Ist mein Vater weiterhin Unterhaltspflichtig bei Studienabbruch?

6 Antworten

Grundsätzlich dar ein Student einmal das Studienfach ändern, wenn er merkt, dass dies nicht seinen Begabungen oder Interessen entspricht. Da die Eltern natürlich nicht endlos Unterhalt zahlen sollen, sagt die Rechtsprechung, dass ein solcher Studienfachwechsel hinzunehmen ist, wenn dadurch nicht mehr als maximal 4 Semester verloren gehen. Normalerweise sagt man deshalb, dass ein Studienfachwechsel spätestens im 4. Semester nicht schädlich ist. Du hast geschrieben, dass Die bei einem Wechsel Deine bisherigen Leistungen anerkannt werden. Du schreibst allerdings nicht, wie viele Semester Du jetzt noch dranhängen musst. Wenn das nicht mehr als vier Semester sind, sehe ich grundsätzlich keine Probleme. Solltest Du beweisen können, dass Dein Vater dich gedrängt hat, in einem eigentlich ungeliebten Studienfach zu bleiben, so hat Du zusätzlich gute Argumente dafür, dass der Unterhaltsanspruch auch nach einem Wechsel weiter besteht. Am Besten wäre es aus meiner Sicht, Du würdest Dich mit deinem Vater darauf einigen, dass er Dir entweder für sagen wir 4 Semester weiter den vollen Unterhalt zahlt, oder dass Du neben arbeitest, sich dadurch der Unterhalt reduziert und er Dir für längere Zeit Unterhalt zahlt. Dreierlei ist noch anzumerken: Erstens: der Satz von 670,- Euro ist veraltet. Derzeit beträgt der Unterhaltsbedarf eines Studenten laut Tabelle 735,- Euro. Zweitens: Für volljährige Kinder sind grundsätzlich immer beide Eltern unterhaltspflichtig. Auch Deine Mutter muss sich also am Unterhalt beteiligen, falls sie mindestens 1.300,. Euro netto monatlich verdient. Das könnte Dein Vater u.U. als Gegenargument nehmen. Drittens: wenn Du neben dem Studium etwas verdienst, so wird dies nicht 1:1 auf den Unterhalt angerechnet. Zum einen kannst Du vorab 5% Pauschale abziehen für Fahrtkosten zur Arbeit usw. Zum anderen wird der Rest nur zur Hälfte angerechnet, da Du ja als Student eigentlich gar nicht zu einer Nebentätigkeit verpflichtet bist.

Vielen Dank! Das habe ich gesucht! Es wären jetzt dann statt nur noch 1 Semester eben 3 Semester

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Vielleicht hilft dir das weiter, was ich auf:

https://www.anwalt.de/rechtstipps/unterhaltsanspruch-volljaehriger-kinder-wann-ist-schluss-mit-lustig_016856.html

gefunden habe:

Studenten können von ihren Eltern Unterhalt verlangen, solange die
durchschnittliche Studiendauer nicht wesentlich überschritten wird. Die
durchschnittliche Studiendauer kann aber hier nur ein grober
Anhaltspunkt sein. So hat das OLG Koblenz entschieden, dass auch eine
Studentin im 16. Fachsemester noch unterhaltsberechtigt ist, wenn sie
ihr Studium nachweisbar zielstrebig betrieben hat, das Grundstudium sehr
schnell absolviert hat, ihre Eignung durch entsprechende Noten
nachgewiesen hat und in erster Linie wegen mehrfacher schwerer Krankheit
daran gehindert worden ist, das Studium zügig zum Ende zu bringen.

Auch
Studenten billigt der Gesetzgeber eine gewisse Umorientierungsphase zu.
So wird ein Fachwechsel in den ersten drei Semestern im Regelfall nicht
dazu führen, dass der Unterhaltsanspruch als verwirkt anzusehen ist.
Für eine Promotion wird aber regelmäßig kein Unterhalt geschuldet. Nach
Beendigung des Studiums müssen junge Akademiker nach einer
Bewerbungsfrist von drei Monaten ein Beschäftigungsverhältnis antreten.
Über diese Frist hinaus schulden Eltern keinen Unterhalt mehr.

also. niemand wird gezwungen unterhalt anzunehmen. wenn du der meinung bist, dir den stress der selbstfinanzierung anzutun: bitte schön.

m.e. viel wichtiger ist jedoch die frage, wie sich die beziehung zu deinem vater auf lange sicht gestalten soll. 

mfg

tochter ist vor 1 jahr ausgezogen und wird nun wärend der ausbildung gekündigt. kann sie unterhalt von uns verlangen ohne eine neue stelle zu haben?

