kann betreibender Gläubiger (egal ob 1., 2. oder 3. Rang) selbst in der ZV (2. Termin mitbieten, um den Erlös der zu versteigernden Immobilie zu manipulieren?

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4 Antworten

Der BGH hat in einem Beschluss vom 24.11.05 - V ZB 98/05 - festgestellt:
...'b) Das Eigengebot eines Gläubigervertreters ist unwirksam und
zurückzuweisen, wenn er von vornherein nicht an dem Erwerb des
Grundstücks interessiert ist, sondern das Gebot nur abgibt, damit ein
einem weiteren Versteigerungstermin einem anderen der Zuschlag auf ein
Gebot unter 7/10 oder unter der Hälfte des Grundstückswerts erteilt
werden kann.'

Derartige Scheingebote um das Meistgebot hochzutreiben ohne eigene Kaufabsicht werden wohl ebenfalls als unwirksam zu beurteilen sein.

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Kommentar von schelm1
22.05.2017, 15:31

Woran erkennt man den "Schein" eines Gebotes, soweit sich der Gläubiger/Gäubigervertreter nicht den eigenen Zuschlag nach Gebotsabgabe selber versagt?

Der Hinweis ist im Übrigen völlig Praxisfern, da nicht der Gläubigervertreter sonden ein Gehilfe bietet, dem dann wiederunm der Zuschlag ohne Konsequenzen versagt werden kann.

So dumm sind nicht mal Banken!

Es geht doch nichts über die eigene Praxis!

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Jeder darf bei einer Zwangsverweigerung mitbieten.

Der verfahrensbetreibende Gläubiger kann jederzeit das Verfahren zur Einstellung beantragen.

Ein betreibender Gläubiger der im 1. Termin das Versagungsrecht bei einem Zuschlag unter der 7/10grenze hat, muß bei einem Zuschlag im 1. Termin auch unter 7/10 die 7/10 als Mindestzuschlagforderung gegen sich gelten lassen.

Für alle anderen Bieter gilt dies nicht.

Werden im 1. Termin weniger als 5 /10 geboten, ist der  Zuschlag von amtswegen zu versagen und ein 2. Termin innerhalb von 3 Monaten wird anberaumt. 

Im 2. Termin entfallen für alle Bieter die 7/10 wie auch die 5/10 Grenzen.

Manipulationen sind weder zulässig noch denkbar.

Wer bietet, der hat sein Gebot auch im Falle des Zuschlags in der Folge zu bereinigen.

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Wer auf einer Versteigerung die Hand hebt schließt ein Rechtsgeschäft ohne Rückgaberecht ab.

Falls du den Zuschlag kriegst muß du die Imobilie auch kaufen.

Kann nicht mit den Schulden verrechnet werden!!!!

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Kommentar von schelm1
19.05.2017, 18:56

Aus den Hinweisen auf den 1 oder 2. Termin ist die Frage im Zusammenhang mit eienr Zwangsversteigerung zu erkennen.

Dabei meldet man sich unter Abgabe eines Gebotspreises.

Beim ersten Gebot ist dem Gericht der Personalausweis vorzulegen und entsprechende Bietsicherheit in zulässiger Form von 10 % des Verkehrswertes zu erbrinden.

Bei weitern Bietabsichten reicht eine Meldung unter Nennung der neuen Gebotshöhe.

Da wird nicht über notarielle Verienbarung "gekauft", sondern man wird aufgrund des hoheitlichen Aktes des Zuschlags bei Meistgebot  neuer Eigentümer

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ja, er müsste sie dann aber auch kaufen. 

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Kommentar von schelm1
19.05.2017, 18:57


Aus den Hinweisen auf den 1 oder 2. Termin ist die Frage im Zusammenhang mit eienr Zwangsversteigerung zu erkennen.

Dabei meldet man sich unter Abgabe eines Gebotspreises.

Beim ersten Gebot ist dem Gericht der Personalausweis vorzulegen und entsprechende Bietsicherheit in zulässiger Form von 10 % des Verkehrswertes zu erbrinden.

Bei weitern Bietabsichten reicht eine Meldung unter Nennung der neuen Gebotshöhe.

Da wird nicht über notarielle Vereinbarung "gekauft", sondern man wird aufgrund des hoheitlichen Aktes des Zuschlags bei Meistgebot  neuer Eigentümer



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