Kann eine BV zurückgezogen werden vom Chef?

6 Antworten

Sorry aber ich verstehe das nicht so ganz. Wie kann dir dein Chef ein Berufsverbot aussprechen? Berufsverbote, z. B. in der Schwangerschaft, können Ärzte ausstellen. Ich glaube du hast da etwas falsch verstanden. Er kann auch nichts zurückziehen. Das ist ganz einfach ein Gesetz, an dieses muss sich auch der Arbeitgeber halten.

Hat eine Berufstätige ihren Arbeitgeber über ihre Schwangerschaft informiert, so muss sich dieser an das Mutterschutzgesetz (MuSchG) halten, und besondere Rücksichtnahme walten lassen. Um das zu erreichen, sind in diesem Gesetz eine Reihe von Schutzvorschriften verankert - dazu gehören auch Beschäftigungsverbote.
Generelle Beschäftigungsverbote werden im Mutterschutzgesetz genau aufgeführt und benannt. Neben diesen generellen Beschäftigungsverboten gibt es jedoch noch einen weiteren Schutz für werdende Mütter - das individuelle Beschäftigungsverbot für den Einzelfall nach Paragraph 3.
Nach dem Beschäftigungsverbot dürfen schwangere Arbeitnehmerinnen an ihrem Arbeitsplatz nicht weiter beschäftigt werden, wenn dadurch das Leben oder die Gesundheit von Mutter oder Kind gefährdet ist. Benötigt wird dafür ein ärztliches Attest - die Bescheinigung einer Hebamme genügt nicht. Durch das individuelle Beschäftigungsverbot soll gewährleistet werden, dass eine werdende Mutter sofort aufhört zu arbeiten, wenn auch nur das kleinste Risiko für sie oder das Kind auftritt. Schwangere sollen nicht wegen des finanziellen Verlustes durch das geringere Krankengeld sich oder ihr Baby in Gefahr bringen, indem sie weiter ihrer Tätigkeit nachgehen.

Ich hab doch schon mit meiner Hausärztin darüber gesprochen. Die hätte mir doch gesagt, dass ein AG das mich darf. Also ich gehen schon davon aus, dass ein AG das auch darf, vor allem bei einem Schichtarbeiter

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@Lulu1920

Ich vertrete nicht meine persönliche Meinung. Geregelt ist das vom Gesetzgeber mit dem Mutterschutzgesetz (MuSchG).

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Wenn Dein Betrieb die Auflagen zur Beschäftigung einer Schwangeren erfüllen kann wird er auch das Beschäftigungsverbot wieder aufheben können.

Dieses Verbot hat ja nix mit dem individuellen BV zu tun was vom Arzt ausgesprochen wird.

Beispiel: Eine Mitarbeiterin an einer Tankstelle bekommt in der Regel ein Beschäftigungsverbot, ich glaube wegen der Benzolwerte. Hat der Betrieb eine Beschäftigung ausserhalb dieser Dämpfe brauch er kein BV aussprechen.

Mir ist das halt alles ein bisschen zu unsicher. Der Chef meint er hat jetzt viel papierkram zu erledigen aber es läuft alles, nur unterschrieben hab ich noch nix. Und wenn ich ganz penibel bin, halte ich das Mutterschutz nie ein. Das ist bei uns auch gar nicht möglich, viele Schichten arbeite ich alleine

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@Lulu1920

Er hat Auflagen von der Gewerbeaufsicht bekommen. Diese muß er erfüllen. Dann kann er Dich weiter beschäftigen.

Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob diese Auflagen vom Mitarbeiter einzusehen sind. Aber die zuständige Gewerbeaufsicht wird doch wohl Auskunft erteilen.

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