben wollen würdest du eine Leitung mit 3x 16mm² benötigen die etwa so dick wie ein Unterarm eines Kindes wäre.

Das ist überhaupt nicht untypisch. Ein "normaler" Anschluss mit Haushaltsstrom hat 230V~ und ist i.d.R. mit 16A abgesichert. Das macht dann max. 3680W. Ein "normaler" Durchlauferhitzer hat aber meistens schon 18, 21 oder 24 kW - also ein vielfaches. Ich glaube nicht, Dass Dir zum Duschen, Baden etc. ein einfaches Untertischgerät, wie es z.B. in der Küche verwendet wird, ausreicht. Allerdings: Wenn es wirklich ein Boiler ist (also ein Gerät mit Wasservorrat), dann ist es energieeffizienter, diesen gegen eine guten Durchlauferhitzer zu tauschen. Dieser heizt nur das Wasser auf, das wirklich gerade benötigt wird.

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