Ist es eurer Meinung nach in Ordnung ein Pferd zweimal täglich zu bewegen?

15 Antworten

Bei einem Schulpferd fragt doch auch keiner, ob es mehr als 2 x in der Reitstunde laufen darf und viele Schulpferde gehen mit Sicherheit öfter als 2 x pro Tag.

Wenn das Pferd ohnehin arbeiten will, dann spricht nichts dagegen, zweimal täglich was mit ihm zu tun, zumal Betüddeln ja jetzt mehr oder weniger nur Beschäftigung für dich und weniger für das Pferd ist :-)

Ja klar. Man muß eben einfach noch mehr darauf achten, dass das jeweilige Pferd nicht zu anstrengend wird, so dass die Motivation leidet. Generell ist es sicher gut, das Pferd mehrmals täglich zu bewegen. Spazierritte würde ich jedoch zum Ausgleich empfehlen.

Das übliche Freizeitpferd arbeitet gar nix. Die eine Stunde die die mal geritten werden ist keine Arbeit von daher denke ich nicht das es einem Freizeitpferd jemals zu anstrengend sein kann, eher das Gegenteil.

0
@friesennarr

Einer von uns beiden hat da wohl was falsch verstanden - ich verstehe die Frage so, als handle es sich um ein M - Springpferd. Da würde das übliche Training schon auch recht anspruchsvoll sein. Im Bezug auf Freizeitpferde dagegen gebe ich dir vollkommen recht!

0
@Urlewas

Lt. der Fragestellung kann das Pferd das scheinbar, aber unten steht - leicht longieren, tütteln und abends reiten - keine Auflistung was als Reiten gilt. Daher?

0

Warum nicht?

Die Pferde, die tagsüber noch die Milchkannen von den Bauern in die Molkerei gefahren haben und abends dann vom Nachwuchs der Familie für den Turniersport trainiert wurden, waren durchschnittlich gesünder als unsere heutigen Freizeittiere. Es ist nicht so, dass ein Pferd zwingend die menschengemachte Bewegung bräuchte. Aber wenn wir von ihm etwas verlangen wollen - und sei es nur mal ein forscher Halbtagesritt, dann sollten wir es dafür trainieren. Am großen Stall-Ausritt nimmt man mit den Reitpferden teil und nicht mit den Streichelpferden.

Dazu kommt, dass die untrainierten Pferde am meisten gefüttert werden, denn ein nicht trainiertes Pferd ist nicht sonderlich hübsch, weil es keine Muskulatur hat. Da Pferde aber in aller Regel sehr gleichmäßig in die Muskulatur Fett einlagern, sehen sie gleich netter aus, wenn sie fett sind ... ich denk da nur immer an die Sehnen, Bänder und Gelenke, die mangels Muskeln das Fett tragen müssen und dann ist mir weniger hübsch lieber.

Würde ich es leisten können (so aus meinem beruflichen Alltag heraus), würde ich unsere Pferde auch gut trainieren und da sind zwei kurze Einheiten am Tag dreimal besser als eine lange.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Durchgenend Pferdeerfahrung seit 1981

Klar! Von mir aus auch dreimal!

Körperlich ist das kein Problem (bei vernünftiger Reitweise)

Man muss nur den Kopf bei Laune halten. Immer nur Kringel im Viereck würde ich jetzt nicht empfehlen.

Die Trainingseinheiten sollten dann auch eher kurze Arbeitsphasen enthalten. Das ist sogar gesünder als eine Hardcore-Trainingseinheit.

LG

Woher ich das weiß:Hobby – Reiterin seit ca.30Jahren

Es ist auch in Ordung das 3 oder 4 mal zu arbeiten, so viel Zeit hat der Normalmensch aber vermutlich nicht.

Pferde sind Lauftiere und laufen für ihr Leben. Ob da ein Reiter was macht oder nicht ist da egal.

Unsere Pferde heute Arbeiten übrigens so gut wie gar nichts mehr (Schulpferde und Brauereipferde und Hochleistungspferde ausgenommen).

Früher hat man ein Pferd angespannt (morgens) dann aufs Feld um Futter zu holen, dann zurück und fressen, dann vor den Wagen oder den Pflug und abends wieder nach Hause. Am Wochenende dann vor die Kutsche zur Kirche oder mit den Kindern in den Wald für einen Ausritt.

Solche Arbeitsleistung ist seit 40 Jahren immer mehr aus der Mode gekommen.

Aber normale Turnierpferde gehen in der Regel morgens aufs Band, mittags in die leichte Arbeit und abends in die Spring oder Dressurstunde.

Dein locker longieren oder betütteln gilt noch nicht mal als Arbeit.

Was möchtest Du wissen?