Kann der Exmann das gemeinsame Haus zwangsversteigern?

11 Antworten

Das ist möglich. Immerhin hat er ein Anrecht auf das Geld. Sie hat ihm ja bestimmt in der Zeit Miete gezahlt - aber warum soll er auf das komplette Geld verzichten, nur damit sie schön wohnen kann? Wenn sie weiterhin nicht verkaufen will, gibt es eine Zwangsversteigerung zur Aufhebung der (Eigentümer)gemeinschaft. Da gibt es erstens weniger Geld und zweitens hat der neue Eigentümer dann das Recht zur SOFORTIGEN Kündigung...

Naja, einfach so darf er es natürlich nicht versteigern...

Wie stellt sie es sich denn vor? Dass alles so bleibt wie bisher und er nichts vom Haus hat?

Aber die Hälfte gehört nunmal ihm, und da muss eine Einigung her... Die beiden haben folgende Möglichkeiten:

-Einer behält es und zahlt den anderen aus

-Sie behalten Es und vermieten es

-Jede, gehört weiterhin die Hälfte. Je nach Haus macht man 2 Wohnungen draus oder derjenige der drin wohnt, zahlt dem anderen Miete

-Das Haus wird versteigert / verkauft

Naja, wenn die beiden sich nicht einigen können, wird der Fall vor Gericht müssen... Und das wird aller Wahrscheinlichkeit nach auf eine Versteigerung raus laufen... Denn wer kann sich das schon leisten, den Ex auszuzahlen? Und kaum einer ist so doof und verzichtet freiwillig auf seine Hälfte, ohne was dafür zu bekommen...

Und kaum einer ist so doof und verzichtet freiwillig auf seine Hälfte, ohne was dafür zu bekommen...

...und genau das scheint bis zum geschiedenen Ehegatten durchgedrungen zu sein!

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Der Ehemann kann nicht einfach das Haus, also auch den hälftigen Anteil seiner Miteigentümerin, versteigern.

Er kann jedoch die Versteigerung zur Aufhebung der Gemeinschaft beantragen. In der Regel erwirbt dann aber einer der Parteien den Anteil der anderen Partei.

Die Miteigentümerin sollte das zuständige Amtsgericht aufsuchen und eine Rechtspflegerin genauer dazu befragen.

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