Ist eine Zahnversicherung sinnvoll - Hat jemand schon Erfahrungen mit der smile protect von Hanse Merkur?

5 Antworten

Da ich leider auch selber recht oft zum Zahnarzt muss wollte ich wissen
ob jemand schon Erfahrungen mit dem Thema hat oder mir eine gute
Zahnversicherung empfehlen kann.

  1. Frag keine Laien um Meinungen da kommt meist nur Käse raus oder gefährliches Halbwissen.
  2. Wenn du schon häufig beim Zahnarzt warst, ggf. sogar schon ein paar Zahnruinen hast, kannst du die Zusatzversicherung knicken. Brennende Häuser werden nicht gegen Feuer versichert.
  3. Zahnzusatz ist empfehlenswert, aber zumeist nicht existenzsichernd. Wenn du also keine Berufsunfähigkeit, kein Krankentagegeld, keine Haftpflicht aber PKW Vollkasko hättest, lägen deine Prioritäten falsch.

Wie viel bist du bereit zu zahlen? Wartezeit ist dir bekannt? Zahnstaffeln auch?

Suche doch einen Maklerkollegen in deiner Nähe auf der erklärt dir das detailliert und schaut bei welchem Anbieter es sinnvolles gibt.

Ich habe mir übrigens nochmal den besten Tarif der SmileProtect (der sich Best Smile nennt) angeguckt und muss sagen, dass da schon einige Punkte sind, die mir missfallen würden.

So z.B. dass max. 4 Implantate im Unterkriefer und max. 6 im Oberkiefer bezahlt werden. Alle weiteren Implantate werden nicht mehr übernommen. Das finde ich, ist schon ein extrem happiger Haken. (Diesen Haken weisen alle deren Tarife auf)

Außerdem werden max. 65€/Jahr für die Zahnreinigung bezahlt. Da könnte ich bei meinem Zahnarzt nicht mal eine ganz finanzieren pro Jahr.

Onlays sind überhaupt nicht abgesichert, nur Inlays.

Nach der Wartezeit gibt es zum Ende des ersten Jahres hin gerade einmal 600€ an Zuzahlungen für alle beinhalteten Leistungen (das finde ich ehrlich nicht viel, bei meiner Versicherung stand mir bereits mit Vertragsbeginn für alle Leistungen, die ich in meinem anderen Beitrag aufgezählt habe, 2000€ zur Verfügung und ich zahle in einem Jahr gerade mal ca. 288€ ein)

Paradonthosebehandlungen sind nicht abgesichert, nur Wurzelbehandlungen.

Es besteht eine Vertragsbindung von 2 Jahren, vorher kommt man nicht raus. Nach Ablauf dieser Mindestvertragslaufzeit kann man trotzdem nur jährlich kündigen.

Außerdem missfällt mir, dass selbst im Produktinformationsblatt keine Beitragsauflistung vorliegt, zwecks altersbedingter Beitragsanpassung. Denn beim Rumspielen mit Geburtsjahren bei der Tarifberechnung wurde mir deutlich, dass es diese auf jeden Fall geben muss. Für den Versicherungsnehmer ist so allerdings undurchsichtig, wann bzw. in welchen Abständen diese passieren.


Ganz ehrlich, für den Beitrag von knapp 30€ für Ihr Alter können Sie weitaus bessere Absicherungen mit mehr Leistungsinhalt finden.



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Korrektur: Die altersbedingten Beiträge habe ich doch gefunden. Ganz unten auf der Seite Tarifdetails. Die letzte Anpassung findet mit dem 50 Lebensjahr statt. Auf Sie kämem also noch zwei zu. Das halte ich aber für normal.

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Hallo!

Bei vielen Versicherungen muss man bei Vertragsabschluss seinen Zahnstatus einreichen, der zu gewissen Ausschlüssen führen kann. Wie jemand so schön sagte: Ein brennendes Haus kann eben nicht mehr versichert werden. Aber falsch ist, dass auf eine Zahnersatzabsicherung nicht so viel Priorität gelegt werden muss, wie z.B. auf eine Berufsunfähigkeitsabsicherung. Statistisch gesehen wird man eine Zahnabsicherung eher brauchen, als eine BU, was ja auch gut so ist. Mit dem steigendem Alter steigen auch die Risiken, dass Zahnersatz nötig wird und nicht wenige brauchen soetwas auch schon unfallbedingt in jüngeren Jahren, der Kirschkern ist der Klassiker (ist meiner besseren Hälte erst letztes Jahr passiert). Es ist nicht verkehrt, lieber früher, als später darüber nachzudenken, die Zähne abzusichern, damit man im Ernstfall schon die vollen Zuzahlungen bekommt. Und Zahnersatz ist nicht gerade billig. Meine Mutter darf für ein Implantat gerade über 3000€ blechen, nur weil sie eben nicht zwei gesunde Zähne runterschleifen und damit eine Brücke machen lassen möchte, um mehr von der Kasse zu bekommen. Und jetzt stellt man sich mal vor, dass man vielleicht nicht nur ein, sondern zwei oder drei Implantate gemacht kriegt...


