Ist Verdampfen das gleiche wie Verdunsten nur schneller?

5 Antworten

Von Verdunsten spricht man beispielsweise bei Wasser, wenn die Temperatur unterhalb des Siedepunktes liegt. Dabei lösen sich einzelne Teilchen aus der Flüssigkeit, sodass eine Pfütze nach und nach austrocknet.

Von Verdampfen spricht man, wenn die Temperatur der Flüssigkeit durch zusätzliche Wärmezufuhr den Siedepunkt erreicht und der Dampfdruck so groß wie der Umgebungsdruck (normalerweise Luftdruck) ist. Jetzt haben die Teilchen genügend Energie, um in großen Mengen zu entweichen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung
  • Sprachlich gesehen verwendet man "verdunsten" vor allem dann, wenn Wasser allmählich vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht, regelhaft weit unterhalb der Siedetemperatur. Pfützen verdunsten allmählich, bei nasser Kleidung entsteht Verdunstungskälte.
  • Der Begriff "verdampfen" ist allgemeiner für jeden Übergang von flüssig zu gasförmig. Meist geht damit die innere Vorstellung einher, dass wirklich Dampf entsteht und eine Hitzequelle vorhanden ist.
  • Chemiker verwenden beide Ausdrücke eher selten und wenn, dann meist im ganz normalen umgangssprachlichen Sinne wie oben beschrieben.
  • Eine Flüssigkeit siedet, wenn ihre Siedetemperatur erreicht ist. Man kann eine Flüssigkeit einengen, also im Volumen reduzieren, meist indem man die gasförmige Phase immer wieder entfernt, z.B. durch Abblasen, durch Destillieren oder im Vakuum.

Nein, es ist dasselbe. Völlig wurscht ob man Dampf oder Dunst sagt, das sind zwei Wörter für dieselbe Sache

Ja, es ist das gleiche. Von Verdampfen spricht man nur, wenn die verdampfende Flüssigkeit siedet. Aus chemischer/physikalischer Sicht ist es aber der gleiche Prozess.

Nicht alle Teilchen in der Flüssigkeit haben die gleiche innere Energie – die Temperatur ist nur ein Durchschnittswert. Teilchen mit genügend Energie werden gasförmig und verdunsten. Je höher die Temperatur der Flüssigkeit, desto schneller ist die Verdunstung.

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