Jeans zum Klettern anziehen?

5 Antworten

Überknielang hat nur damit zu tun, dass die Knie bedeckt sein sollen. Man kann durchaus auch mit kurzen Hosen klettern, allerdings wird es unangenehm, wenn die Knie an der Wand schürfen, sei es aus Unachtsamkeit oder weil man bewusst das Knie an der Wand anlegt. Das kann zu Schürfwunden führen.

Es gibt spezielle Kletterhosen, teilweise sind das auch jeans. Die haben einen Einsatz im Schritt um die Trittweite zu erhöhen sowie verstärkte Kniepartien eben wegen des Schleifens an der Wand damit die Hose nicht so schnell kaputt geht. Auch wichtig ist, dass die Beinöffnung an den Füßen nicht zu weit ist, dass du nicht an Tritten hängen bleibst, Manche Kletterhosen sind auch Jeans, aber dann halt eben mit den verstärkten Knien und dem Trittzwickel im Schritt und nicht all zu weiten Beinen oder einem Zugbändchen zum Enger stellen.

Braucht es aber nicht, ich klettere seit Jahren und was sich als besonders haltbar und bewegungsfreundlich rausgestellt hat, sind Kampfsporthosen. Allerdings sollten diese nicht, wie bei Judoanzügen eine weite Beinöffnung haben. Es gibt Kung Fu Hosen von Kwon aus Baumwolle mit leichtem Stretchanteil, Trittzwickel im Schritt für weite Tritte und Gummizug an den beinenden. Die sind meine Favoriten. 20 Euro, halten ewig.

Für den Anfang solltest du gucken, was dir am besten passt. In den Anfängerrouten wirst du noch keine zu weiten Tritte in Richtung Spagat machen, wichtig ist aber robust (dass du es nicht gleich ruinierst), schon genug Bewegungsfreiheit, nicht zu weites Beinende. Wenn die Jeans das erfüllt: Robust ist sie, sind die Beine nicht zu weit um nicht an Tritten hängen zu bleiben und die Bewegungsfreiheit in Richtung Spagat groß genug (für den Anfang: Kannst du mit ca. 1m zwischen den Füßen in die Hocke gehen, ohne dass die Hose spannt?)? Dann geht das. In Lauftights zum Beispiel fühle ich mich im Schritt immer sehr eingeengt und habe kaum Bewegungsfreiheit in Richtung Spagat und das Material ist schneller durchgescheuert als Baumwolle. Dann besser Jeans. Eine weite Jogginghose kann durchaus auch eine gute Alternative sein.

Normale Sportschuhe... kann man machen, muss man aber nicht. Die Hallen verleihen auch Kletterschuhe. Die sind deutlich besser, mehr Grip und enger an den Füßen, was dir mehr Halt auf Tritten (nicht nur vom Grip sondern auch weil Fuß und Schuh sich gegenseitig stützen, während du in einem Sportschuh Spiel nach vorne hast und kaum die Tritte mit der Zehenspitze antreten kannst) gibt.

Ich würde dir definitiv eine Jogginghose empfehlen! Aus eigener Erfahrung weiß ich leider, dass eine Jeanshose ... nun ja, manchmal den Strapazierungen nicht standhält und wenn sie am Hintern reißt, dann ist es zu spät, sich vielleicht doch für die Jogginghose zu entscheiden, allerdings bin ich auch eine Frau und meine Hosen sitzen weitaus enger.

Kommt aber wahrscheinlich trotzdem seltsam, wenn du dort in Jeans stehst, aber zieh einfach die an, die du bequemer findest und in welcher du dich besser bewegen kannst.

Mit "überknielang" ist gemeint, dass Deine Knie bedeckt sein sollten, weil Du Dir sonst die Knie aufschürfen wirst an der Kletterwand.. Jeans finde ich persönlich nicht so gut, Du mußt Dich echt gut darin bewegen können...eine lange Sporthose wäre geeigneter dafür.

Die Hose sollte einerseits unten so eng sein, dass du den vorderen Teil deiner Füße sehen kannst, andererseits so flexibel, das du die Füße auf Ohrhöhe bekommst. ;-)

Wenn du solche Jeans hast, kein Problem.

Woher ich das weiß:Hobby

Jeans sind kein Problem, du solltest dich darin halt noch ansatzweise bewegen können.

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