Kann man ohne einer Finanzierungsbestätigung an einer Zwangsversteigerung teilnehmen?

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10 Antworten

Teilnehmen kannst du immer. Bieten prinzipiell auch, jedoch wird sogut wie immer anschließend Sicherheit verlangt. Kannst du diese Sicherheitsleistung von in der Regel 10% nicht erbringen, wird das Gebot zurückgewiesen. Wenn du das Geld bar hast, dann kannst du es rechtzeitig vor dem Termin auf das Konto der Gerichtskasse einzahlen. Zum Termin nimmst du dann den Beleg mit.

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Bitte nicht die Sicherheitsleistung mit dem möglichen Kaufpreis verwechseln.

Die Sicherheitsleistung (im Regelfall 10 % des Verkehrswertes) dient als Absicherung dafür, dass Bietinteressenten ein tatsächliches Interesse an dem Objekt haben und wenigsten Kosten beglichen werden können.

Weder das Versteigerungsgericht, noch die betreibenden Gläubiger interessiert es jedoch ob der Bieter sich das Objekt tatsächlich leisten kann oder ob die Finanzierung gesichert ist.

Ganz im Gegenteilt. Gibt ein Bieter ein gültiges Gebot ab und erhält den Zuschlag, wird er mit dem Zuschlagsbeschluß Eigentümer des ersteigerten Objektes. Bezahlt er nicht, wird der fehlende Betrag zzgl. Kosten und Zinsen als Zwnagssicherungshypothek erstrangig im Grundbuch eingetragen und die nicht befriedigten Gläubiger beantrage die Wiederversteigerung aus dieser Hypothek.

Somit wird aus dem Ersteigerer ein Vollstreckungsschuldnerschuldner

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Um mitbieten zu können, müssen standardmäßig 10% des
festgesetzten Verkehrswerts als Sicherheit hinterlegt werden (Barangebote wie Schecks von Landeszentralbank / Bundesbank / Bankverrechnungsscheck, Bürgschaft (meist Bankbürgschaft) oder Überweisung vorab an die Gerichtskasse (3 Tage vor Versteigerungstermin)). Theoretisch geht es auch ohne. Da würde ich bei dem Gläubiger nachfragen (geht ziemlich sicher aber nicht).

Siehe auch www.immobilien-einblick.de/versteigerung

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Kommentar von lesterb42
15.01.2016, 14:23

Die 3 Tage stehen zwar in dem von dir angeführten Link. Ich halte diesen Zeitraum aber für zu kurz, weil der gerichtsinterne  Nachweis über den Zahlungseingang dem Zwangsversteigerungsgericht vorliegen muss. Das Geld geht aber bei der Gerichtskasse ein und so schnell sind die nicht.

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Mit dem Bundesbankscheck kennen sich nicht alle Banken aus. Das einfachste ist, du überweist die 10.400 € rechtzeitig (10 Tage) vor dem Termin an die zuständige Gerichtskasse. Solltest du nicht Meistbietender bleiben, erhälst du den Betrag zurück.


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Einen Bundesbankscheck kann jede Bank ausstellen. Dieser darf aber nicht älter als 14 Tage sein, wenn ich mich nicht irre. eine unbefristete und unbedingte Bürgschaft der Bank geht auch. Oder du zahlst es beim Amtsgericht bar ein. Nachteil ist, dass du das Geld nach der Versteigerung wieder beantragen musst (wenn du nicht ersteigert hast). Es wird nicht einfach zurück gezahlt ohne Aufforderung.

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Sie brauchen eine betätigten LZB-Schek oder die Bürgschft einer Bank in Höhe der 10 %-igen Garantie. Selbstverständlich können Sie die Garantieleistung rechtzeitig vor dem Termin auf das Konto des Amtsgerichtes einzahlen; damit gilt die Garatie ebenfalls als erbracht.

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Du brauchst einen bankbestätigten Scheck über 10% des Schätzwertes. In deinem Falle also über € 10.400,00 . Bargeld geht nicht. Eine Bürgschaft ist nicht notwendig.

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Kommentar von Skibomor
15.01.2016, 11:23

Dann sollte es also gehen mit einem Scheck einer Fremdbank? Allerdings müsste er wegen Geldwäschegesetz die Herkunft des Geldes nachweisen.

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Am einfachsten Sie überweisen die 10% des gerichtlichen Gutachtens Verkehrswert an die Justizkasse damit Sie mitbieten können.Jedoch sollten Sie vorher eine Finanzierungsbestätigung besorgen.

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Dann gib das Bargeld einer Person Deines Vertrauens und die soll Dir einen Scheck dafür ausstellen - wenn das nicht geht, versuche es doch bei einer anderen Bank (Scheck gegen Bargeld)

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Kommentar von LuciLiu
15.01.2016, 11:51

Das geht nicht. Es muss ein Bundesbankscheck sein.

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