Ist Yokebe gefährlich für mich?

7 Antworten

Ist Yokebe gefährlich für mich?

Für jeden, nicht nur für dich.

Ich habe wegen meiner Schilddrüsenunterfunktion innerhalb von fünf Jahren 25 kg Übergewicht angehäuft. Erst seit August 2017 weiss ich davon.

Nein, hast du nicht. Und zwar deshalb weil eine SD-Unterfunktion nicht vom Himmel fällt, sondern selbst Ursachen hat. Es ist durchaus auch wahrscheinlich, dass die SD-Unterfunktion und das Übergewicht die gleiche Ursache haben und nur deshalb gemeinsam auftreten. Wie auch immer - die SD ist nicht die eigentliche Ursache deines Übergewichts.

Mein Arzt ist nicht daran interessiert, mir Fragen zu beantworten, er sagte nur, ich sei jetzt "richtig eingestellt" und könne "ganz normal" abnehmen.

Was in mehrfacher Hinsicht unsinnig ist. Ich vermute, er hat dir SD Hormone verschrieben? Die SD produziert Hormone dynamisch, das unterliegt also einem Regulationsmechanismus. Je mehr Hormone im Blut sind, umso weniger produziert sie und umgekehrt. Tatsächlich verdammt man sie mit der externen Zufuhr von Hormonen zur dauerhaften Untätigkeit und dich zur lebenslangen Medikamentenabhängigkeit. Aus Sicht der Pharmaunternehmen sicher begrüßenswert, aus gesundheitlicher Sicht nicht.

Die richtige Therapie ist nicht, die funktionell gestörte SD durch Medikamente zu ersetzen, sondern die eigentliche Ursache ihrer Störung zu beseitigen, damit sie wieder korrekt arbeiten kann.

Natürlich werde ich mir einen neuen Arzt suchen, denn ich finde, ich habe nur ein Leben und mein Arzt sollte mich schon beraten, und zwar realistisch...

Das kann er nicht, weil er in den Ursachen der Krankheiten nie ausgebildet wurde. Ärzte sollten Krankheiten diagnostizieren und Symptome unterdrücken, aber nicht heilen. Und heilen kann man nur, wenn man die Krankheitsursachen kennt und abstellt.

Ach und was Yokebe angeht: Das funktioniert nicht. Du hast kein Übergewicht, weil du bisher zuwenig Yokebe getrunken hast. Im Gegenteil - das Zeug wird das Übergewicht verschlimmern, weil ein ernährungsbedingtes Übergewicht eine Mangelkrankheit ist.

Hat jemand Erfahrung in einer ähnlichen Situation?

Beide Krankheiten sind typisch ernährungsbedingt. Es würde daher Sinn machen, die Ernährungsfehler konsequent abzustellen, damit die SD wieder arbeiten und der Organismus das Gewicht normalisieren kann.

Danke Dir für Deine qualifizierte und ausführliche Antwort.

Merkwürdig finde ich, dass ich bis vor 15 Jahren untergewichtig war und meine Blutwerte aber keine Schilddrüsenüber-oder -unterfunktion anzeigten. Also war alles in Ordnung.

Kann Alkohol ursächlich sein?

Kannst Du mir ein paar Links mitteilen, wo ich an mehr Infos komme?

Ich habe schon viel gelesen seit August (Cholesterin, Cholesterol, Troglizeride, Schiddrüse etc.).

Aber ich habe natürlich Hashimoto, eine Autoimmunerkrankung, die dafür sorgt, dass mein Körper nach und nach meine Schilddrüse vernichtet. Das ist wohl irreversibel? Oder?

Ja, alles nicht so einfach...

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@Wapiti201264
Merkwürdig finde ich, dass ich bis vor 15 Jahren untergewichtig war und meine Blutwerte aber keine Schilddrüsenüber-oder -unterfunktion anzeigten. Also war alles in Ordnung.

Je nachdem, welche Ursache das Untergewicht hatte. Es gibt für erworbene Krankheiten drei mögliche Ursachenbereiche: Ernährung, Schadstoffeinwirkungen und belastende Lebenssituationen. In einem oder mehreren dieser drei Bereiche liegen die Ursachen des Unter- und auch des Übergewichts. Dass sich Ernährungsfehler erst in Untergewicht und dann später in Übergewicht zeigen, ist eher ungewöhnlich.

Kann Alkohol ursächlich sein?

Eher nein. Alkohol ist zwar ein Schadtoff und Zellgift, aber das betrifft in erster Linie das Verdauungssystem und die Leber.

Kannst Du mir ein paar Links mitteilen, wo ich an mehr Infos komme?

Das hängt ein wenig davon ab, was du genau suchst?

Ich würde dir das Buch "Unsere Nahrung, unser Schicksal" von M.O.Bruker empfehlen. Dort geht es zum den Zusammenhang zwischen Ernährung und den daraus entstehenden Krankheiten. Zum Thema Übergewicht kann ich dir gerne eine Abhandlung schicken, die ich dazu vor einiger Zeit geschrieben habe.

