Kann jemand mir Matthäus 10/34-37 erklären?

B1 - (Familie, Christentum, katholisch)

12 Antworten

Ich erkäre es mir wie folgt.

Zunächst muss einfach mal klargestellt werden dass man unter Schwert im biblischen Sinne nicht ein martialisches Werkzeug versteht sondern vielmehr sollte man zumindest das Rüstzeug Gottes (Einfach mal googlen) kennen!

Das Schwert ist das Wort! (und kein Hieb -und Stichinstrument)

Also ist er nicht gekommen um abzunicken sondern um auf Missstände hinzuweisen. Ist ihm meiner Meinung nach auch gut gelungen.

Jesus soll gesagt haben dass man seinen Nächsten lieben soll, wie sich selbst!


"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das höchste und größte Gebot." Das andere aber ist dem gleich: "Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst." In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

(Bibelstelle darf man sich selbst raussuchen)

Wenn man also irgendjemanden MEHR liebt als andere, dann macht man im christlichen Sinne schonmal was falsch. Das man sie übrigens "hassen" soll, wie gern aus Theismus-Gegner-Sicht unterstellt wird, erschliesst sich mir hier nicht.

Spekulation meinerseits ist dass Jesus wollte dass wir uns alle gleichermaßen lieben und nicht, sei es Mutter und Vater, mehr als andere! Dass das keine leichte Aufgabe ist, ist mir klar! Aber wir sprechen hier immerhin von Jesus, der alle Menschen gleichermaßen liebt!


Die Suggestion dass diese Passage Mord und Totschlag und Hass propagiert schmeisse ich hiermit dezent vom Tisch!

Problem: Ich bin zwar katholisch und irgendwie auch christlich geblieben, nur stelle ich mich auch gern mal auf die Seite Dawkins und weiss eben nunmal dass es durchaus Mitmenschen gibt die diese Passage anders auslegen als ich und durchaus eine legitimierung von "Greueltaten" (ich nenn es mal so) ansehen!

Ein echtes Problem, denn was nicht klar und deutlich ist, kann und wird von uns Menschen so gedeutet wie es einem in den Kram passt!


Und wie immer gilt: Das ist nur meine persönliche Meinung und ich bin durchaus kritikfähig und weiss dass auch ich mich irren kann! Ich möchte in den Denkweisen lediglich Kontraste schaffen! Also seht mir meine Wortwahl nach. Danke :)

Im Walvoord-Bibelkommentar findet sich zu Matthäus 10,34-39:

"Jesus sagte, er sei diesmal nicht gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen, sondern das Schwert, das entzweit und trennt. Eine Folge seines Kommens werde sein, dass sich Kinder gegen ihre Eltern auflehnen und seine eigenen Hausgenossen des Menschen Feinde sein werden. Zu dieser Situation kommt es, weil manche Anhänger Christi von ihren übrigen Verwandten geradezu gehaßt werden. Das war der Preis, den die Jünger unter Umständen für die Nachfolge zahlen mussten, denn die Liebe zur Familie darf niemals größer sein als die Liebe zum Herrn (V. 37).

Ein wahrer Jünger muss sein Kreuz auf sich nehmen und Jesus folgen (vgl. Mt 16,24). Er muss bereit sein, nicht nur den Hass seiner Familie, sondern auch den Tod zu ertragen, wie ein Verbrecher der damaligen Zeit, der sein Kreuz zu seiner eigenen Hinrichtung schleppen mußte. In der Zeit der Entstehung des Neuen Testaments war die Tatsache, daß ein Verbrecher sein Kreuz selbst zum Hinrichtungsort trug, außerdem ein Zeichen dafür, daß er stillschweigend die Rechtmäßigkeit des Urteils, das das römische Reich über ihn gefällt hatte, anerkannte. In ähnlicher Weise brachten auch Jesu Nachfolger zum Ausdruck, dass sie ihr Leben Jesus übergeben hatten. Doch wer so sein Leben aufgibt, wird es zurückerhalten."

😎 - der jenige der das geschrieben hat war ein Schitzofrenieker, Liebe, Hass, Schwert, Selbstmord, Menschenopfer, Teufel, u.s.w.

- das hat mit dem gesundem Menschenverstand nichts zu tun

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Wenn man bedenkt, dass diejenigen, die zur Zeit Jesu lebten und ihm nachfolgten, alles andere als ein friedliches und eind einfach glückliches Leben hatten, dann trifft es genau auf diese zu, denn einerseits wurde ihr Land durch das römische Reich besetzt und gerade einmal das Judentum toleriert, nicht aber Unruhen, etwa durch neue religiöse Strömungen, und andererseits wollten auch die jüdisvhen Geistlichen Jesus und seine Anhänger loswerden, da sie ihre Macht über das jüdische Volk durch seine Lehren bedroht sahen. Dass selbst Petrus seine Zugehörigkeit zu Jesus dreimal leugnete, macht deutlich, dass nicht nur Jesus, sondern auch seine Anhänger verfolgt wurden. Ebenso zeigt dies auch die Geschichte des Saulus auf, der die Jünger Jesu verfolgte, in Folge eines Erlebnisses während einer Reise, als ihm Jesus erschien, selbst zu einem Jünger Jesu wurde und sich daraufhin Paulus nannte.

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