Kann ein Vermieter verbieten ein Katzennetz auf Balkon zu spannen?

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13 Antworten

Er kann, bei manchen Hausgemeinschaften muss sogar die gesamte Eigentümergemeinschaft zustimmen! Hier ist der optische Eindruck des gesamten Hauses von aussen betroffen!

Hallo,

ich habe mal gehört, ein uneingeschränktes Verbot gilt nur an der Schauseite des Hauses, also zur Straße raus. Ich habe z. B. einen total vernetzten Balko nach hinten, zum Garten raus. Die Vermieter, die im Haus wohnen, finden das zwar auch nicht so schön, tolerieren es aber zum Glück. Also vielleicht mal erkundigen - bn auch keine Jurist - ob nach hinten/zum Garten raus auch eine GEnehmigung erforderlich ist. Veiel Grüße

Hallo,

ich möchte davor warnen, die Absturtzgefahr zu unterschätzen - selbst wenn 15 Jahre nicht passiert ist, kann es noch passieren. Katzen werden u. a. von Ihren Jagdinstinkten geleitet, d. h. wenn sich beispielsweise ein unerfahrener Jungvogel auf das Balkongeländer setzt, wird die Katze zum Sprung ansetzen... Aus inzwischen 30 Jahren Zusammenleben mit extrem sensiblen Mitbewohnern und aus meiner Tätigkeit beim Bund der Katzenfreunde kenne ich zahllose Fälle von Abstürzen - teils leider mit tödlichem Ausgang -, die sich sporadisch und partiell auch erst nach längerer Zeit zugetragen haben... Es gibt "unsichtbare Netze" (fürs Militär entwickelt), die man einfach nicht sieht - in meinen Augen die praktikabelste Lösung mal abgesehen vom Umzug. Eine Diskussion wegen Taubenkot etc. erübrigt sich meistens, da 1. der Vermieter die äussere Optik der Fassade als maßgeblich ansieht und insbesondere 2. dies meistens als Schutzbehauptung erkannt und abgetan wird. Wenn die anderen zwei Möglichkeiten nicht praktikabel sein sollten, kommt es aber sicherlich auf einen Versuch an...

Es gibt doch wirklich sehr transparente Netze aus Nylon (wie Angelsehne), die sieht man von der Straße aus kaum bzw. nur, wenn man weiß, dass die da sind. Vielleicht kann sie den Vermieter damit doch noch überzeugen? Ansonsten: wie sieht es mit Tauben aus? Unter dem Vorzeichen der Taubenabwehr ist der Vermieter bestimmt aufgeschlossener, zumal es dabei ja auch um den Erhalt seines Eigentums geht!

Musst mal sehen... Also ich würde nicht sagen das er es untersagen kann. Hier mal ein Richterspruch aus Köln:

Katzenschutznetz stört Gesamtbild nicht

Der Vermieter einer Eigentumswohnung muss ein vom Mieter am Balkon angeschraubtes Katzenschutznetz auch dann dulden, wenn die Eigentümergemeinschaft eine Entfernung dieses Fangnetzes zuvor beschlossen hat. Denn dieses Katzenschutznetz, das sich jederzeit wieder folgenlos abmontieren lässt, ist mit bloßem Auge kaum zu erkennen und fällt gegenüber den recht unterschiedlich gestalteten und unterschiedlich genutzten anderen Balkonen kaum auf. Da der Balkon zudem nach hinten ausgerichtet ist, konnte nach Überzeugung des Gerichts von einer optischen Beeinträchtigung nicht die Rede sein. Folglich muss der Mieter dieses Netz nicht entfernen. Amtsgericht Köln, Az.: 222 C 227/01

Es wäre vielleicht sinnvoll, die Balkontür zu sichern! Dann können die Katzen zwar nicht mehr auf den Balkon aber wenn das jedesmal mit Lebensgefahr einhergeht...Ich persönlich würde umziehen, denn eine wirkliche Chance dagegen vorzugehen besteht eher nicht. Es gibt seltene Fälle...wenn der Balkon zum Hinterhof rauszeigt...da kann man mit einem verständnisvollen Richter was erreichen aber darauf würde ich nicht zählen!

Es gibt doch fürs Balkongeländer auch Sichtschütze (blödes Plural, keine Ahnung ob es so stimmt) die nicht so schlecht aussehen. Die können doch nicht alles verbieten. Für Tips wäre es hilfreich ein Bild von dem Haus und dem Balkon zu sehen.

Nicht Sichtschutz - Katzennetz. So ein Netz geht von der oberen Balkonbrüstung bis zum nächsthöheren Balkon. Rundum. Und das kann dann einen ästhetik-fixierten Vermieter schon mal stören...

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@Heeeschen

Oh verzeihung, hab sowas noch nie gesehen. Aber da kann ich verstehen daß der Vermieter das so nicht will. Als Notlösung würde ich das Netz waagerecht anbringen auf Höhe der Brüstung. Die Nutzbarkeit des Balkons geht dann zwar flöten aber man muß nicht umziehen und man sieht es nicht von unten. Und die Mietzala können ja trotzdem noch raus.

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@Heeeschen

Apropos "Nächsthöherer Balkon": Wo willst Du das Netz dann oben festmachen? Unter der Decke mit in den Balkon-Beton gedübelten Haken? 

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Er kann es verbieten. Da wird man wenig dagegen machen können :-) Er hat - genau mit der gegebenen Begründung - das Recht, es zu verbieten. Die armen Kätzchen - vielleicht wirklich besser umziehen :-(

Das erste Smiley gehört da nicht hin...sorry

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Ja der Vermieter hat das Recht dieses zu untersagen. Begründung das Gesamtbild der Wohnanlage wird beeinträchtigt. mfg.

Er darf es, leider - aber wenn die Schnurrer gut erzogen sind, gibt es keine Abstürze. Wir haben seit über 15 Jahren Katzen, kein Katzenschutznetz und es ist noch keine unserer Fellrollen abgestürzt...

Wie habt ihr das geschafft? Wär toll, wenn das bei unseren kleinen Monstern auch gehen würde. Unsere Katzen sind zu rappelig, als dass sie sich mit Argumenten von wegen Gefahr und Schmerz überzeugen lassen.

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@Salems

Wir sind in der ersten Zeit immer dabei, wenn die Tiger auf dem Balkon rumtoben und regeln die Klettertouren mit dem obligatorischen "Nein!" kombiniert mit dem Ohrenschnipser, wie die Katzenmama. Zusätzlich ist eine Hilfe, dass ein Jungtier immer zu unsereer Gruppe dazukam, wenn viele AltKatzen dabei waren, die schon NICHT mehr auf den Balkonkästen spazieren gehen wollten. So konnten die Youngsters diese Unart nicht beigebracht bekommen. Z.Zt. haben wir einen alten Perserherrn (15 J.), der noch nicht einmal auf den 1m hohen Kratzbaum springt sondern über Stuhl und Sofa da hinaufgeht - und unsere Nachwuchs 3/4 Jahr alt, macht das gleiche und springt nirgends rauf, obwohl die aus dem Stand 1,5 m springen KANN...

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Das ist doch keine Frage von Erziehung, sondern eher des Temperaments!

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Da hat Deine Freundin wohl kaum eine Chance.

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