Ist Fleischessen moralisch verwerflich?

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15 Antworten

Fleischessen an sich als moralisch verwerflich zu bezeichnen, ist denke ich schwer zu begründen.

Ich finde da sollte man unterscheiden:

Welches Fleisch? Es gibt ja nicht nur Massentierhaltungen, sondern auch Kleinbauern, die ökologisch weniger Schaden anrichten. Außerdem gibt es noch das Wildfleisch aus heimischen Wäldern.

Wieviel Fleisch? Es macht einen Unterschied, ob man 60 kg, wie der Durchschnittsdeutsche, oder vielleicht nur 30 oder 10 kg im Jahr verzehrt.

Wer isst das Fleisch? Für Menschen in kargen Regionen, in denen kein Ackerbau möglich ist (z.B. in der mongolischen Steppe/ Wüste), sind die Nutztiere fast die einzige reichhaltige Nahrungsquelle.


Fleischessen könnte demnach vielleicht moralisch verwerflich sein, wenn man mehr Fleisch als nötig, vorwiegend aus Massentierhaltungen verzehrt, obwohl Alternativen zur Verfügung stehen.

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Ob Fleisch essen an sich moralisch verwerflich ist oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Allerdings hast du recht was diese Menge an Fleisch betrifft! Es wird so viel jeden Tag produziert, dass davon einfach mal enorm viel weggeworfen wird. Und das sind in diesem Fall nicht nur weggeworfene Lebensmittel sondern weggeworfene Leben!

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Es kommt nicht drauf an, wie viel und/oder wie oft du Fleisch isst. Sondern woher du es hast.

Ich kann damit leben, wenn das Tier gut gelebt hat. Ein, zwei mal im Monat einen Sonntagsbraten aus eigener artgerechter Haltung.

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Moral ist ja verantworliches Handel zu mir und zu anderen.
Wer es genau wissen möchte, schau unter Immanuel Kant nach.
Moral ist kulturell geprägt.
Vor dem Hintergrund der Massentierhaltung und der ökologischen Folgen müsste man also sagen, Fleischessen ist unmoralisch.
Aber da wir ja alle Menschen sind und ich niemand kenne der nur und 100% moralisch handelt, würde das relativieren. Wenn man gemäßigt Fleisch isst und Massentierhaltung meidet, wäre das moralisch vertretbar.

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Moral ist subjektiv also hat das jeder selber zu entscheiden.

Aber von den Fakten her hast du nicht ganz unrecht, aber es ist ja nicht das Fleischessen selber das diese Probleme verursacht, es ist die Art wie wir erzeugen und die Massen in denen wir konsumieren.

Und die 3. Welt lassen wir bitte ganz da raus, da spielen ein paar mehr Faktoren Rollen die hier jetzt alle auszuwalzen wäre mehr als nur lang und schlimmer als nur unschön.

Ein eingegrenzter Fleischkonsum sagen wir 2-3 mal die Woche etwas um die 200g, eine freiere Haltung und eine Vermehrungsbremse für die Konsumenten würden das Problem sogut wie gänzlich aus der Welt schaffen.

Aber das sind wirtschaftlich und gesellschaftlich gesehen Umstellungen von extremer Tragweite die nur durch persönliche Einsicht eines jeden auf der Welt erreicht werden können, das kann kein Staat oder Staatenbund verordnen, es ist nicht mehr als ein schöner Traum, Menschen sind leider nicht für ihre Einsicht bekannt.

Selbst ich, der dir da vollkommen zustimmt tue mich schwer damit meinen eigenen Rat zu beherzigen und ich kenne die Folgen, viele andere wollen die Folgen garnicht kennen oder es interessiert sie garnicht.

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Fleisch Essen an sich ist nicht moralisch verwerflich. Das einzig unmoralische an der Sache ist unser Umgang mit Fleisch. Jeder will durchgehen alles vom Tier in der Supermarkt Theke bekommen können und das auch noch billig, wenn das nicht der Fall ist wird wo anders gekauft ohne sich Gedanken darüber zu machen dass das Fleisch mal ein Tier war und das einfach nur 2 Filets hat. Den Rest soll doch wer anders "fressen". Und um den Kunden das liefern zu können sind verarbeitende Betriebe schon fast genötigt auf diesen Zug mit aufzuspringen, denn wenn dem Metzger im Sommer die Halssteaks ausgehen wird nicht nach einer alternative gefragt, sondern einfach zur nächsten Tanke gefahren, da gibts ja noch abgepackte.... 

