Jemand hat auf meinen Namen bestellt? Rechnung von Inkasso!?

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7 Antworten

Das ist Betrug, Unterschriftenfälschung, ich vermute auch noch Identitätenklau . . .
Strafgesetzbuch (StGB)
§ 263 Betrug

(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter1.

gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Urkundenfälschung oder Betrug verbunden hat,

einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder in der Absicht handelt, durch die fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Zahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen,

eine andere Person in wirtschaftliche Not bringt,

seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger oder Europäischer Amtsträger mißbraucht oder

einen Versicherungsfall vortäuscht, nachdem er oder ein anderer zu diesem Zweck eine Sache von bedeutendem Wert in Brand gesetzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört oder ein Schiff zum Sinken oder Stranden gebracht hat.

(4) § 243 Abs. 2 sowie die §§ 247 und 248a gelten entsprechend.

(5) Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer den Betrug als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat, gewerbsmäßig begeht.

(6) Das Gericht kann Führungsaufsicht anordnen (§ 68 Abs. 1).

(7) Die §§ 43a und 73d sind anzuwenden, wenn der Täter als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat. § 73d ist auch dann anzuwenden, wenn der Täter gewerbsmäßig handelt
LG

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ich habe auch die Adresse,wo die Pakete sogar angenommen wurden (mit Unterschriftsfälschung )


damit ist die Adresse bekannt; vorsätzlicher Betrug und Urkundenfälschung

das Urteil sagt der Richter


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Der Zusteller wird ggf. den Empfänger identizieren können.

und was könnte auf die Person zukommen?

Wir haben hier einen Betrug und eine Urkundenfälschung. Diese beiden Straftatbestände kann man googlen.

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Ich gehe damit nachher zur Polizei und erstatte Anzeige gegen Unbekannt.

Das ist das einzig richtige.
Und widerspreche unbedingt schriftlich (mit Einschreiben) der Forderung des Inkassobüros. Es reicht nicht 'nur' zur Polizei zu gehen.


Gibt es Möglichkeiten heraus zu finden wer die Pakete angenommen hat

Nicht für Dich. Aber für die Polizei

und was könnte auf die Person zukommen?

Ne ganze Menge Ärger.
Mindestens Unterschlagung / Diebstahl und Missbrauch von Personendaten ( Identitätsdiebstahl )


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Kommentar von kevin1905
26.09.2016, 15:30

Wo siehst du das Eigentumsdelikt? o.O

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Kommentar von mepeisen
27.09.2016, 14:13

Und widerspreche unbedingt schriftlich (mit Einschreiben) der Forderung des Inkassobüros.

Auch wenn ich das durchaus auch empfehle: Müssen tut man das nicht. Inkassobüros sind keine Behörden und sie haben keine Zusatzbefugnisse. Man kann genauso gut gegenüber dem Inkasso schweigen.

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Die Polizei wird dir dabei helfen, nachzuforschen. Das ist Betrug und hängt vom Richter ab, ob es bei einer Geldstrafe für den Täter bleibt oder ob eine Haft daraus werden könnte, wenn es vielleicht kein Einzelfall bei dem Typen ist.

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Sofort Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Beweise wie Inkasso Schreiben usw. nicht vergessen.

Prinzipiell gibt es hier mehrere § bzgl. Identitätsdiebstahl, welche strafrechtlich verfolgt werden können.

  • 238 StGB Nachstellung
  • 276 StGB Urkundenfälschung
  • 164 StGB Falsche Verdächtigung
  • 269 StGB Fälschung beweiserheblicher Daten
  • 263a StGB Computerbetrug
  • 202a StGB Ausspähen und Abfangen von Daten

Die Polizei kann hier natürlich die Adressdaten prüfen, die IP Adresse der Bestellung usw. Wichtig ist, dass du die Bestätigung der Strafanzeige hast, um glaubhaft zu machen, dass du nichts bei BAUR bestellt hast.

Die Bestätigung der Strafanzeige von der Polizei würde ich dem Inkasso in Kopie weiter reichen, damit die still sind. Denn wenn du Pech hast und die sich auf Stur stellen, hauen diese dir auch ganz gerne mal direkt einen negativen Schufa Eintrag rein. 

Ferner würde ich der Forderung des Inkassos schriftlich widersprechen. Damit hätte sich die Inkasso Sache für mich erledigt.

Gleichzeitig würde ich das ganze hier schriftlich BAUR mitteilen, dass es sich um Betrug und Identitätsdiebstahl handelt. BAUR hier ebenfalls die Bestätigung der Strafanzeige bei der Polizei in Kopie vorlegen und BAUR klar machen, dass es nicht deine Bestellung war.

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Kommentar von uni1234
26.09.2016, 16:26

Warum nennst Du nicht gleich das ganze StGB? Da hast Du eine ähnliche Trefferquote...

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Das wird die Polizei versuchen zu ermitteln.

Ein Strafverfahren u.a. wegen Betrug.

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