Kann Hörensagen zu einer Abmahnung führen?

6 Antworten

Eine Auszubildende soll wohl bei einer Klassenarbeit betrogen haben, in dem Sie einen Zettel in ihrem Buch versteckt haben soll.

Falls das stimmen sollte, wäre das eine Sauerei. Täuschungsversuche sind verboten und führen im Normalfall auch direkt zum Durchfall der Prüfung... vorausgesetzt das man erwischt wird. Das ist dann die Grauzone.

Bewiesen werden konnte es nicht. Der Verdacht beruht allein darauf, dass eine Kollegin hinter der betreffenden Person dies gesehen haben will. Nach der Klausur hat die Kollegin dies den anderen auszubildenden erzählt. Daraufhin sind andere Auszubildende die das gehört haben (aber nicht gesehen), zur Aufsicht gegangen und haben sich beschwert und fordern eine Abmahnung wegen Betruges. Die betroffene Auszubildende streitet alles ab.

Nun ja, die Reaktion der anderen ist wohl nachvollziehbar. Es ist schon ziemlich unfair, wenn man sich durch Klausuren schummelt und sich noch feiern lassen darf, während die anderen hart lernen und arbeiten müssen. Dass die Reaktion da so harsch ausfällt, ist erst mal verständlich. Allerdings basiert aber das alles nur auf Hörensagen und vor allem scheint es nur einen Zeugen zu geben.

Gäbe es mehrere Zeugen, die das bestätigen könnten, könnte der Verdacht schon eher erhärtet werden. Problematisch ist das dann aber auch, wenn es Fälle gibt, in denen sich manche Cliquen gegen eine Person verschwören. Gab es auch schon recht oft, sowas. Also allgemein wird es ziemlich schwer das zu beweisen.

Wenn man der Kollegin wirklich eins auswischen wollte, hätte man wohl direkt während der Klassenarbeit diesen Täuschungsversuch dem Lehrer melden müssen. Dort wäre es sicherlich direkt aufgeflogen.

Es war aber trotzdem zumindest richtig von den anderen Kollegen dies der Aufsicht zu melden. Denn auch wenn es nur Hörensagen ist gilt trotzdem: Wenn es wahr ist, ist es trotzdem noch ein Täuschungsversuch. Zumindest die Aufsicht darüber vorab zu informieren, ist absolut richtig.

Ob darauf natürlich dann eine Konsequenz folgt, das ist, wie ich oben geschrieben habe, nicht eindeutig. Ich denke, dass da wahrscheinlich nichts passieren wird. Sollte also die Kollegin geschummelt haben, ist sie wohl mit einem blauen Auge davon gekommen.

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@hansmerzen
Denn auch wenn es nur Hörensagen ist gilt trotzdem: Wenn es wahr ist, ist es trotzdem noch ein Täuschungsversuch.

Merkst Du nicht selbst, wie unsinnig widersprüchlich dieser Satz ist?!?

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Ich finde die Reaktion von allen etwas überzogen, in dem sich nur auf die Auszubildende eingeschossen wird. Denn meines Wissens nach, habem bis auf 5 Personen selbst betrogen. Einige haben sich in einer größeren Gruppe über die Lösungen unterhalten und andere direkt aus dem Hefter abgeschrieben.

Das Thema Mobbing meinte ich deswegen, weil die Auszubildende zum ersten Mal geschummelt hat und die die sich jetzt aufregen, bei fast jeder Arbeit schummeln.

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Jeder Lehrer und jede Schule handelt anders bei Schummeleien. Von jegedlich paar Punkte Abzügen bishin zum Rausschmiss aus der Schule kann alles dabei sein. Doch bei uns war es so, dass immer der Lehrer in Beweispflicht war und nicht umgekehrt.

Selbst wenn jeder vermutet und auch der Lehrer davon überzeugt ist, dass der Mitschüler geschummelt hat. Wenn man das nicht beweisen kann ist das einfach nur eine Vermutung bzw. Verschwörungstheorie. Entweder erwischt der Lehrer den Schüler sofort während der Klausur/Prüfung oder der Schüler ist so dumm und lässt irgendeinen Beweis nach der Klausur liegen.

Wenn das nicht gegeben ist, dann heißt es im Zweifel für den Angeklagten. Zumindest wars zu meiner Schulzeit immer so.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Nein den sowas kann jeder behaupten außerdem sollen Lehrer grade auf sowas achten.

Eigentlich kann man das verhalten der anderen unter Mobbing sehen.

Eine Abmahnung muss auf Tatsachen beruhen sonst ist sie gerichtlich angreifbar außerdem müsste der Lehrer das erstmal beweisen und eine schlechte note ist kein Grund für eine Abmahnung beim Arbeitgeber.

Nur ein Grund für eine schlechte note in der arbeit wen man erwischt wird. Außerdem, woher weis die/der andere was auf den zettel stand oder wollte da jemand einem was reinwürgen.

Es gibt auch menschen die zettel als Lesezeichen benutzen oder auch mal vergessen den aus das buch zu tun ohne das der zum spicken gedacht war.

Eine Abmahnung kann theoretisch auch wegen einer Fussel auf dem Arm erfolgen, ohne, dass Azubi/Arbeitnehmer etwas dagegen unternehmen können.

Erst, wenn die Abmahnung eine Rechtsfolge wie die Kündigung nach sich ziehen sollte, kann ein etwaiger Beweisantritt vakant werden.

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@EyeQatcher
Eine Abmahnung kann theoretisch auch wegen einer Fussel auf dem Arm erfolgen, ohne, dass Azubi/Arbeitnehmer etwas dagegen unternehmen können.

Das ist schlicht falsch (um nicht gleich von "Unswinn" zu reden)!

Auch eine Abmahnung muss "angemessen" sein und darf sich ohnehin nur auf vertragswidriges Verhalten beziehen

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@EyeQatcher

Man kann gegen jeglich Abmahnung gerichtlich vorgehen vom Arbeitgeber solange sie nicht wahr ist oder nicht wirklich ein Grund vorliegt eine Abmahnung wegen einen Fussel ist lachhaft und würde auch nicht besten bleiben außer zb in der pc Industrie wo man extra steril sein muss.

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Naja nachvollziehbar wäre die Reaktion schon. "Mobbing" in dem Sinne ist das dann nicht direkt, höchstens, dass man sich hier nur auf Hörensagen verlässt statt auf harte Fakten.

Mir würde es auch nicht passen, wenn sich herausstellt, dass jemand bei ner Klausur geschummelt hat und sich damit ne 1 kassiert während alle anderen dann leiden und arbeiten müssen. Problem ist hier nur: Es gibt nur einen Zeugen. Wenn es niemand sonst gesehen hat, wird es schwierig das zu beweisen.

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Ich finde die Reaktion von allen etwas überzogen, in dem sich nur auf die Auszubildende eingeschossen wird. Denn meines Wissens nach, habem bis auf 5 Personen selbst betrogen. Einige haben sich in einer größeren Gruppe über die Lösungen unterhalten und andere direkt aus dem Hefter abgeschrieben.

Das Thema Mobbing meinte ich deswegen, weil die Auszubildende zum ersten Mal geschummelt hat und die die sich jetzt aufregen, bei fast jeder Arbeit schummeln.

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Und was tat die Aufsicht? Befragte sie die verdächtigte Schülerin /Zeugin? Mit welchem Ergebnis?

Dann hat Sie halt bei dem Test gemogelt. Spätestens bei der Abschlussprüfung wird Sie dann dumm schauen, wenn Sie nix weiß. Da kann man nicht Spicken.

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