Jobcenter will das ich umziehe?

10 Antworten

In der Regel wird anrechenbares Einkommen zunächst auf den Regelbedarf für den Lebensunterhalt angerechnet, erst wenn das anrechenbare Einkommen diesen übersteigen würde, würde der übersteigende Betrag auf die KDU - Kosten der Unterkunft ( Warmmiete ) angerechnet.

Auf die Größe der Wohnung kommt es in der Regel nicht an, solange die KDU - als angemessen nach dem SGB - ll gilt.

Das Jobcenter kann dich auch nicht zum Umzug zwingen, auch wenn es sich im Schreiben so anhören sollte.

Dir muss schriftlich mitgeteilt worden sein, bis zu welchem Übergangszeitraum ( in der Regel bis zu 6 Monaten ) die unangemessene KDU - bei der Berechnung eures Bedarfs noch berücksichtigt wird und was es dann monatlich noch max.geben würde.

Das Jobcenter kann also ab Tag X - dann deine KDU - max.bis auf den max.angemessenen Betrag für die angemessene KDU - kürzen und eine evtl. später zu zahlende Nachzahlung von BK - ablehnen, die müsstest du dann wie die Zuzahlung zu deinen unangemessenen KDU - selber zahlen.

Das Amt kann dich nicht zum Umzug zwingen. Es kann nur ablehen, die evtl. zu hohe Miete zu übernehmen.

Da du die Differenz aber eh selbst zahlst, besteht kein Grund zum Umzug.

Ich würde dagegen angehen.

Wenn Du nur den Regelsatz bekommst, dann solltest Du mal den Mehrbedarf für Alleinerziehende beantragen, der Dir zusteht, genau wie das Kindergeld und Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss.

Sechs Monate hast Du Zeit, die Sache mit der Wohnung zu regeln. Eventuell lässt der Vermieter mit sich reden.

Dann suche dir eine Vollzeitstelle, dann bist du nicht mehr vom Amt abhängig.

Ansonsten musst du dich an ihre Vorgaben halten.

Mit dem Suchen allein ist es nicht immer getan. Der wer suchet, muß auch erstmal finden ...

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@Agamemnon712

Das geht sicherlich.... auch wenn man dann nicht mehr zu Fuß zur Arbeit gehen kann.

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@Fubbelchen

Ich glaube nicht, daß das viel mit dem Weg zur Arbeit zu tun hat. Sondern mehr damit, eine passende Vollzeitstelle zu finden. Wenn Vollzeit für den/die FragestellerIn überhaupt in Frage kommt. Immerhin ist auch noch ein Kind im Spiel.

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Erster Abschnitt: vollkommen korrekt ;)

2ter Abschnitt: nicht ganz korrekt, sie zahlen den größeren Raum nicht und nur den Regelsatz

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@Wiesel1978

Ich hab das so verstanden, dass sie zwar alles über den Regelsatz bezahlt, dies aber nicht einsieht.

Also, entweder zahle den Überhang selber oder such dir was anderes.

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Kannst dich auch rechtlich mal beraten lassen. Kannst dir so einen Schein vom Amt holen, dann kostet dich das nichts.

Die Idee einer rechtlichen Beratung ist nicht verkehrt. Dieser "Schein" heißt umgangssprachlich Beratungsschein. Allerdings können Anwälte bei Vorliegen eines Beratungsscheins bis zu 15 € von der zu beratenden Person verlangen.

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@Agamemnon712

das braucht man nicht, man kann FS ohnehin nicht zum Umzu zwigen ... sie muss eben nur alles was über die angemessenen Kosten hinausgeht aus der Regelleistung zahlen ....

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