Kann die ärztliche Urlaubsvertretung ein Rezept für ein Schmerzmittel verweigern, das ich regelmäßig nehmen muss (Tilidin)?

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4 Antworten

Die Frage ist schon etwas her aber ich hätte einen tipp.
Ja der Arzt kann so etwas verweigern weil im Grunde kann jeder Junkie sagen er bekommt das. Am besten kannst du Siegers umgehen wenn du dir von deinem Arzt einem Opiat Ausweis ausstellen lässt.
Dort wird vermerkt wieviel du von welchem Medikamenten du benötigst und mit diesem Ausweis wird dir auch die Vertretung tilidin ausstellen.
Außerdem macht es bei polizeilichen Kontrollen einiges leichter.

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Na ja, Tilidin (insbesondere Tropfen) werden halt gerne missbräuchlich benutzt und da sind insbesondere Vertretungsärzte besonders zurückhaltend. Sie können nicht erkennen ob du gerade erst ein Rezept vom Hausarzt erhalten hast.


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Hi, Tilidin ist ein extrem starkes Schmerzmittel aus der Familie der Opiate!

Es ist ein künstlich hergestellter Wirkstoff, der in starken Schmerzmitteln zum Einsatz kommt. Traurige Berühmtheit erlangte die Substanz durch ihre Beliebtheit in der Drogenszene.

So viel ich weiß, muss Tilidin auf einem BTM-Rezept verschrieben werden.

Zu den Nebenwirkungen von Tilidin zählen:


Störungen des Wahrnehmungs- und Urteilsvermögens
Schlafstörungen
Depressionen
Appetitlosigkeit
Krampfanfälle
Fahruntüchtigkeit

Darüber hinaus macht Tilidin auf Dauer abhängig und zieht starke Entzugserscheinungen nach sich.

Deshalb möchte ich dich mal fragen, für bzw. gegen was nimmst du Tilidin?


Nun zu deiner eigentlichen Frage:

Der niedergelassene Arzt benötigt vom Konsiliararzt (Substitutionsarzt) zum einen eine Überweisung mit dem Inhalt:


„Urlaubsvertretung Substitution von... bis...mit täglicher Dosis von...“, zum anderen wie üblich eine Substitutionsbescheinigung über die Dosierung sowie die Behandlungsdauer. Ebenso sollte auf dem Überweisungsschein vermerkt sein, ob bzw. wie oft die Patientin das Substitutionsmittel unter Aufsicht nehmen muss, oder ob das Rezept in der Apotheke eingelöst werden darf („Take Home“). Zu empfehlen ist, dass der Konsiliararzt vorab mit dem niedergel. Arzt telefonisch die Vertretung der Substitutionsbehandlung klärt".

Quelle:  QS-Kommission Substitutions-Beratung - der Bayerischen Landesärztekammer.

Wenn das nicht gemacht wurde, gehe ich davon aus, dass die Vertretung - ohne jede Infos zu Menge, Dosis, Stärke usw. - das NICHT verschreiben muss. Allerdings muss die Vertretung beachten, dass Tilidin abhängig macht und das in ihre Entscheidung mit einbeziehen! ...  sag das bitte dort !!!

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Ja. Jeder Arzt ist für das Rezept verantwortlich, daß er ausstellt. Wenn er Bedenken hat, stellt er es eben nicht aus.

Es gibt keinen Zwang, daß er dir was verschreiben muß. Offenbar hat er Zweifel an irgend etwas.

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