Kann ich mein Pferd im Urlaub eine Woche allein stehen lassen (Koppel, Offenstall,regelmäßige Versorgung/Beschäftigung)?

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2 Antworten

Ideal ist es nicht, aber Du wirst ja auch nicht wohin fahren, wo gar kein anderes Pferd ist, oder? Da meiner in Herdenhaltung lebt, ist für mich absolute Voraussetung für's länger Wegfahren, dass mindestens ein Herdenkollege mitkommt und dass sie nicht in Boxen stehen müssen im Urlaubsquartier. Ich mag ja nicht, dass mein Pferd im Urlaub steifer ist als zuhause oder fürchterlich angefressen und keine Lust auf reiten o.ä. hat. Das würde die Qualität des Urlaubs doch deutlich mindern.

Die "verkratzten" sind normal nicht die rangniedrigen, denn die geben einfach Ruhe. Verkratzt sind die, die ranghoch sein wollen, aber einfach nicht die Ruhe und Gelassenheit haben, es "geschehen zu lassen", denn ein Pferd, das wirklich als Leittier von der Herde geschätzt wird, muss gar nichts tun. Es strahlt einfach so viel Ruhe und Sicherheit aus, dass sich die anderen ihm anschließen. Aber das ist ja grade auch nicht Thema. Mal abgesehen davon, dass er bei seiner Rückkehr gleich wieder Angst haben wird, die anderen haben seine Bewerbung vergessen und er muss sie sich wieder erraufen ... Wallache sind aber auch relativ verspielt: Aber nur, wenn sie gesund sind. Kranke stehen in der Ecke, haben nie Kratzer, aber es geht ihnen nicht gut. Gesunde spielen auch mal so, dass sie die ein oder andere Schramme haben. Wenn ich Kratzer entdecke, weiß ich, dass es meinem Pferd grade gut geht, ich kenn sie gut genug, um zu wissen, dass das vom Spiel kommt.

Bei der Fahrt würde ich keinesfalls Leckerli geben: Das Pferd musst STEHEN am Hänger, es kann sich nicht einfach vermehrt bewegen, wen der Bauch vom Zucker zwickt. Heu sollte die ganze Fahrt über zur Verfügung stehen, also hat es zu fressen. In freier Wildbahn reicht es Pferden, einmal am Tag eine Art von Wasserstelle zu erreichen, aus der sie trinken können. Wer auf die Idee gekommen ist, ein Pferd braucht ständig Wasser, hat seine Natur leider vergessen. Je seltener Dein Pferd durch Öffnen der Türen die Hoffnung schöpft, die Fahrt könnte vorbei sein, desto leichter wird es ihm fallen. Das heißt, wenn es nicht extrem heiß ist, würde ich maximal eine Tränkpause machen. Aussteigen würde ich das Pferd dann lassen, wenn es die Möglichkeit gibt, dass Du ein Paddock mietest, auf dem er mal richtig laufen kann, auch um die Steifigkeit vom Stehen raus zu bocken. Ein paar Meter spazieren gehen, lockern nicht genug, dann lieber die Strecke hinter sich bringen und danach wieder laufen lassen.

Ich fahre zu einem Ferienhaus, wo sich sich auf dem Grundstück eine private Koppel, ein eigener Offensten und ein Roundpen befinden. Also davon, dass da auch andere Pferde stehen, wird nichs geschrieben. Es sieht aber alles sehr groß aus, also wär es eigentlich denkbar, dass da auch andere Pferde sind (vielleicht vom Vermieter).

Also lieber zwischendurch wenige Pausen machen und keine Leckerlies geben :-) Vielen Dank für deine Antwort

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@mvpferd99

Wer sowas anbietet, muss es oft gebucht bekommen, sonst rechnet sich das nicht. Stell Dir vor, ein einzelnes Pferd hin und wieder muss die Kosten dafür tragen ... dann wäre der Aufenthalt für Dein Pferd unbezahlbar. Und ohne mit dem Vermieter über sowas gesprochen zu haben, würde ich eh nicht buchen. Du musst ja auch nach Fütterung und vielem mehr fragen.

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Natürlich geht das. Wanderreitpferde müssen das auch, Arbeitspferde ebenfalls.

Wanderreitpferde sind selten alleine unterwegs, vor allem nicht im Quartier, denn man reitet Stationen an, wo andere Pferde sind, selbst wenn man alleine reitet, was aber die wenigsten tun. Arbeitspferde sind auch nicht in ihrer Freizeit alleine. Nach der Arbeit kommen sie heim und sind mit ihren Herdenkollegen zusammen.

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@Baroque

Kennst Du den Blog verwandert.de? Sarah ist mit ihrem Pony meist alleine bzw. mit Hund und Freund unterwegs und übernachtet nicht so oft in offiziellen Wanderreitstationen. Wenn sie nicht mit dem Pony unterwegs ist, hat es natürlich Pferdegesellschaft, aber das ist bei der Fragestellerin ja auch so.

Es gibt durchaus Wanderreiter, die alleine mit ihrem Pferd unterwegs sind und nicht auf Pferdehöfen übernachten. Manche haben so schon halb Europa durchquert. Und ein Pferd wird keinen seelischen Schaden nehmen, wenn es eine Woche lang mal kein anderes Pferd sieht....

Früher hatte übrigens nicht jeder, der zur Arbeit ein Pferd brauchte, deswegen gleich mehrere Pferde. Gerade Mittelständler (mein Urgroßvater war Fleischer) besaßen oft nur ein Pferd. Ideal war das nicht, aber welches Menschenleben ist ideal?

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