Ist es schlimm wenn man introvertiert ist?

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Das ist überhaupt nicht schlimm, solang es wirklich nur Introvertiertheit ist und Deine Lebensqualität nicht negativ beeinflusst. Ich bin introvertiert und war lange Zeit übertrieben schüchtern und litt an sozialer Phobie. Das war wirklich schlimm. Aber seit ich an mir gearbeitet habe bin ich nur noch introvertiert, sprich ich kann problemslos unter Menschen sein und auch mit und vor Menschen sprechen, aber es strengt mich an so dass ich dann auch mal wieder meine Ruhe brauche um meine Akus aufzuladen. Extrovertierte Menschen machen das andersrum, sie laden ihre Akus auf wenn sie sich mit Menschen umgeben, und für sie ist es anstrengend alleine zu sein.

Ich erhalte auch fast nur positives Feedback weil ich lieber aktiv zuhöre als selber zu reden und kein Bedürfnis habe im Rampenlicht zu stehen, stattdessen ruhig und bedacht kommuniziere statt wie ein Wasserfall drauflos zu plappern. Ich mag wie ich bin und wahrgenommen werde, und ich mag es nach einer anstrengenden sozialen Woche einfach mal nen Samstag mit einem guten Buch unter meiner Bettdecke zu verbringen, alleine ^^

Nein, es ist nicht schlimm. Da Introvertierte eine Minderheit der Menschheit ausmachen (ca. 1/3), ist die Gesellschaft natürlich auf Extrovertierte ausgerichtet. Das ist der Grund, warum Geselligkeit und Offenheit als gute Eigenschaften wahrgenommen werden. Dabei ist es nicht falsch, wenn man verschlossen ist und lieber mehr Zeit für sich hat, sondern nur anders. Das wichtigste ist, sich so zu akzeptieren, wie man ist. Wenn du dich bemühst, kannst du an dir arbeiten und zum Beispiel lernen, leichter mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Der Punkt ist aber, dass du dich dabei nie so wohlfühlen wirst wie ein Extrovertierter. Genauso wird ein Extrovertierter nie glücklich mit der Situation sein, wenn am Wochenende niemand Zeit hat, um etwas zu unternehmen. Das Wesen eines Menschen ändert sich nicht. Man muss lernen, stolz auf den Menschen zu sein, der man ist und  nicht immer versuchen, so wie andere zu sein. Introvertierte haben oft Fähigkeiten, die Extrovertierte sehr selten haben.

Vielen Dank für deine Antwort :)

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Gefühle und eigene Befindlichkeiten ändern sich im Laufe des Lebens, das ist normal. Oftmals sind es Erfahrungen, die dazu führen oder ganz einfach das älter werden.

Wenn es Dich an Dir selbst stört, versuche, Dich zu öffnen, Vertrauen zu haben zu anderen Menschen. Du kannst Dir natürlich auch eine Gesprächsgruppe suchen.

Danke für die Antwort

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Starke Abneigung, gegenüber introvertierte, ruhige Menschen?

Hallo,

Mir ist aufgefallen, dass mein Verhalten sehr stark abhängig davon ist, wie offen mein Gegenüber ist. Ich bin auf einer neuen Schule und ich komme mit den Lehrern erst zurecht, wenn sie offen sind. Bei solchen Lehrern bin ich sehr gut im Unterricht und auch sehr motiviert. Es gibt Lehrer die nicht so offen sind, mit ihnen komme ich nicht zurecht. Innerlich suche ich irgendwie am liebsten immer irgendwelche Konfrontationen. Ich bin gegenüber solchen Lehrern unhöflich! Ich habe auch eine Mitschülerin, die sehr introvertiert ist, sie ist wirklich freundlich, aber ich kann sie aufgrund dessen nicht leiden.

Ich habe im Allgemeinen eine sehr starke Abneigung gegenüber Menschen, die introvertiert, und zurückhaltend sind. Teilweise habe ich auch richtige Angst vor ihnen. Die lösen bei mir eine große Unsicherheit aus und ich bekomme auch ab und zu Bauchschmerzen deswegen. Zwischendurch bekomme ich auch bei solchen Lehrern Panikattaken. Ich kann zu solchen Menschen nicht freundlich sein und bin ihnen gegenüber auch feindselig eingestellt. Sobald diese Personen sich aber öffnen, bin ich automatisch viel freundlicher und wie ausgewechselt. Also ich bin dann so wie ich bin.

Irgendwie hemmen mich solche Menschen total, bei ihnen kann ich nicht wirklich aus mich heraus kommen. Ich weiß leider nicht was mich genau hemmt und was ich dagegen tun kann... :(

Evtl. wirken solche Menschen auch viel authentischer auf mich. Dieses Problem habe ich schon sehr lange, es zieht sich quasi wie ein roter Faden durch mein Leben.

Wenn ich bald studieren sollte, ist man ja öfters anonym und ich sehe aufgrund dessen schon ein paar Probleme.

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