Kann es nur dann reiche Menschen geben, wenn viele arme existieren, die deren Reichtum erarbeiten?

12 Antworten

Früher war es - denke ich - doch auch so, dass vieles durch Sklavenarbeit produziert wurde. Irgendwelche Mächtigen geben den Auftrag und andere Schuften sich dafür halb zu Tode. Der eine wird da und der andere da hineingeboren... Oft eher eine Glückssache...

Nun wird es schon langsam besser... die Sklaverei ist nicht mehr ganz so deutlich erkennbar wie früher... man hat schon ein paar Rechte mehr in der Tasche...

Wenn wir es in Zukunft schaffen vom Kapitalismus auf Gemeinwohl umzusteigen, kann es noch besser werden....

Mehr Chancengleichheit... leistungsgerechte Entlohnung... keine Freunderlwirtschaft mehr/ kein Vitamin B mehr... mehr Professionalität... ein festgelegtes Mindestgehalt für eine 40-Stunden-Woche und ein Maximalgehalt für eine 40 Stunden-Woche.

Und dann liegt es schon viel mehr in der eigenen Hand. Wenger Fremdbestimmung, mehr Selbstbestimmung.

Im Kapitalismus heißt es oft: "Wenn dir jemand sagt, dass er durch harte Arbeit reich geworden ist, frag ihn/sie- durch wessen harte Arbeit er/sie reich geworden sind."

Praktisch ist es so. Allerdings steht nirgends geschrieben, daß es nicht anders ginge.

In der BRD wird an jedem Tag ein ungeheurer Wohlstand erarbeitet, erheblich mehr pro Kopf als in vergleichbaren Ländern. Wenn dieser Wohlstand nicht irgendwohin abfließen würde, müßte der durchschnittliche Deutsche sehr wohlhabend sein. Es könnten also durchaus alle (mehr oder weniger) reich sein, wenn denn "alle" produktiv arbeiten; ganz ohne, daß der erarbeitete Wohlstand vorwiegend denen zufließt, die ohnehin schon eine Menge haben.

Allerdings ist der kleine Verbraucher im internatonalen Vergleich durchaus nicht besonders wohlhabend, wir liegen in Europa gerade mal im Mittelfeld.

Über große Transferzahlungen an EU, NATO, UNO fließt der Wohlstand ab. Wir retten wie bescheuert den Euro, Israel ("Staatsräson"), Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, Zypern; die armen Banken ("alternativlos"). Und es kommt hinzu, daß nur die Reichen zulegen (und nicht zu knapp!), die weniger Wohlhabenden aber immer mehr von ihrem relativen Wohlstand abbröckeln sehen müssen.

Reich ist immer nur der der mehr hat, also muss es immer welche geben die weniger haben!

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