Ist es gerechtfertigt bei einer Zahlungserinnerung eine Mahngebühr und eine Stornogebühr der Bank in der unten angegebenen Höhe in Rechnung zu stellen?

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6 Antworten

Mahngebühren würde ich nie in einer Höhe von mehr als 1,20 € pro Mahnung akzeptieren.

7,50 € sind reines Gewinnstreben. Eine Mahnung mit 7,50 € ist niemals zu rechtfertigen.

Bei einer Mahnung darf nur der Materialaufwand berechnet werden. Der summiert sich aus einem Blatt Papier, einem Briefkuvert, dem Porto und den Anteil für Tinte und Toner. Da kommt man nicht über 1,20 € drüber.

https://anwaltauskunft.de/magazin/leben/freizeit-alltag/615/wie-hoch-duerfen-mahngebuehren-sein/

Die Stornogebühren, gemeint sind wohl Rücklastschrift Gebühren, sind mit 10 € auch zu hoch. Mehr als 5 € sollten hier nicht gezahlt werden.

Ob diese Mahnkosten so in den AGB stehen und du diese unterschrieben hast, spielt keine Rolle. Die jahrelange, ständige Rechtssprechung bejaht Mahnkosten von maximal 2,50 € .

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Kommentar von mepeisen
16.03.2016, 18:01

Die jahrelange, ständige Rechtssprechung bejaht Mahnkosten von maximal 2,50 € .

und erklärt in AGB formulierte Pauschalbeträge für unzulässig. (also diesen Teilsatz hast du vergessen).

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Ich wurde damit vertröstet, dass die Mahnkosten in der AGB stehen, die
ich unterzeichnet habe und das Fitnessstudio somit rechtens handelt. 

Das ist der übliche Blabla und rechtlich nicht ganz korrekt. Zwar können AGB gewisse Dinge festlegen, sie unterliegen aber einer Inhaltskontrolle (§§ 305 ff BGB) und gewisse Klauseln in AGB sind nichtig bzw. unwirksam.

Bei einer Rücklastschrift tritt Verzug automatisch ein, so dass die Mahnung nicht verzugsbegründend war. Für die Mahnung können die tatsächlichen Kosten oder eine angemessene Pauschale als Schadenersatz verlangt werden. Was eine angemessene Pauschale ist, beurteilen Gerichte nicht ganz einheitlich, maximal jedoch 2,50 € pro Brief!

Die Gebühren für eine Rücklastschrift betragen auch nicht überall gleich viel. Mehr als 5-6,- € sind dies aber auch nicht (es gibt auch Urteile die sagen 3,65 € ist pauschal das Maximum). Auch hier verstehen sich die Kosten als Schadenersatz. Dem Fitnessstudio darf dadurch kein Gewinn entstehen.

Also überweise meinetwegen 8,50 € pauschal für Rücklastschrift und Mahngebühr. Auch so deklarieren.

Dem Grunde nach ist die Forderung korrekt, der Höhe nach nicht.

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Kommentar von Hodenkobold1
15.03.2016, 19:27

Danke für diese ausführliche Antwort. Genau das selbe habe ich dem guten Herren nach einigen Recherchen mit Google auch erzählt. Das Studio würde mir 2,50 erlassen, worauf ich mich nicht eingelassen habe. Ich werde jetzt 8,50 überweisen, weil ich für meinen Fehler ja auch gerade stehen will. Mal sehen was passiert. Danke!!!

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Ist die Lastschrift geplatzt? Dann kann das schon mal 10 Euro kosten. 7,50 Euro Mahngebühr finde ich jetzt etwas viel - was dir aber nichts nützt. Willst du deswegen klagen?

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Kommentar von Effigies
15.03.2016, 19:43

Willst du deswegen klagen?

Muß er ja nicht. Er zahl einfach nicht.  Er zahlt das was angemessen ist und fertig.

Wenn das Studio ihm einen gerichtlichen Mahnbescheid zustellen läßt kreuzt er einfach an Forderung unberechtigt, und sendet es ans Amtsgericht zurück.  Damit ist die Sache erledigt, es sei denn das Studio wäre so doof zu klagen. Damit liegt aber das ganze Prozesskostenrisiko bei denen. Und da die Rechtslage da ziemlich eindeutig ist, werden sie so nur Geld verschleudern.  Denen ihr Firmenanwalt weis das auch und wird sie davon abhalten so nen Unfug zu machen.

Die Rechtslage ist nämlich so wie Kevin1905 sie beschrieben hat völlig korrekt. 8,50 und Schluss.

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Die Stornokosten sind Kosten, die die Bank eintreibt, sie werden nur berechtigt an Dich weiter gegeben. Ärgere Dich nicht weiter und bezahle. Das kommt oft vor, dass man bei Bankwechsel irgendeinen Posten übersieht. Ist mir selbst schon so gegangen. Dann muss man auch die Konsequenzen tragen.

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Kommentar von DiamantAnwalt
16.03.2016, 16:48

17,50 € zahlen wegen einer Rücklastschrift und einer Mahnung? Ich denke, du solltest dich mal bilden.

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Wenn das in den AGB´s steht und Du das so unterschrieben hast, dann ja

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Kommentar von DiamantAnwalt
16.03.2016, 16:47

Man muss sich nicht an alles halten, was man unterschrieben hat.

Im Groben:  die §§ 305 bis 307 BGB .

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Hallo,

ja, das Fitnessstudio darf das.

Eine Mahngebühr kann erhoben werden, die Stornokosten der Bank auch, und wenn du die AGBs liest steht das wohl irgendwo dirn.

Das ist einfach dumm gelaufen.

LG Mata

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Kommentar von kevin1905
15.03.2016, 19:27

Ein Billigflieger wollte mal 50,- € pro Rücklastschrift haben und Eplus einst 15,- €.

Der Billigflieger hat vom BGH einen drüber bekommen dafür und Eplus wurde abgemahnt durch die VBZ.

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Kommentar von mepeisen
16.03.2016, 18:05

Was in AGB steht, ist grundsätzlich egal. Da dürfen solche pauschalen Gebühren nicht drin stehen. Nur der tatsächliche Schaden darf verlangt werden und Briefe kosten keine 7,50€ und die Rücklastschrift ist auch mit maximal 5€ angemessen. Drüber geht nichts.

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