Die ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten, zu denen auch die SD Erkrankungen und das Übergewicht gehören, haben ihre Ursache im langjährigen Verzehr stark verarbeiteter Nahrungsmittel. Um das zu korrigieren, kann man die Ernährung auf eine möglichst gering verarbeitete und möglichst naturbelassene Ernährung umstellen. Die Vollwertkost ist eine sinnvolle Umsetzung. Hier gibt es ein Forum dazu, in dem sowohl Übergewicht als auch SD Erkrankungen schon öfter Thema waren: http://www.gesundheitsforum-mainz-wiesbaden.de/forum

Ich habe schon viel gelesen seit August (Cholesterin, Cholesterol, Troglizeride, Schiddrüse etc.).

Ich fürchte nur, dass nirgendwo etwas über die Ursachen stand. ;) Das Problem ist, dass man Krankheiten nur dann heilen kann, wenn man ihre eigentlichen Ursachen kennt und abstellt. Und Krankheitsursachen liegen immer außerhalb des Organismus und in der Vergangenheit. Im Körper zeigen sich imme nur die Krankheitsfolgen. Da unser Medizinsystem sich nicht mit Ursachen beschäftigt, sondern nur mit Symptomlinderung, fehlt dieser Aspekt in der Regel und deshalb gelten alle chronischen Krankheiten als unheilbar und die Therapien richten sich immer auf "Leben mit der Krankheit" oder Symptomlinderung.

Aber ich habe natürlich Hashimoto, eine Autoimmunerkrankung, die dafür sorgt, dass mein Körper nach und nach meine Schilddrüse vernichtet. Das ist wohl irreversibel? Oder?

Krankheiten durchlaufen grob gesagt zwei Stadien: Es beginnt mit einem Stadium funktionellen Störungen, das ist normalerweise problemlos heilbar, indem man die Ursachen abstellt. Später geht die Krankheit in ein Stadium morphologischer Veränderungen über - es wird also Gewebe zerstört und diese Folgen sind dann häufig irreversibel. Deshalb ist es bei allen Krankheiten wichtig, möglichst früh und ursächlich zu therapieren.

Der Hashimoto fällt auch nicht vom Himmel, sondern hat Ursachen außerhalb des Organismus und deshalb muss man dort ansetzen. Wenn das Immunsystem bei Autoimmunkrankheiten den eigenen Körper angreift, dann passier das ja nicht einfach so, sondern weil bestimmte immunologische Prozesse nicht richtig ablaufen. Das hat wieder Ursachen und wenn du diese Ursachenkette so lange verfolgst, bis du außerhalb des Körpers angekommen bist, hast du die eigentliche Ursache gefunden. Die bei Hashimoto vermutlich ebenfalls hauptsächlich in der Ernährung liegt. Es gibt aber häufig auch zusätzlich lebensbedingte Ursachen ("einen dicken Hals bekommen") oder auch schadstoffbedingte Ursachen (bspw. Jodid).

Letztendlich wird ein guter, ganzheitlich orientierter Arzt immer alle drei Ursachenbereiche berücksichtigen und die Therapie entsprechend ausrichten. Leider sind genau diese Ärzte so selten wie weiße Raben. Ich kenne selbst nur zwei davon.

Aber zurück zu deiner Frage: Ob der Hashimoto aufzuhalten oder umzukehren ist, hängt also davon ab, wie weit die Krankheit fortgeschritten ist und wie konsequent die Ursachen abgestellt werden. Klar muss nur sein: Ohne ursächliche Therapie bleibt die Krankheit bestehen und entwickelt sich immer weiter.

Ja, alles nicht so einfach...

Eigentlich ist es viel einfacher, als man denkt. Das Problem ist die Informationsflut, die einen erschlängt und unter diesem Wust findet man dann die wichtigen Informationen nicht.

Der wirklich wichtige Unterschied zwischen ursächlicher Heilbehandlung und Symptomlinderung ist bspw. den wenigsten bekannt (auch Ärzte machen da keine Ausnahme) und so werden Krankheiten einfach nur symptomatisch behandelt und bleiben damit unheilbar.

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Wenn du nur ein paar Pfund loswerden willst, können alle möglichen Schwachsinnsgeschichten helfen. Auch Shakes statt richtigen Mahlzeiten.

25 Kilo sind aber ein Langzeitprojekt und das wird nur funktionieren, wenn du mit deiner neuen Ernährung (und Lebensweise) auch dauerhaft zufrieden bist.

Du solltest als erstes deine Gewohnheiten dokumentieren und genau aufschreiben, was du wann, wo, wie und warum isst und trinkst. Dazu auch deine Bewegung.

Wenn du mal die Gesamtmenge betrachtest und nicht jeden Bissen oder Schritt einzeln, fallen dir vermutlich schnell Ansatzpunkte auf, an denen du auch ohne Shake etwas verändern kannst.

