Ist trüber Honig gesünder als klarer Honig?

4 Antworten

Ob flüssig oder fest ist in erster Linie von der Trachtpflanze abhängig. So werden Raps- und Löwenzahn-Honig oft schon in der Wabe fest (trüb), Akazien-Honig nie. Selbst nach Jahren ist der noch flüssig. Die meisten Honige werden mit der Zeit fest, ist aber auch je nach Tracht unterschiedlich. Das Kristallisieren selber ist ein reversibler Vorgang, unter 40°C ins Wasserbad und man kann wieder herumkleckern, ohne Qualitätsverlust. ;-)

Bei trüben Honig kristalisieret lediglich Zucker aus. Je nach Sorte, also von welchem Baum der gewonnen wurde macht der Zucker das schneller oder langsamer. Qualitativ hat das aber keinen Einfluß. Tipp: Zuckerkristalle im Honig lassen sich durch leichtes Erwärmen im Wasserbad wieder zurück verwandeln.

Ein kurzzeitiges Erhitzen in der Mikrowelle tut's auch - ohne Deckel!

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@tradaix

... Und dann sind alle Proteine platt und der schönes Honig ist bessere Zuckersuppe. Na, besten dank auch!

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Du meinst wohl den Unterschied zwischen einem kremigen und flüssigen Honig? Da kommt es vor allem auf die Blumenart an, aus denen der Honig gewonnen wird.

Korrekt, DH!

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Der Klare wurde einfach nur Erhitzt! Ansonsten ist da kein grosser Unterschied soviel ich weiss!

Blödsinn!

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@Quandt

Aha ein Kenner! Was ist denn Phase wenn meine Antwort blödsinn ist? Ausserdem etwas gewählter könnte man sich also schon ausdrücken!

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@Bonoboking

Na, gut, dann ausführlicher! Den "Blödsinn" nehme ich mit dem Ausdruck größten Bedauerns zurück und gebe ein "Unsinn" von mir. "Trüber" Honig befindet sich auf Grund der vorhandenen Enzyme in der Phase des Kristallisierens, sowohl Streuung (Reflexion an der Kristalloberfläche) als auch Brechungsindex dieser Matrix nehmen zu. Diese Enzyme arbeiten als Katalysatoren an der Polymerisationreaktion der Zuckermoleküle des Honigs zu langen Ketten hin. Deren Löslichkeit wiederum nimmt mit der Länge ab, sie fallen "aus". Der kristalline Anteil wird mit der Zeit sichtbar. Ansonsten ist "trüb" oder "nicht trüb" vom gesammelten Nektar abhängig, also von der jeweiligen Trachtpflanze und damit von den eingesammelten Enzymen. Akazien-Honig wird so gut wie nie fest, Raps-Honig dagegen ist oft schon beim Schleudern nicht mehr flüssig. Beim vorsichtigen Erwärmen (<40°C) knackt man die entstandenen Zuckerbindungen und selbiger löst sich wieder, Effekt: der Honig wird wieder klar. Kann mehrfach wiederholt werden. Erhitzer Honig ist tot, Enzyme kaputt. Besseres "Zuckerwasser"! Der wird nie wieder fest, versprochen. Ansonsten gebe ich gerne auch eine Vorlesung in Bienenkunde. Der Bienenflüsterer. ;-)

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@Quandt

Na bitte! Geht doch! Wenn du das weisst wieso dann nicht gleich so! Denkst du dein Wissen ist mehr wert wenn du's für dich behälst! Muss man dich zuerst aus der Reserve locken damit du eine gute Antwort gibst? Danke ich hab was gelernt! Deshalb bin ich hier! Aber heute herscht so oder so eine seltsame Stimmung! Alle schnauzen sich an!

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