Ist eine Befreiung von der Schulpflicht auf Grund von psychischen Problemen möglich?

6 Antworten

Dir geht es aktuell sehr schlecht und du hast den Kontakt zu einem Neurologen gesucht, der dich an einen Psychotherapeuten überwiesen hat, bei dem du in naher Zukunft eine Therapie in Angriff nimmst. Das war auf jeden Fall der richtige Weg. Denk daran, dass es in erster Linie wichtig ist, dass es dir seelisch wieder besser geht, unabhängig von der Meinung anderer oder irgendwelchen Schulabschlüssen. Was die Vollzeitschulpflicht betrifft, bist du verpflichtet, zehn Jahre lang ab der Vollendung deines sechsten Lebensjahrs zur Schule zu gehen. In deinem Fall ist die Vollzeitschulpflicht also bereits vollendet. Natürlich solltest du genau abwägen, ob ein "Schulabbruch" in deinem Fall sinnvoll ist, auch wenn du bereits einen guten Realschulabschluss hast. Hat denn deine Schulangst ausschließlich etwas mit deinen psychischen Erkrankungen zu tun oder auch mit der Schule selbst? Wenn du beispielsweise unter Mobbing leidest und aufgrund dessen Angstzustände und Panikattacken ausgelöst werden, würde ich an deiner Stelle erstmal versuchen, dagegen anzugehen, im Härtefall auch einen Schulwechsel in Erwägung ziehen. Bei schulischen Problemen jeglicher Art kannst du dich beispielsweise an SozialarbeiterInnen oder diverse Beratungsstellen wenden. Hat deine Schulangst ausschließlich etwas mit deinen psychischen Erkrankungen zu tun, wäre eine Idee, ein Schuljahr zu pausieren und dich zurückstufen zu lassen. In diesem Schuljahr wärst du krankgeschrieben und hättest die Möglichkeit, dich wieder zu stabilisieren, bevor du weitermachst. In dem Falle wäre es natürlich sehr wichtig, dich zielgerichtet auf die Psychotherapie zu konzentrieren. Die Schule aufgrund von psychischen Problemen zu beenden, ist natürlich kein Ausweg, denn eine Berufsausbildung ist auch nicht viel anders, nur dass du hier die Berufsschule besuchst und arbeiten gehst. Deine Probleme würden in der Ausbildung logischerweise weiterhin bestehen. Selbstverständlich steht es dir frei, ob du Abitur machst oder mit einem guten Realschulabschluss einen Beruf lernst, aber ohne psychische Stabilität halte ich es nicht für sinnvoll. Konzentriere dich lieber auf deine Gesundheit und mache dann weiter.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg auf deinem Weg.

Liebe Grüße, Lina :)

Hallo ,habe Deinen Bericht gelesen .Ich bin auch der Meinung das wichtigste ist die Gesundheit wenn da alles gut geht wirst Du schon Klarheit bei der Berufswahl haben. Wenn man labil ist ist es besser keine Entscheidungen zu treffen.Versuche Deine Psyche zu staerken und danach wird alles laufen !!!!!!Viel Glueck!!!!

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Ja das geht, ich (w/17) leide auch unter Panikattacken und meine Therapeutin hat mir eine Schulbefreiung empfohlen. Also geht das wohl.

Bin in der 11 Klasse

Mit einem ärztlichen Attest oder Gutachten möglich

Wenn du eine Ausbildung machen willst, musst du während dieser auch zur Schule gehen.

Und du bist dir sicher, dass deine Störungen in der Berufsschule nicht auftauchen, dass du überhaupt unter den Voraussetzungen einen Ausbildungsplatz bekommst?

Kein Chef hängt sich einen psychisch labilen Lehrling ans Bein.

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