Überleg dir, was du wirklich zu tun bereit bist. Die meisten Diäten scheitern, weil nach den ersten Tagen oder Wochen die "Arbeit" den "Erfolg" überwiegt, Heißhungerattacken einsetzen oder der Körper mit dem Sportprogramm und Mangelernährung überfordert ist.

Verzichte auf Pläne wie "ein Kilo pro Woche", sondern setz dir Ziele, die du selbst erfüllen kannst: 3 mal pro Woche Sport, Verzicht auf zuckerhaltige Getränke, Sättigungsbeilagen (teilweise) durch Gemüse und Salat ersetzen, extrem fette oder süße Lebensmittel reduzieren, Alternativen zu Frust- und Langeweile-Essen usw.

Es dauert i.d.R. eine ganze Weile, bis du "deinen" Weg gefunden hast. Aber den kannst du dann auch dauerhaft gehen, und selbst wenn es 3 Jahre dauert, bis du damit dein Wunschgewicht erreicht hast, wirst du dich schon auf dem Weg dorthin immer besser fühlen.

Mag sein, dass ein Shake ab und an gut dazu passt - eine dauerhafte Lösung ist diese Pampe für die meisten "Genussmenschen" aber nicht...

Liebe DODOisBACK, das ist ja mein Problem: Ich trinke keine Zuckerbrause, nur Fruchtsaftshakes und Kaffee mit Milch und Süssstoff (zwei Becher täglich), esse fast nie Süssigkeiten und nur sehr wenig Fett.

Das wäre ja einfach gewesen... :(

Allerdings mache ich eigentlich nie Sport, gehe nur 4 - 5 km täglich...

Und gerade habe ich mein erstes Yokebe getrunken. Schmeckt wirklich nicht besonders, bzw. hat einen unleckeren Nachgeschmack. Und teuer ist es auch, das stimmt. Allerdings sind ja auch sehr viele Vitamine etc. drin.

Ich mach das jetzt mal zwei Wochen und dann schau ich mal.

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Aber er hat schon recht!

Wenn du eingestellt bist hast du normale Werte und somit kannst du genau wie jeder andere annehmen!

Ob du das mit sinnlos teuren Pansch machst oder mit gesunder Ernährung — das musst du entscheiden: der Schilddrüse ist das egal!

Wie kann ich aktiver werden? 16?

Hallo zusammen,

für mich ist dies das erste Mal in einem Forum, ich möchte aber gerne ein paar objektive Meinungen hören. Zu mir: Ich heiße Tim, bin 16 Jahre alt, 1,75m groß und wiege 278kg. Das ist kein Scherz! Ich bin extrem übergewichtig, fettsüchtig und so gut wie immobil. Meine Eltern waren schon immer übergewichtig und haben mir als Kind immer extrem viele Süßigkeiten gegeben. Während andere Kinder mit ihren Eltern oder Freunden z.B. Fahrrad fahren oder zum schwimmen gegangen sind, haben mich meine Eltern mit Essen vor den Fernseher gesetzt. Natürlich mache ich mir jetzt Vorwürfe, das ich später auch nichts dagegen unternommen habe. Mit 13 kann man ja klipp und klar sagen, dass man nichts mehr essen möchte.

Ich hatte schon in der 3. Klasse Übergewicht und einen ansehnlichen Bauch. Extrem wurde es ca. mit 13, als ich anfing schnell zuzunehmen. Als ich mit meinen Eltern und meinem kleinen Bruder damals im Urlaub war, habe ich in nur 2 Wochen 15kg zugenommen! Ich wurde immer dicker und hatte es oft schwer mit dem sehr dicken Bauch und meinen Brüsten. Vor 2 Jahren bin ich aus eigenem Antrieb zum Arzt gegangen und habe mich gründlich untersuchen lassen. Dabei kam heraus, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe und deswegen extrem schlecht abnehmen kann.

Mittlerweile bin ich auf einer speziellen Adipositasschule, an der man auch von zuhause aus am Unterricht teilnehmen kann und liege sonst den ganzen Tag nur im Bett oder sitze in meinem E-Rollstuhl und esse oder zocke.

Ich würde sehr gerne ca. 40kg abnehmen. Allerdings ist das für mich extrem schwer, da ich nur noch 8 Schritte aus eigener Kraft laufen kann. Danach muss mir mein Pfleger helfen. Ich kann nur noch Aqua Jogging und ganz ganz leichte Gymnastik machen.

Habt ihr Ideen oder Tipps wie ich erfolgreich etwas abnehmen könnte? Ich kratze allmählich schon an der 300kg Grenze und möchte nicht mit 20 schon tot sein. Ich freue mich sehr über eure Antworten und hoffe ihr seit nicht allzu streng mit mir.

Vielen Dank schon mal im Voraus,

Tim

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