Kann eine Klinik entmündigen?

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8 Antworten

Eine Klinik kann nicht entmündigen. Was früher die Entmündigung war, nennt man heute Betreuung. Ein Betreuer kann nur vom Amtsgericht nach eingehender Prüfung der Notwendigkeit gestellt werden. Er bekommt dann einen oder mehrere Bereiche der PErsonenfürsorge übertragen, z.B. Vermögenssorge (darf sich also um die Finanzen des Betreuten kümmern), die Gesundheitsfürsorge (darf in Behandlungen etc einwilligen) oder auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Betreuer können gerichtlich registrierte Berugsbetreuer sein (meist Anwälte) oder Angehörige, das entscheidet das Gericht. Auch als Lebenspartnerin kann man demzufolge Betreuerin werden. Den Antrag auf Betreuung kann übrigens jeder stellen - Angehörige, Krankenhäuser, sogar Nachbarn und Bekannte. Insofern kann eine Klinik durchaus die Einrichtung einer Betreuung auf den Weg bringen, sie aber nicht rechtswirksam einrichten. Lediglich eine kurzfristige Zwangseinweisung bei Gefahr für Leib und Leben des Patienten oder von anderen kann eine Klinik durchführen, muss sich aber auch diesen Schritt gerichtlich bestätigen lassen.

Das kommt drauf an. Ganz einfach ist das nicht, liegt aber im Bereich des Möglichen. Allerdings nicht vom der Klinik, sondern muss vor Gericht beantragt werden.Wenn der Patient nicht mehr geschäftsfähig ist, dann kann schon ein Sachwalter gestellt werden.

Aber das ist was, das nicht so schnell geht. In erster Linie trifft es alte Personen oder psychisch kranke Menschen. Das muss dann aber eine Erkrankung sein, die als nicht heilbar eingestuft wird. Es gibt aber auch eine Teilentmündigung, die nur für wenige Beriche (zB medizinische oder finanzille Bereiche) gilt.

Wie das mit der Lebensgefährtin ist, kann ich Dir leider nicht beantworten.

Wünsch Dir alles Gute! LiGrü

Entmündigung in diesem Sinne gibt es nicht mehr. Dafür gibt es die gesetzliche Betreuung mit verschiedenen Aufgabenkreisen. Die Ärzte im Krankenhaus können eine Betreuung bei Gericht beantragen, aber nur wenn Gefahr für das eigene Leben besteht oder Gefahr von der Person ausgeht. Da die Person sich freiwillig hat aufnehmen lassen, besteht so erst einmal kein Grund für eine Betreuung. So leicht und schnell wird keine Betreuung aus dem Hut gezaubert. Schluss und letztendlich entscheidet das Gericht.

LG Atacama

Nein die Ärzte können es nur empfehlen schriftlich,aber das entscheidet das Vormundschaftsgericht. Wenn derjenige nicht in der Lage ist selber Entscheidungen zu treffen und mit seinem Leben nicht klar kommt.

genau das ist im Moment der Fall, derjenige kommt mit seinem Leben nicht klar da er schwer Depressiv ist

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Nein, die Ärzte können das nicht. Aber sie können eine Entmündigung bei Gericht beantragen, und wenn Ärzte das tun, hat das ein großes Gewicht. In der Regel wird das Gericht dem dann zustimmen. Das ist ein Problem. Hilfe durch einen Anwalt ist da angebracht.

Entmündigungen gibt es schon lange nicht mehr. Es kann ihm aber ein Betreuer zur Seite gestellt werden. Als Lebensgefährtin hast du da sicher keinen Einfluss drauf.

Kann nur ein Gericht nach Gutachten von Ärzten, aber genauso gut ablehnen

können die Ärzte ihn entmündigen?

Nein, das können sie nicht.

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