Kann ich ein Waldpilzmycel in einen ähnlichen Lebensraum umsetzen?

4 Antworten

das hat bisher nur zufällig geklappt - meines wissens wurde der steinpilz mit setzlingen verschiedener nadelbäume nach australien eingeschleppt.

aber versuche, steinpilze zu kultivieren, sind gescheitert- und ausrupfen und wo anders einpflanzen ist ja das erste, was einem so einfällt. es ist dabei zu bedenken: das größte lebewesen auf dem planeten ist ein pilz- er streckt sich über 1200 fussballfelder. nun wird man wahrscheinlich nicht alles davon brauchen, um fruchtkörper zu erzeugen. aber vielleicht doch recht viel- bei manchen pilzen zumindest (ist meine theorie).

es gibt ja noch weitere wege, pilze zu ziehen- man kann sporen gewinnen und man kann bestimmte pilze auch durch teile des hut-inneren zum wachsen bringen. aber das klappt nicht bei jedem pilz.

bei manchen pilzen scheint es mit den symbionten, die sie benötigen, hoch-kompliziert zu sein.

Ich will doch gar nicht den Steini kultivieren :-(

Mir geht's um die Marone, die Braunkappe, aber auch um andere Pilze. Das war eine generelle Frage, nicht auf einen bestimmten Pilz bezogen.

Es geht um das Prinzip.

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@marit123456

und der steinpilz war nur ein beispiel, das zeigt: es gibt kein prinzip. bei manchen klappt es, bei anderen nicht.

bei allen pilzen, die momentan nicht gezüchtet werden, kannst du davon ausgehen, dass es erfolglos versucht wurde- das geschäft würde sich keiner durch die lappen gehen lassen.

marone kann man, nach meiner meinung, auch nicht züchten. ausgraben macht schlimmstenfalls den pilz kaputt, so dass da nie wieder was wächst.

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@Schokolinda

Empfindlich sind die Mycelien wohl, das weiß ich durch die Waldläufe. Wo ich früher reichlich gefunden habe, wächst nach dem Holzeinschlag nichts mehr, bzw. es braucht extrem lang.

Im Jahr fünf nach dem Einschlag wächst immer noch nichts an den alten Fundstellen.

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@marit123456

Wenn die Bäume weg sind, verschwinden auch die Mykorrhiza-Partner. Aber auf den Fichtenstümpfen können durchaus gute eßbare Pilze wie der rauchblättrige Schwefelkopf wachsen.

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es ist noch niemanden gelungen Steinpilze zu züchten...auch diese von Dir vorgeschlagene Möglichkeit wurde sicher getestet.

Es gibt bei Pilzen, wie auch bei Menschen Rassen, wahlweise Arten die sich nicht versklaven lassen...

Bei den Menschen waren das Indianer die sich nicht versklaven ließen. dies äußerte sich durch Arbeits- und Vermehrungsverweigerung, sofern diese Menschen in Unfreiheit gerieten, nur aus diesem Grund wurden schwarzafrikanische Sklaven in die neue Welt transportiert.

Es gibt zahlreiche Pilze die sich züchten lassen... noch niemandem ist die Versklavung eines Steinpilzes auch Herrenpilz genannt gelungen...

Nicht nur aus diesem Grund sind Pilze in der Zauberkiste der Schamanen,... Pilze sind echte Persönlichkeiten ..es ist diesbezüglich auch kein Zufall, dass ein Pilz (Hallimasch) das größte Lebewesen darstellt, das bislang von Wissenschaftlern ausgemacht werden konnte...9 Quadratkilometer groß!!!

Du bist nah dran, aber der Steinpilz wäre bei dieser Überlegung nicht mein Ziel, sondern die Marone :-)

Vor einigen Jahren tauchte urplötzlich der Rotfußröhrling auf, warum auch immer. Ich rätsel immer noch, wie er bis zu uns gekommen sein könnte.

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@marit123456

Auch Maronen können nicht versklavt werden, sie kommen freiwillig, wie der Steinpilz , Tintling,, Champignon, Parasol...

Züchten kann man nur Champignon, Austernpilz, glaube auch Maipilz..Maronen und Steinpilze lassen sich nicht versklaven, Psylocibinpilze (Rauschpilze) kann man züchten, Fliegenpilze (Rauschpilze) soweit mir bekannt nicht...

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@marit123456

Der Rotfußröhrling verbindet sich mit mehr unterschiedlichen Bäumen als die Marone, bei uns wächst er z.B. unter Haselbüschen.

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Pilze, die als Substrat "nur" Vollholz, Holzreste oder andere Abfälle brauchen, kann man tatsächlich auf einem passenden Substrat züchte.

Bei Mykorrhiza-Pilzen laufen anscheinend alle erfolgversprechenden Versuche darauf hinaus, einen kleinen Baum zusammen mit einem großen Wurzelballen inklusive dazugehöriger Mycelien zu verpflanzen.

Wenn Klima und Bodenbeschaffenheit genauso sind wie am "Ausgrabungsort" wüsste ich nicht warum das schief gehen sollte.

Zählt auch das Mikroklima? Im Grunde genommen stehen in meinem Garten zwar weniger Fichten und es ist mehr Wiese drumherum, aber unter den Fichten sollte der Boden ja eine ähnliche Beschaffenheit haben. Ansonsten reden wir über einen Transfer über vielleicht 80 Höhenmetern und eine ähnliche Lage zur Sonne hin.

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@marit123456

Wie gesagt, bin kein Experte auf dem Gebiet und Pilze sind sehr empfindlich was ihren Lebensraum angeht. Probiers doch einfach mal aus. Hab bei uns im Garten z.B. die ganzen Tannensprößlinge ausgegraben und woanders wieder eingegraben, die hat das überhaupt nicht gestört, Tannen sind aber auch robuster.

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