Es gibt weiterhin viele Versicherungen, die ersteinmal eine Wartezeit haben, das heißt, man zahlt und zahlt ein und hat für einen gewissen Zeitraum noch überhaubt keinen Anspruch auf Zuzahlungen. Fair empfinde ich anders. Die meisten Versicherungen haben dann im Anschluss noch so genannte Stafellungen, das wiederum bedeutet, dass Sie noch lange nicht Anspruch auf die vollen vertraglichen Leistungen haben, sondern nur anteilig. Prinzipiell wäre das mit den Staffellungen auch in Ordnung, so lange man flexibel wäre, was das Behalten und Ablegen der Versicherung angeht. Auch hier sind die meisten Versicherer wenig fair und haben oftmals eine Vertragsbindung von mindestens zwei Jahren. Man zahlt also erstmal ein, bekommt dann noch lange nichts, dann irgendwann anteilig und kann im Zweifel nicht mal kündigen.

Wen solche Punkte ähnlich stören, wie mich, dem kann ich den Premiumtarif der Ergo Direkt empfehlen (dieser setzt sich aus 4 Bausteinen zusammen: ZAB/ZAE für Zahnersatz und ZBB/ZBE für Zahnerhalt). Abgesichert sind damit auf dem Gebiet Zahnersatz mit bis zu 100% Maßnahmen, die von der Kasse bezuschusst werden (also Regelversorgung bei Kronen, Brücken, Prothesen) und es wird angerechnet, was die Kasse zuzahlt, den Rest übernimmt die Ergo Direkt. Auch abgesichert sind mit 90% Implantate und eben höhere Versorgung, also alles, was von der Regelversorgung abweicht, wie Keramik. Dabei ist z.B. der Kieferaufbau, wenn nötig, beim Kieferchirurgen als therapeutische Vormaßnahme mit abgesichert und auch Laboranalysen etc. Es muss nur eben immer im Zusammenhang mit der bevorstehenden Maßnahme sein. Ansonsten ist das Gebiet Zahnerhalt mit 100% bei Inlays, Onlays, Kunststoffüllungen, Knirscherschienen, Wurzelbehandlungen., Pradonthosebehandlungen und Prophylaxe samt Zahnreinigung (die man sogar einmal im Quartal machen kann und bei der man nur anrufen braucht, um die Rechnung direkt am Telefon zu regulieren, super bequem) mit drin. Was nicht abgesichert ist, sind Betäubungen. Aber ich meine mich zu erinnern, dass ich das damals bei meiner eignenen Suche nach einer Versicherung, bei den wenigsten inklusive gesehen hatte. Ansonsten muss man bei der Ergo Direkt auch keinen Zahnstatus einreichen oder irgendwelche Gesundheitsfragen beantworten. Mir wurde bei der telefonischen Beratung (ich würde auch dringend empfehlen, lieber nochmal eine persönliche telefonische Beratung zu machen) sehr deutlich gesagt, dass generell Dinge, die vor Vertragsabschluss angeraten wurden, wie eine Füllung oder Krone, bzw. Lücken nicht abgesichert sind. Das fragen die tatsächlich schriftlich beim Zahnarzt nach, wenn man einen Heil- und Kostenplan einreicht, also ob das schon vor Vertragsbeginn angeraten war. Ansonsten hat man direkt mit Vertragsbeginn Anspruch auf Leistungen, aber auch erst nur gestaffelt, dafür hat man immer monatliches Künigungsrecht.

Ich weiß jetzt nicht den genauen Beitrag für Sie, daher würde ich einfach empfehlen, auf deren Internetseite vorbeizuschauen oder eben anzurufen (ich finde den persönlichen Kontakt angenehm). Da sollten Sie sich das auch nochmal mit den Einschränkungen der Zuzahlungen am Anfang angucken, bzw. erklären lassen.

Ich persönlich finde so eine Absicherung sehr wichtig und für mich gehört Sie neben Hausrat, Haftpflicht, Unfall und KFZ sofern man ein PKW hat (wäre dann ja eh Pflicht), zu den Versicherungen, die man unbedingt haben sollte. Erfahrungsgemäß ist es mir auch eine Herzenssache, auf das Thema Pflege und Absicherungen auf dem Gebiet hinzudeuten (wir werden nunmal alle immer älter), aber ich weiß, dass das in unserer Gesellschaft irgendwie noch sehr tabuisiert ist. Wer wie ich sowas mit Herz und Leib ganz miterleben dürfte, denkt da wohl anders.

