Ist Erste Hilfe auf Dienstreise Arbeitszeit?

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4 Antworten

Wem hast du geholfen?

Kollege? Natürlich Arbeitszeit!  Das wird der Unfallbericht des Kollegen ja dann wiedergeben.

Du selbst brauchst keine Unfallberichte schreiben, schon aus Datenschutzgründen.

Am einfachsten ist es, wenn du ausgebildeter Ersthelfer bist und einem kollegen geholfen hast. Dann ist es auch Arbeitszeit. .

Dann lass dir von deinem Arbeitgeber einen Vordruck geben, auf den du alles namenlos dokumentierst.

Strenggenommen ist tatsächlich so ein Ausfall nur in o.g. fall, sonst aber keine Arbeitszeit.

Wenn du zwar nicht ausgebildeter Ersthelfer bist, dennoch wie es die Pflicht eines jeden ist-  im Einsatz für kollegen , bist du über deine Firmen.- BG als Unfallversicherungsträger selbst gegen Gesundheitsschäden versichert, bei Hilfe gegenüber anderen innerhalb Deutschland bei der DGUV, und im Ausland bei den jew. zuständigen.  (Bin mir nicht 100%ig, aber 90%ig sicher)

Daran kannst du sehen: Arbeitszeit geplant ja, aber das Leben grätschte mit was anderem dazwischen.

Im Zweifel bei der BG - einer der benannten- fragen

im Ernst?

Du leistest Erste Hilfe (vermutlich nicht an einem Arbeitskollegen) und Dein Arbeitgeber soll die Arbeitszeit bezahlen?

Frage: was hat die Erste Hilfe mit Deinem Arbeitgeber zu tun? vermutlich nix ......

Der Arbeitgeber hat Anspruch darauf, dass Du die vereinbarten Stunden leistest.

Durch die Erste Hilfe wurde die Arbeitsleistung nicht (komplett) erbracht. Dürfte wohl unstrittig sein.

ICH persönlich finde es traurig, dass du deine "Hilfe am Menschen" von deinem AG angerechnet haben möchtest. Wenn du dich "bestraft" fühlst, dann leiste einfach keine "aktive" Erste Hilfe, sondern setze einen Notruf ab und nimm deinen wichtigeren Termin wahr. Ansonsten wirst du dich wohl nicht stundenlang bin dem Verletzten auseinandergesetzt haben, oder? Kann man das nicht als Dienst an der Menschheit abhaken ohne dafür etwas zu bekommen?

Kann man das nicht als Dienst an der Menschheit abhaken ohne dafür etwas zu bekommen?

Darum geht es doch gar nicht. Der Fragesteller hat einen Verlust an seinem Gehalt erlitten, weil der Arbeitgeber ihm das von seiner Arbeitszeit abziehen will. Er will keine Belohnung für sein (tadelloses und vorbildliches) Verhalten, aber auch nicht finanziell dafür bestraft werden. Das ist moralisch und wirtschaftlich einwandfrei und nicht zu kritisieren. Wenn du schon meckern willst, dann bitte gegen die Haltung seines Arbeitgebers.

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@Everklever

ähm, der Arbeitgeber hat Anspruch auf die Arbeitsleistung des Mitarbeiters. diese wurde NICHT vollständig geleistet. wieso soll also der Arbeitgeber die Arbeitszeit vergüten?

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Schau mal hier:

http://www.verkehrsportal.de/board/index.php?showtopic=107938

Der Helfer in Notsituationen ist in der gesetzlichen Unfallversicherung (Unfallkasse des Bundeslandes) versichert. In diesem Sonderfall auch nicht nur gegen Personen- sondern auch gegen Sachschäden.

Leider ist dieser besondere Versicherungsschutz auch den meisten Einsatzkräften nicht bekannt, so dass die Nothelfer am Notfallort selten diesen Hinweis bekommen.

Ich habe mich gerade mal ein wenig durch das SGB 7 gehangelt:

Zitat

§ 2 Versicherung kraft Gesetzes

(1) Kraft Gesetzes sind versichert

13. Personen, die

a) bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not Hilfe leisten oder einen anderen aus erheblicher gegenwärtiger Gefahr für seine Gesundheit retten,

und:

Zitat

§ 13 Sachschäden bei Hilfeleistungen Den nach § 2 Abs. 1 (...) Nr. 13 Buchstabe a und c Versicherten sind auf Antrag Schäden, die infolge einer der dort genannten Tätigkeiten an in ihrem Besitz befindlichen Sachen entstanden sind, sowie die Aufwendungen zu ersetzen, die sie den Umständen nach für erforderlich halten durften, soweit kein anderweitiger öffentlich-rechtlicher Ersatzanspruch besteht.

Nur was hat diese Antwort mit der Frage zu tun.

Der TE möchte seine "verschwendete" Zeit vom Arbeitgeber bezahlt bekommen.

Er selbst hat weder einen körperlichen noch einen Sachschaden erlitten.

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@wilees

Weißt du was besseres? Außerdem

  1. sollte das der Fragesteller selbst bewerten
  2. wäre das vielleicht eine Möglichkeit, den Ausfall an Arbeitszeit auf diesem Wege ersetzt zu bekommen und eventuell auch noch weitere Aufwendungen/Verluste, die ihm durch das Engagement entstanden sind.
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@Everklever

1. Fragt Fragesteller ausdrücklich nach der Arbeitszeit ........

2. selbstverständlich hat der Fragesteller das Recht, die Arbeitszeit bei der Versicherung des Patienten einzufordern

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@wurzlsepp668

nur dürfte der bürokratische Aufwand hierzu erheblich höher sein als der Ertrag ....

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@wilees

Nur was hat diese Antwort mit der Frage zu tun.

Damit wird die Frage indirekt beantwortet!

Er selbst hat weder einen körperlichen noch einen Sachschaden erlitten.

Selbstverständlich hat er einen Sachschaden erlitten, wenn er dadurch seine Arbeitszeit nicht einhalten und die geforderte Arbeitsleistung nicht im vertraglichen Umfang erbringen konnte!!

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@wilees

noch einen Sachschaden erlitten

@wilees, dann ist dir der Begriffsinhalt von "Sachschaden" nicht geläufig und du solltest dich solcher Kommentierungen enthalten.

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