kann man sich todlachen?

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Nein. der Körper schaltet zuvor in standby (bewusstlos) bevor es so weit kommen kann.

...na ja klingt wissenschaftlich,

aber das Mittelalter s.u. weiss was ganz anderes zu berichten.

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Nein", sagt der Lachforscher und Humanbiologe Professor Carsten Niemitz von der Freien Universität Berlin. "Man kann zwar beim Lachen genauso sterben wie beim Zähneputzen, die Ursache für den Tod ist das aber nicht." Ist es möglich, sich im wahrsten Sinne des Wortes totzulachen? Haltloses Lachen kann sich zu einem Krampf hochschaukeln, zu Atemnot und Seitenstechen führen. Vor allem Kinder können sich in Gelächter so hineinsteigern, dass sie kaum mehr aufhören können. Auch ersticken könne man nicht an einem Lachanfall. „Wenn man keine Luft mehr bekommt, wird sofort ein Schutzmechanismus im Gehirn aktiviert, der dem Körper befiehlt, zu atmen“, sagt der Humanbiologe. Die Gefahr, sich zu verschlucken, sei ebenso gering, denn beim Lachen atme man eher aus als ein. „Wenn man sich erschreckt, wird dagegen plötzlich Luft eingesogen, da ist diese Gefahr viel größer“, fügt er hinzu.

Lange andauerndes Kitzeln kann für Menschen so unerträglich sein, dass es als Foltermethode zu bezeichnen ist. Zum Kitzelreiz selbst kommen nach längerer Zeit durch das Lachen und Bewegungsreflexe verursachte Lungen- und Muskelschmerzen. Kitzeln als Folter überlebte bis ins Mittelalter und die Zeit des kolonialen Amerika, allerdings im Wesentlichen zur öffentlichen Demütigung. Der „Stock“ war eine spezielle Form des Prangers, die entworfen wurde, um die nackten Füße des Opfers zu fixieren, damit Passanten die Fußsohlen kitzeln konnten. Im Dreißigjährigen Krieg wurde von Söldnern und Marodeuren in der Absicht, Nahrungsmittel, Geld oder andere Sachwerte von der Zivilbevölkerung zu erpressen, angeblich Kitzelfolter in Form von Ziegenlecken eingesetzt. Dabei wurden die Fußsohlen des Opfers mit Salz eingerieben, das eine Ziege dann begann abzulecken. Bei langer Fortdauer dieser Folterung kam es vor, dass durch die raue Zunge der Ziege und das Salz die Haut allmählich abgetragen und in der Folge das Salz auf die Wunde gestreut wurde. Die Folter konnte also nach Belieben verstärkt werden.

Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen beschreibt in seinem Roman Der abenteuerliche Simplicissimus sowohl die Foltermethode des Schwedentrunks als auch die des hier so genannten Ziegenleckens. Simplicius, der Held des Romans berichtet, wie Soldaten den elterlichen Hof überfallen und seinen Vater foltern:

"Sie banden ihn, dass er weder Händ noch Füß regen konnte, und rieben seine Fußsohlen mit angefeuchtem Salz, welches ihm unser alte Geiß wieder ablecken und dadurch also kitzeln musste, dass er vor Lachen hätte zerbersten mögen; das kam so artlich, daß ich Gesellschaft halber, oder weil ichs nicht besser verstund, von Herzen mitlachen mußte. In solchem Gelächter bekannte er seine Schuldigkeit, und öffnet' den verborgenen Schatz, welcher von Gold, Perlen und Kleinodien viel reicher war, als man hinter Bauren hätte suchen mögen."

Außer bei Grimmelshausen ist diese Foltermethode, im Unterschied zu dem von ihm ebenfalls beschriebenen Schwedentrunk, nicht sicher bezeugt, sondern könnte auch seiner Phantasie entsprungen sein. Es gibt jedoch im Mittelalterlichen Kriminalmuseum Rothenburg ein Bild zur Darstellung von Ehrenstrafen, was in einem Detail der Geschichte ähnelt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kitzeln#Folter

Ich könnte mir vorstellen, dass man sich totlachen kann, wenn man lange genug gekitzelt wird.

man kann sich so totlachen wie man sich selbst erwürgen kann

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