Kann ein ADHS-kranker Hochbegabter das zweite juristische Staatsexamen so gut abschließen,

9 Antworten

Also ich habe ADHS und ich bin definitiv nicht KRANK!

Aber wenn ein betroffener diese medikamente nimmt, die ja verschrien sind, "betäubungsmittel" zu sein, oder "abhängig" zu machen, möchte ich gleich eins klarstellen; das sind sie nicht. Sie helfen mir nur zum beispiel in der schule die leistungen zu erzielen, die ich ohne dieses syndrom auch erzielen würde. Ich möchte mich jetzt nicht selbst loben, aber in vielerlei hinsicht bin ich relativ klug, mein problem ist nur die konzentration. Vorallem strukturierte dinge wie mathemtik oder physik verstehe ich ohne probleme. Jedoch ist eben mein einziges problem, dass ich mich nur sehr schwer kozentrieren kann. Außerdem ist es auch erwiesen, dass Betroffene meist schlauer und kreativer sind als andere.

Einige beispiele:

  • Napoleon
  • Hans Christian Andersen
  • Leonardo da Vinci
  • Johann Wolfgang von Goethe
  • Wolfgang Amadeus Mozart
  • Walt Disney
  • Charles Darwin
  • Albert Einstein
  • Henry Ford

Hinzu kommt auch noch, dass dieses Syndrom im erwachsenenalter meist nachlässt und bis dahin wird derjenige es mit der richtigen behandlung alles auf die reihe bekommen.

martinpalatina  17.04.2012, 19:27

Nun ja, Einstein zum Beispiel wird außerdem Epilepsie und Autismus angedichtet, Mozart soll Koprolalie gehabt haben, Napoleon auch Epilepsie ... ich halte von posthumen Diagnosen nix. Es ist schon schwer genug ADHS bei lebenden Menschen, die vor einem sitzen, sicher zu diagnostizieren.

Aber was man nicht genug betonen kann und da hast du ABSOLUT recht:

mit der richtigen behandlung alles auf die reihe bekommen.

Mit der richtigen Behandlung!!!

Ich bin etwas geknickt dass es Methylphenidat nicht schon vor 30, 40 Jahren als Standard gab .. hätte mir viel erspart.

:)

Wenn man sich manche Politiker anschaut, die ständig ihre eigene Meinung ändern und die vorherige völlig vergessen... lol


Wie schon gesagt ist AD(H)S per se keine Krankheit. Eine Krankheit zeichnet sich z.B. nicht dadurch aus, dass man durch die AD(H)S-"Störung" auch stärken besitzt.

Oder hindert ihn seine Krankheit wohl an strukturiertem Denken, das dafür notwendig ist?

Ich habe sogar zusätzlich die Diagnose Autismus (zu stark strukturiertes Denken...oder so...) - welches auch keine Krankheit ist und daher in einem Wort ebenfalls nicht verbinden darf - und besitze trotzdem ein unstrukturiertes Denken in manchen Bereichen, die mich aber dennoch nicht hindern müssen.

dass er im Anschluss im Staatsdienst arbeiten kann?

Gegenfrage: Warum nicht? - Jeder ist individuell und deine Begründung ist zu pauschal.

AD(H)Sler sind wohl in der Lage zu strukturiertem Denken, oder wenigstens darin es zu kompensieren. Hyperfokusierung wäre ein Beispiel, warum z.B. ein AD(H)Sler im Staatsdienst arbeiten kann, wenn dieser sich für diesen Staatsdienst aus ganzem Herzen interessiert. Da kann ein AD(H)Sler sogar Vorteile gegenüber "Normalos" besitzen, auf Grund der Impulsivität, Kreavität und der vielen Gedanken, die ihm einfallen. Es muss nur jediglich nicht langweilig werden für die Person.

Sonst wurde das Thema etwas angedeutet: Konzentrationssteigernde Maßnahmen. Viele erwachsene Berufstätige besitzen für "Notfälle" z.B. bestimmte Stimulanzien, angefangen bei Kaffee. Sonst Therapien etc.

m.f.g. Alea

Für diese Angelegenheit gibt es sehr gute Medikamente!

warum denn nicht , ein versuch ist es immer Wert

Ich verstehe den Hintergrund der Frage nicht ganz.

Gute Noten sind nicht unbedingt ein Problem, ADHSler brauchen manchmal ein paar IQ-Punkte mehr weil sie mehr Mühe mit der Selbstorganistation haben ... aber ADHS ist ja keine Intelligenzminderung. Und wenn ihn Jura interessiert ... kein Problem.

Ich z.B. hab keine Probleme mit strukturierten Denken, ich hab Probleme mit strukturiertem Arbeiten - das ist ein Unterschied ... trotzdem hab ich mein Studium recht passabel geschafft.

Wie es allerdings mit dem Amtsarzt bei der Einstellung aussieht weiß ich nicht.

Es ist ja schon perfide, dass es Leute (etwa das Gespann Christiane Hoffmann und Antje Schmelcher von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, F.A.Z., oder den sogenannten Wissenschaftsjournalisten Herrn J. Blech vom Spiegel) gibt die die Existenz von ADHS glatt abstreiten und dann Arbeitgeber wie Staat oder Bund oder Versicherungen ADHSler wegen der nichtexistenten Krankheit ausschließen ...