Du siehst das es einzig und alleine an dir, dem Kunden liegt ob dein Fleischkonsum moralisch vertretbar ist, ist eigentlich auch gar nicht schwer, man muss nur minimal aus seiner Komfortzone rausgehen und sich bewusst sein das unser Fleisch mal ein Lebewesen war. Wenn wir ein Tier schon halten um es später zu Essen dann sollte man ihm sein Leben schon so Artgerecht wie möglich gestalten, und nicht mit Schnellmastfutter in 3 Monaten Schlachtreif mästen. Das Schlachten sollte von Qualifizierten Personal durchgeführt werden und nicht von irgendwelchen Billigpfuschern die unter enormen Zeitdruck stehen da nurnoch im Akkord abgerechnet wird. Und zuletzt sollte man von dem Tier alles was möglich ist verwerten, nicht so wie im Moment das man z.B. vom Rind nur etwa 30-35% des Lebendgewichtes wirklich verkaufen kann und der Rest in der Tonne landet....

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Ich halte es auf alle Fälle für moralisch verwerflich, täglich Fleisch zu essen, und das auch noch dann zu tun, wenn man dadurch schon gesundheitliche  Probleme bekommt!

Gründe: 

  • gesundheitliche Gründe (zu oft Fleisch ist nicht gesund)
  • Tierschutz: Die meisten Tiere werden aus Kostengründen nicht artgerecht gehalten. Lieber nur einmal die Woche oder noch seltener Fleisch, dafür aber von ehemals glücklichen Tieren. 
  • Klimaschutz. Es ist schon so, ein hoher Fleischkonsum schadet dem Klima. Auch Autofahren oder Fliegen ist nicht so gut für das Klima. Irgendwo sollte man also sparen. Wenn ich mich da entscheiden muss, ist meine Wahl klar: Lieber nur selten Fleisch essen, dafür aber fliegen :-)
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Kommentar von Omnivore08
04.03.2016, 18:43

Tierschutz: Die meisten Tiere werden aus Kostengründen nicht artgerecht gehalten.

So ein Unfug!

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Lass dich nicht von so einer veganen Propaganda kirre machen. Fleisch wird mittlerweile für alles verantwortlich gemacht!

Fleisch essen ist NICHT moralisch verwerflich. In vielen Gebieten sogar regional DRINGEND nötig! JA auch in Deutschland!

Ohne Fleischproduktion wäre Landwirtschaft ökologischer Raubbau!

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Ist es eigenmdlich nicht,da SWIR Menchen Allesfressr sind. Es ist allerdings verwerflich,das WIR eine überhöhte Menscheit aufweisen,welche die  Natur nicht meht bewältigen kann,weil WIR keine antürlichen Fressfeinde haben,die das regulieren können. Geburtenkontrolle wäre das effizienteste,das wir der Umwelt bieten sollten!

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Und du weißt auch genau, dass das alles stimmt? Oder hältst du es nur für zutreffend, weil es dir ind en Kram passt?

Google spaßeshalber mal, wie Soja für Veggie-Fleischersatz angebaut wird.

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Kommentar von schwoerauflidl
29.02.2016, 20:26

Ich halte es für zutreffend da ich schon sehr viel Content zu diesem Thema gesehen habe, und das alles recht einleuchtend wirkt.

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Kommentar von Franzi19696
29.02.2016, 20:29

Es stimmt auch wenn man sich mit diesem Thema befasst dann kommt so einiges ans tageslicht.. auch wenn man in dem Bereich arbeitet (so wie ich)

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Kommentar von Walcheb
29.02.2016, 21:27

Das stimmt... Aber Respekt das du dich gegen die Massentierhaltung so intensiv einsetzt!

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Verwerflich ist es Fleisch von bedrohten Tierarten zu essen, dann solches von hochentwickelten Tieren wie z.B. Wale, dann auch Konsum von einer Massentierhaltung.

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Ohne Tod gibt es kein Leben- egal ob man sich mit oder ohne Fleisch ernährt. Auch bei der Erzeugung pflanzlicher Nahrungsmittel müssen unzählige Tiere ihr Leben lassen. Allerdings sind diese Lebewesen so klein, dass sie von veganern und Vegetariern gerne vergessen oder besser gesagt: todgeschwiegen werden.