Soweit meine Empfehlungen und Erläuterungen zum Thema Versicherungen und ganz speziell die Zähne. :)

Wobei wichtig ist: Ich spreche hier von meinen eigenen Erfahrungen. Was das Thema Versicherungen angeht, bin ich sehr hinterher und achte akkribisch genau darauf, was mir überhaupt an Leistungen zusteht und wofür ich schlussendlich Beiträge zahle. Und ich bin bei diesem Versicherer zufrieden. Das heißt aber nicht, dass jemand anderes nicht vielleicht auch gute Empfehlungen für Sie hat! Aber: Sie können nicht erwarten, alle Zähne tip top abgesichert zu haben und dann günstige Beiträge zahlen zu können. Vor allem, wenn sie mal bedenken, was Implantatbehandlunegn den Verischerer kosten können, da ist im Fernsehen immer die Rede von Kleinwagenpreisen. Eine Zahnversicherung, die Sie wie ein Privatpatient absichert, wird es nirgends für 10€ oder so geben, es sei denn Sie sind unter 20 Jahre alt. Also nehmen Sie sich bitte folgendes zu Herzen: Eine gute Zahnabsicherung hat ihren Preis. Aber in der Regel kriegt man gerade durch Zahnersatzmaßnahmen mehr raus, als man einzahlt.

In diesem Sinne wünsche ich noch einen schönen Tag!


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Ich habe gerade in einem anderen Beitrag gelesen, dass man hier keine Empfehlungen aussprechen darf. Daher betone ich nur nochmal, was ich im letzten großen Absatz geschrieben habe: Das sind meine Erfahrungen, die ich gemacht habe und mit meiner Entscheidung bin ich zufrieden. Nicht, mehr und nicht weniger. Ich weiß nur, dass das Thema riesig umfangreich ist, wenn man sich das erste Mal damit beschäftigt und hoffe, so eine Hilfe darzustellen, um einen Überblick zu erlangen. Aber jeder sollte sich darüber hinaus weiter informieren!


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Hallo,

also mein "Problem" ist das ich seit meiner Geburt unter starker Progenie leide, ich bin mittlerweile 24 Jahre alt und meine Zähne haben sehr darunter gelitten, 1. hatte ich sehr viel Angst vorm Zahnarzt (das heißt nicht das ich nicht putze, ich habe meine Zähne trotzdem so gut es geht gepflegt) 2. ist das Putzen eine schwierige angelegenheit da durch die Progenie meine Zähne alle schief und versetzt sind.

Meine Frage wäre, in wie weit würde mir die Gesetz. KK bei den implantats Kosten behilflich sein?

Bei der Progenie leisten sie vor der OP einen Zuschuss von 80% und nach abgeschlossener OP kriege ich meinen Anteil von 20% zurück erstattet, die zusatzleistungen natürlich nicht. Aber wie sieht es bei den Zahnimplantaten aus? Die "Schäden" stammen größtenteils nur durch die Kieferfehlstellung da ich meine Zähne ansonsten Pflege (okay ich habe auch eigenverschulden da ich nicht so oft zum ZA gegangen bin).

Gibt es da möglichkeiten hilfe zu bekommen von der GKK, die sollen ja nicht 100% übernehmen...

Ich hatte im Internet folgendes gefunden:

""*Festsitzender Zahnersatz (Kronen, Brücken, Stiftzähne, Implantate, gegossene Stiftaufbauten) in besonderen medizinischen Fällen

Die Kasse leistet Kostenzuschüsse, deren Höhe in der Satzung festgelegt ist, für festsitzenden Zahnersatz, wenn ein abnehmbarer Zahnersatz aus medizinischen Gründen nicht möglich ist.

Dies ist insbesondere der Fall bei:

  1. Patient/innen mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten
  2. Tumorpatient/innen in der postoperativen Rehabilitation
  3. Patient/innen nach polytraumatischen Kieferfrakturen in der posttraumatischen Rehabilitation
  4. Patient/innen mit extremen Kieferrelationen (z.B. extreme Progenie, Prognathie, totale Atrophie des Kieferkammes), die eine prothetische Versorgung mit abnehmbaren Zahnersatz nicht zulassen.

Zum unentbehrlichen Zahnersatz gehört auch die notwendige Reparatur von unentbehrlichen Zahnersatzstücken. Für festsitzenden Zahnersatz ohne diese medizinische Notwendigkeit übernimmt die Kasse keine Kosten.*""

hat jemand von euch erfahrungen und wie sieht das ganze nun aus, vielen dank im voraus :)

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