Kann der Arbeitgeber prüfen ob man in der Kirche oder ausgetreten ist. Arbeit Geber ist kirchlicher Träger. Darf er das überhaupt. Vor Arbeitsbeginn?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Ja, können die. Ich musste sogar mal  mein Taufzeugnis vorzeigen. Bin nicht gefirmt,  im Einstellungsgespräch war keine Rede davon, aber die RKK hat es dennoch gewußt.

Kirchliche Einrichtungen haben unsägllicherweise ein personelles Selbsbestimmungsrecht. Sie schreiben ja häufig die Kirchenzugehörigkeit als Einstellungsvoraussetzung aus.

Du musst ohnehin im Personalbogen die Konfession angeben wegen der Steuern.

Keine Ahnung wie das mit dem Wiedereintritt ist.Frage doch beim AG und spiele mit offenen Karten. Das kann man eh alles nachvollziehen.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja, für Arbeitgeber in kirchlicher Trägerschaft gelten arbeitsrechtliche Sonderregelungen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Kirchlichen Arbeitgebern ist es tatsächlich erlaubt, Andersgläubige und Ungläubige zu diskriminieren. Das macht Deutschland zu einem recht rückständigen Staat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von martin7812
22.10.2016, 15:05

Das macht Deutschland zu einem recht rückständigen Staat.

In vielen Ländern gibt es gar keine Gesetze dagegen, dass Leute wegen ihrer Religion nicht eingestellt werden dürfen.

Dort kann dann der Personalchef eines gewöhlichen privaten Handwerksbetriebes jemanden nicht einstellen, weil er eine bestimmte Religion hat oder nicht hat.

In diesen Ländern stellen Betriebe in kirchlicher Trägerschaft selbstverständlich auch nur Leute ein, die der entsprechenden Kirche angehören.

Das fällt in den anderen Ländern nur nicht so auf, weil dort eben jeder Betrieb nur Leute einer bestimmten Religionszugehörigkeit nehmen kann, wenn er das will.

zu diskriminieren

Ich gehe davon aus, dass weltweit jeder staatliche Arbeitgeber Angestellte, deren politische Überzeugung nicht der entsprechenden Verfassung (z.B. dem Grundgesetz) entspricht, "diskriminiert" und ggf. entlässt.

Jeder andere (also private oder kirchliche) Betrieb hat hingegen nicht das Recht danach zu fragen, welche politischen Überzeugungen der Angestellte hat und schon gar nicht das Recht, jemanden deswegen zu entlassen.

Bei privaten Arbeitgebern (egal in welchem Land) werden hingegen Bewerber "diskriminiert", die dem Betrieb nicht genügend Gewinn einbringen.

Warum sind deiner Meinung nach diese Arten von Diskriminierung zulässig?

0

Was möchtest Du wissen?