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Kommentar von AppleTea
29.02.2016, 23:30

werden sie nicht! Aber zum einen sterben durch den Futteranbau für euer Fleisch noch viel mehr Tiere und zum anderen ist es bei uns notwendig, denn von irgendwas müssen wir wohl leben ;) Fleisch essen ist dagegen nicht notwendig und daher vermeidbar

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Kommentar von alphonso
01.03.2016, 06:15

Ehrliche Konsequenz würde bedeuten, dass ihr Obst und Gemüse aus dem Supermarkt ebenso verteufelt, wie ihr das bei Erzeugnissen tierischen Ursprungs tut. Man kann sich mit einem eigenen (Schreber-) Garten weitestgehend pflanzlich selbst versorgen, so wie zu Omas Zeiten, aber das ist (den meisten von) euch dann doch zu unbequem.... "Wasser predigen und Wein trinken" nennt man sowas.

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Kommt drauf an von welchem Anbieter du kaufst. Ich kaufe mein Fleisch nur beim Bauern direkt wo ich weiß wie die Tiere gehalten und geschlachtet werden. Da mache ich mir keine Sorgen um die Umwelt anders wie bei der Massentierhaltung...

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Kommentar von schwoerauflidl
29.02.2016, 20:27

99% des in Deutschland verzehrten Fleisch stammt aus Massentierhaltung. Das was du da machst, scheint also die absolute Ausnahme zu sein.

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Kommentar von Walcheb
29.02.2016, 21:23

Ich muss aber auch sagen das ich da nur 1 mal im Monat hinfahre.

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Schon mal an einen Metzger gedacht?

Also wir brauchen nicht unbedingt Fleisch zum Überlegen aber es hilft ungemein. Fleisch hat einfach Stoffe die unsere Zellen brauchen und zuviel ist ungesund das stimmt.

Aber unser Magen verdaut Fleisch problemlos also wird es schon irgendeinen Sinn haben dass das so funktioniert.

Der Metzer schlachtet und verarbeitet das Fleisch noch selbst und ist sowieso besser als das vom Supermarkt.

Außerdem schau dir mal an was mit der Welt gemacht wird nur um den Soja Vegie Trend zu decken.

Vielleicht denkst du mal drüber nach :)

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Kommentar von schwoerauflidl
29.02.2016, 20:30

Das meiste weltweit angebaute Soja wird an Tiere verfüttert. Jemand der ein Kilo Fleisch isst, verbraucht gleich die 8fache Nutzfläche wie jemand, der 1 Kilo pflanzliche Nahrung zu sich nimmt

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Kommentar von PeaceLoveVegan
29.02.2016, 20:47

1. du bist nicht gezwungen Soja aus Südamerika zu kaufen (das meiste davon geht eh nach China und das nicht zu den Vegetariern).

2. es gibt einige Möglichkeiten sich ohne Soja wunderbar mit Proteinen zu versorgen

3. ohne das Sojaschrot für die Fleischindustrie (welche hauptsächlich von Europa importiert wird) würde sich der Anbau von Soja nicht lohnen, denn verhältnismäßig macht man mit dem Schrot mehr Umsatz, als mit dem Öl.

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Kommentar von PeaceLoveVegan
29.02.2016, 20:59

Ich esse gar keinen Soja. Wie gesagt es gibt genug einheimische Produkte die einen hohen Proteinanteil haben (Platterbsen zB).

Und wie schon gesagt, das meiste Soja wird nach China importiert. Nach Europa kommt von dort sehr geringe Mengen, aber viel Schrot.
Das Soja vor Ort wird vor allem für Biodiesel benutzt, aber mit unserem Import des Schrots fördern wir das.

Evlt. solltest du dich mit der Materie erst einmal auseinander setzen.

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Kommentar von PeaceLoveVegan
29.02.2016, 21:00

Übrigens. Ich lebe seit meiner Geburt vegetarisch und seit ich 12 bin vegan (also schon 7 Jahre). Das ist kein Trend. Ich liebe Tiere. Alle Tiere.

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Würde ich nicht sagrn, da es in unserer Natur liegt.
Wenn man sich um den moralischen Aspekt kümmern möchte dann muss man einfach 1. Weniger fleisch essen und 2. Bewusster einkaufen.. ich komme aus dem Bereich und kann dir sagen bio ist nicht bio...
Suche dir eine kleine Metzgerei und frage ob sie selber schlachten dann kannst du am sichersten sein.

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