Ist man emotional wenn man sensibel ist?

7 Antworten

Ich würde da auch trennen:

"sensibel" bezieht sich auf die Wahrnehmung von etwas. Wer sensibel ist, nimmt bestimmte soziale Situationen besser wahr als jemand, der unsensibel ist. Das ist wie schwache und hohe Sehschärfe.

"emotional" bezieht sich auf eine Reaktion auf eine Wahrnehmung. Sagen wir mal, 3 Leute sehen dasselbe Haus und Grundstück. Der eine freut sich, weil es ihm gefällt (Emotion), der andere ist ablehnend, weil es ihm nicht gefällt (Emotion), und der dritte nimmt es gar nicht richtig wahr (unsensibel).

Schon, aber unkontrolliert emotional, d. h. emotional auf Knopfdruck.

Meistens meint man ja mit emotional "einfühlsam" oder ähnliches.
Aber sensible Menschen sind meistens auch sehr einfühlsam. Sie nehmen Auslöser zig-fach verstärkt war, also auch das Verhalten und Kleinigkeiten bei anderen.

Hallo, Ein Kollege von mir meint das wenn man Sensibel ist, man auch Emotional ist. Würdet ihr dem zustimmen?

Nein, dem würde ich nicht zustimmen.

Sensibilität ist eine biologische Gegebenheit mit der überhaupt erst Emotionen verstanden werden können. Wie das schlussendlich verarbeitet wird wird dadurch nicht ausgesagt. Emotionalität umschreibt die Empfindlichkeit der Gefühle.

Nein,- beides gehört nicht zwangsläufig zusammen. Dein Kollege hat Unrecht.

Beispiel 1): Menschen mit hoher Empathie und Feinfühligkeit für interaktionelle soziale Situationen - können dies aber nicht zeigen / einbringen.gerade weil sie (hoch) sensibel sind und sich die erlebte soziale Interaktion gerade deshalb als so überwältigend komplex für sie darstellt, dass ein adäquates Einmischen, Artikulieren oder Teilnehmen als nicht möglich erscheint und Emotionalität dadurch sogar unterdrückt wird.

Beispiel 2a/b): a) Jähzorn. Extrem emotional bis zur Unkontrolliertheit - allerdings als affektgesteuerter Egozentrismus mit sehr wenig Empfindungsvermögen für die Situation des anderen.

b) Narzißmus: hochsensible Wahrnehmung im "Alter-Ego-Format". Allerdings nur im Rahmen von egomanisch-emotional verankerten Selbstbestätigungsstrategien.

Gruß

Hm, da war das Netz weg. Fehlt zu 2b: ....... . Dabei ist Emotionalität Teil der Performance und Sensibilität Mittel zum Zweck (Erkundungsmittel für Chancen die Performance platzieren zu können) Zusammen, wie bei mitfühlender Teilnahme, gehören sie nicht.

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Puh. Schwierig.

Ich bin ja der Meinung, dass jeder Mensch Emotionen hat. Sogar Psychopathen werden meines Wissens wütend und sowas.

Die Frage ist, wie gut jemand die eigenen Emotionen wahrnimmt und wie sie ihn beeinflussen. Und wie gut jemand mit dem Verstand gegensteuern und seine Gefühle kontrollieren kann.

Wenn man sagt, jemand ist emotional, dann meint man doch, dass seine Emotionen sich schnell in seiner Mimik und in seinen Handlungen niederschlagen, was er vielleicht wenig im Griff hat.

Dass man sich von seinen Gefühlen überwältigen lässt, würde ich nicht als Voraussetzung für Sensibiliät ansehen.

Aber jemand, der sensibel ist, nimmt mehr wahr und es kann sich mehr auf seine Gefühle auswirken.

Außerdem würde ich erwarten, dass sensible Menschen ihre Gefühle stärker wahrnehmen.

Grundsätzlich bezieht sich sensibel aber mehr darauf, was jemand wahrnimmt. Sensible Menschen nehmen Dinge unter einer Schwelle wahr, wo andere nichts merken würden und filtern weniger aus.

Meine Sicht darauf.

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