Ist Jura etwas für mich?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Hi Paschu,

Rechtswissenschaft ist ein Studium, das einem vieles abverlangt. Das wichtigste dürfte jedoch sein: Fleiß, Interesse & Verständnis und ganz besonders viel Durchhaltevermögen.

  1. Ein prädikat erreichen nur etwa 15% der Absolventen ... auch wer in der Schule überwiegend Einsen erreichte, bekommt dieses hier nicht mehr geschenkt. Grund dafür ist, dass bereits die Schulnoten ihrer Bedeutung nach sich drastisch von den juristschen unterscheiden. Das zeigt sich besonders im Rahmen des "Sehr gut" und "gut". Ersteres gilt in Jura eher als ein Mythos, dessen Existenz noch nicht nachgewiesen wurde, zweiteres als die Elitenote.Man kann aber auch für das VB leider nicht sagen, dass hinreichend Fleiß und Interesse ausreichen werden.
  2. Es muss schon viel gelernt werden. Anders als an anderer Stelle behauptet, lernt man aber ganz sicher keine Gesetze auswendig. Es kann jedoch passieren, dass man bei sehr eifrigem lernen manch wichtige Vorschriften tatsächlich auswendig beherrscht. Das liegt aber nicht daran, dass man diese gezielt gelernt hat, sondern viel mehr daran, dass man sich so intensiv mit dem "drumherum" auseinandersetzte, dass die Vorschrift schlicht bekannt ist.Man sollte von Anfang an lernen methodisch und gesetzesnah zu arbeiten. Das ist aber vermutlich deutlich schwerer gesagt als getan, jedenfalls kam bei mir das vertiefende Verständnis erst in späteren Semestern bzw. während und nach dem Repetitorium.Nebenbei: von "guten" und "sehr guten" Ergebnissen darf man sich in der Regel verabschieden.In der Schule entspricht ein "gut" in der Regel dem Umstand, dass "die Leistung den Anforderungen voll entspricht." In Rechtswissenschaft trägt "gut" die Bedeutung, dass "eine erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegende Leistung" vorliegt.Ein Sehr gut ist in der SChule zu vergeben, wenn "die Leistung den Anforderungen im besonderen Maße entspricht." In rechtswissenschaft bedeutet ein "Sehr gut", dass eine "besonders hervorragende Leistung" vorliegt.
  3. Der Abitursschnitt ist eine ganz ganz grobe Richtlinie, aber selbst dazu taugt er kaum. Fakt ist, dass eine Person mit 1,0 wahrscheinlicher ein Prädikat erreichen wird als eine Person mit 3,0. Sollte ein normaler Schnitt vorliegen (2,5 - 1,5), so wird eine Aussage kaum hieraus zu ziehen sein.Aber: Sofern du die Fähigkeit hast, strukturiert vorzugehen und brauchbar zu analysieren, dann ist das ein wichtiger Punkt. Belastbarkeit und Durchhaltevermögen ist sehr wichtig. Ich kannte mal eine Person die eine gute Juristin war, diese Person hätte vermutlich das "gut" geschafft. Sie ist aber am Stress eingebrochen.
  4. Naja ... die Note ist sehr wichtig. Man sagt ab dem Prädikat sei es i.d.R. kein Problem. Ein Befriedigend ist brauchbar. Ein Ausreichend ... wie sagt man .. "es kommt drauf an".
  5. ///
  6. Es gibt einige gute Universitäten. Harvard ist definitiv untauglich, sofern du mal in Deutschland arbeiten möchtest und kein 7-stelliges Konto hast. Ausländische Eliteunis eigenen sich eigentlich nur für den Master. Nicht jedoch für das Studium. Ich möchte das nicht zu breit treten, das ist eher eine Antwort auf eine andere Antwort, nicht auf deine Frage.Die Wahl der Uni kann von vielen Faktoren abhängen. So werden in Hamburg z.B. die liebsten Examen gestellt, die Prädikatsquote ist dort außergewöhnlich hoch. In NRW gibt es die einzigartige Möglichkeit abzuschichten ... man sollte sich zutreffend frühzeitig damit auseinandersetzen. Die meisten wissen heirvon nämlich nichts.

Vielleicht konnte ich ja etwas helfen.

Viele Grüße, JS

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

1. Ein Prädikat ist auch für Leute, denen das Talent in die Wiege gelegt wurde nur mit dem entsprechenden Einsatz zu schaffen, denn eine Begabung ohne Fleiß ist wertlos.

2. Der gute Jura Student muss jede Menge Einsatz, Interesse und Ehrgeiz mitbringen, da kaum ein anderes Studienfach so auf Noten pocht.

3. Wenn du Begeisterung mitbringst und ein gutes Durchhaltevermögen hast, dann stehen deine Chancen gut.

4. Das hängt von deinen Examina Noten und deinem Berufswunsch in diesem Bereich ab (Rechtsanwalt, Staatsanwalt, Richter)

5. Wenn das so im Internet steht, wird es wohl so sein. Ein Anruf bei der Fakultät könnte nähere Informationen liefern.

6. Die Bucerius Law School in Hamburg oder die Harvard Law School in den USA.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

NC ist normalerweise zulassungsfrei, ergo kein NC, allerdings ist die Durchfallquote bei circa 40%, das heißt ein bisschen weniger als die Hälfte aller Kurs Studenten fallen durch bzw. brechen ab. Was sagt das uns? Man braucht viel Durchsetzungsvermögen, man muss es an einem Strang durchziehen, man sollte auch das Interesse an das deutsche Rechtssystem haben, da mal vieles auswendig lernen muss. Um gute Noten zu bekommen, sollte man schon sehr ehrgeizig und motiviert sein, gute Noten in Jura zu bekommen ist relativ schwierig. Bei Berufschancen wird es tatsächlich etwas schwierig, da tatsächlich nur die besten eigentlich einem guten Job bekommen, der dann auch gere hat bezahlt wird.it zu den beliebtesten Unis gehört die Humboldt Universität in Berlin.

Fazit: wenn du zum einen das nötige Interesse und den Ehrgeiz und die Motivation zum lernen bzw. auswendig lernen von Gesetzen und Rechtswesen hast, du auch die Hoffnung hast und optimistisch bist, einen guten Job zu bekommen, warum dann nicht Jura studieren?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von uni1234
04.10.2016, 08:15

Auswendig lernen von Gesetzen?!? Unglaublich dass man immer wieder dieses alberne Gerücht liest

0

Was möchtest Du wissen?