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Bin zurzeit erst im ersten Semester meines Studiums, da Polizist zu werden mein Traum ist , überlege ich mein Studium abzubrechen und mich bei der Polizei zu bewerben. Jedoch weiss ich nicht ob das schlau wäre das Studium abzubrechen oder das Studium zu ende zu bringen und mich dann zu bewerben.

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ich wollte nur mal fragen ob es stimmt, dass ich ein allgemeines Abitur bzw zumindest eine Fachgebundene Hochschulreife automatisch nach nur einem Semester Studium habe? Einem Freund von mir wurde im Landratsamt geraten, nach der 12. Klasse FOS aufzuhören mit der Schule (mit Fachabitur bzw Fachhochschulreife) und an einer Fachhochschule ein Semester BWL zu studieren, um danach auf die Uni zu gehen und Jura oder Lehramt zu studieren. Stimmt das wirklich? Achja, wir leben in Bayern :D

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Vor 6 Monaten haben mich meine Kinder (20 und 17) aufgrund von Hetze seitens meiner Exschwiegereltern und meines Exmannes aus der Wohnung geworfen ohne das ich mich für irgendetwas rechtfertigen konnte, nun verlangt mein Ex Unterhalt von mir für den 17 jährigem obwohl er weitaus mehr verdient als ich und bei seinen Eltern wohnt ( die Kinder leben allein im 2. Stock in einer Eigentumswohnung) . Die Exschwiegereltern und er leben Parterre im selben Haus , jahrelang war ich dort Schikanen ausgesetzt , zudem bekommt mein Ex das Kindergeld und Steuerklasse 2 , mein Kredit wird nicht anerkannt kann ich da irgendwas tun ? Kann ich eine Einzelfallprüfung erwirken? Das kann doch nicht sein das es so ungerecht abläuft, meine Kinder haben mich übrigens überall blockiert und weigern sich mit mir zu sprechen, nachdem das alles passiert ist hatte ich einen Nervenzusammenbruch und bin auch imm noch nicht darüber hinweg , weil ich immer noch heulen muss wenn ich nur an sie denke , ich hoffe jemand hat eine Rat und so nebenbei : Werde ich die Kinder verlieren? Zeit für die Verarbeitung der Trennung bleibt wenig, denn das nächste Spiel hat bereits begonnen. Das Spiel mit der Angst, die eigenen Kinder zu verlieren. Eine friedvolle Kommunikation zur Regelung der neuen Lebensumstände scheint nicht möglich. Zu sehr ist der Narzisst darauf bedacht, seine neuen Ziele zu erreichen: Die vollständige Macht über die Kinder zu bekommen und das Leiden des Ex-Partners zu erhöhen. Zugeständnisse und ein Entgegenkommen sind lediglich dann zu erwarten, wenn es dem Narzisst einen Nutzen verschafft. Und wieder einmal stehen erneut nur die Bedürfnisse des Narzissten im Vordergrund.Das Opfer, das den Missbrauch erkannt hat, wendet sich hilfesuchend an das Jugendamt, Anwälte, Hilfsorganisationen und Co. Der Hilferuf wird hierbei meist nicht erkannt, denn ein Narzisst ist ein Meister der Tatsachen-Verdrehung. Umstände werden in der Öffentlichkeit geschickt in ein anderes Licht gerückt. Meist nicht zum Vorteil der Opfer und auch nicht der Kinder. In vielen Fällen beginnt hierbei der Kampf mit den Gerichten. Oftmals ohne einem zufriedenstellenden Ergebnis.

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zurzeit bin in in der 12. Klasse auf der FOS in Bayern. Nächstes Jahr komme ich dann in die 13. Klasse, damit ich das allgemeine Abitur habe, welches man ja in Bayern braucht im Lehramt zu studieren.
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