Ist es arrogant oder egoistisch oder schädlich wenn man sich selbst am meisten liebt?

9 Antworten

Jeder liebt sich selbst nur am meisten.
Gotthold Ephraim Lessing
(1729 - 1781), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Quelle: Lessing, Nathan der Weise, 1779

Nein.
Aber Basis für ein angenehmes, leichtes, erfülltes und sinnvolles Leben.

Alles jedoch sollte im Gleichgewicht bleiben; du solltest also deine Feinde bzw. dich noch Störendes genauso lieben können ;-)

Wer aber leicht werden will und ein Vogel, der muß sich selber lieben: –
also lehre ich. Nicht freilich mit der Liebe der Siechen und Süchtigen:
denn bei denen stinkt auch die Eigenliebe! Man muß sich selber lieben
lernen – also lehre ich – mit einer heilen und gesunden Liebe: daß man
es bei sich selber aushalte und nicht umherschweife.

Friedrich Wilhelm Nietzsche
(1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

 - (Liebe, Beziehung, Psychologie)  - (Liebe, Beziehung, Psychologie)

Das bleibt jedem selbst überlassen bzw. ist mMn eine Frage der Optik --------> Ansichtssache!

Sofern man bei aller "Selbstliebe" erkennt dass andere Menschen zumindest gleichwertig sind & genauso geachtet werden sollten... muss jeder für sich entscheiden!

Man sollte jedoch keinesfalls seine eigenen Bedürfnisse denen der anderen unterordnen, weil man sich damit mittelfristig ziemlich unglücklich macht.. das muss nicht sein :)

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Menschenfreund, Außendienst, ehem. Gemeinderat!

Einerseits ist es wichtig sich auch selbst zu lieben - denn nur dann wird es möglich von anderen geliebt zu werden. Aber übertreiben sollte man natürlich nicht dabei - sonst ergeht es einem wie jenem, der sein schönes Spiegelbild immer wieder im Wasser ansehen wollte, bis er eines Tages ins Wasser hineinfiel und ertrank...

Lieben und "am meisten" passt nicht zusammen.

Wer liebt, vergleicht seine Lieben nicht. Und sieht keinen Gegensatz darin, ob er etwas für sich oder seine Mitmenschen tut. Weil er sich an ihrer Freude mitfreuen kann und auch weiß, dass es für sie nicht gut ist, wenn es ihm schlecht geht.

Kommt drauf an wie sehr. Klar denkt (fast) jeder zuerst an das eigene Wohl, bevor er Anderen hilft. Sonst macht man sich nur selbst kaputt, was dann den Anderen vermutlich auch wieder runterzieht. Sieht man jedoch nur sich selbst & das noch im Tunnelblick, wird's kritisch. Es gibt aber viele Leute, die als egoistisch gelten & hilfsbereiter sind als so mancher, der als hilfsbereit gilt.

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