Ist ein schriftliches Hausverbot des Vermieters wirklich notwendig,nachdem mein Exfreund mich tätlich angegriffen hat?

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12 Antworten

Das Hausverbot für deine Wohnung musst du schon selbst aussprechen. Wenn der Vermieter sich dem noch für das Grundstück anschließt, ist das sicher nicht falsch.

SCHRIFTLICH schon deswegen, damit er hinterher nicht sagen kann, davon wüsste er nichts.

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Kommentar von Christa007
09.06.2016, 09:34

ok, ich werde dies sofort schriftlich aufsetzen. Der Beamte muss mir das dann falsch erklärt haben, da er sagte, dass der Vermieter dieses Hausverbot erteilen müsste, da mein Ex außerdem auch noch in der Wohnung gemeldet ist. Vielleicht sollte ich mich auch mal beim Bürgeramt erkundigen, ob ich die zwangsweise Abmeldung beantragen kann

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also die miete geht immer von meinem konto ab. sein geld haben wir quasi für lebensmittel dann ausgegeben.

Das könnte als Ersatzleistung für Miete angesehen werden und würde bedeuten, dass er zumindest einen mündlichen Mietvertrag hat.

Schalte einen Anwalt ein, der die Sachlage beurteilt und dann die erforderlichen Maßnahmen ergreift.

LG

johnnymcmuff

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Der normale Weg wäre gewesen, daß Du innerhalb des durch die Polizei ausgesprochenen Platzverweises zu einem Anwalt gegangen wärst und dieser dann beim Amtsgericht einen unbefristeten Platzverweis beantragt hätte. Das wäre dann gleich die "Grobe Kelle" gewesen, die bei Nichtbefolgung sofort hohe Geldstrafen und/oder Haft zur Folge gehabt hätte. Da Du  das scheinbar nicht gemacht hast, bleibt Dir nun nur noch der mühsame Weg.

Auch Du kannst als alleinige Mieterin Deinem Ex gegenüber ein Hausverbot aussprechen. Dieses erstreckt sich dann allerdings nur auf die von Dir angemieteten Räume. Dadurch könnte er Dich aber noch im oder am Haus abpassen. Das solltest Du aber trotzdem tun und zwar schriftlich mit Einschreiben/Rückschein, falls eine Adresse bekannt ist.

Ferner sollte selbiges der Vermieter tun. Damit erstreckt sich das Hausverbot auf das gesamte Grundstück.

Falls er Dich aber dennoch in irgendeiner Art belästigt, attackiert, verfolgt oder sonstiges strafrechtlich Relevantes zu Deinem Nachteil unternimmt, solltest Du doch den Weg zum Anwalt wählen (Fachanwalt für Familienrecht) der kann bei Gericht beantragen, daß Dein Ex nicht nnur nicht wieder Kontakt mit Dir aufnehmen darf, sondern auch, daß er sich Dir nicht mehr annähern darf. In der Regel heisst es dann, dass er einen Abstand von mindestens z.B. 150 Metern zu Dir und auch Deiner Wohnung einhalten muss.

Der 10-tägige Platzverweis der Polizei dient eigentlich dazu, das alles in die Wege zu leiten. Jenachdem wie agressiv Dein Ex ist, solltest Du das jetzt der Reihe nach machen.

Und keine Angst vor den Anwaltskosten. Du kannst in solchen Fällen eine Gerichtskostenbeihilfe beantragen, die je nach Einkommen sogar die Gesamtkosten ausmachen können.

Nur solltest Du schnellstmöglich in die Puschen kommen und jede weitere Aktion Deines Ex sofort wieder anzeigen und möglichst dokumentieren.

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Kommentar von Christa007
09.06.2016, 14:07

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ja ich gebe es zu, ich habe mich in Sicherheit gewogen, da er nicht im Mietvertrag drin steht.

Mir ging es vor allem um die Wohnung, dass ich ihn nicht herein lassen muss. Das Hausverbot habe ich nun fertig gestellt und ich war vorhin auch beim Gericht. Ich bin mit damit auf dem richtigen und sicheren Weg. Die einstweilige Verfügung hingegen würde erst ausgestellt werden, wenn quasi etwas vorfallen würde....

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Da er die gemeinsame Wohnung als Wohnsitz angemeldet hat, ist das nötig. Da haben die Beamten völlig recht.

Dein Vermieter muss Deinem Ex-Freund schriftlich mitteilen, dass er ganz offiziell Hausverbot hat.

In Fällen von schwerer körperlicher Gewalt wird da ruckzuck eine einstweilige Verfügung ausgestellt, mach Dir da mal keine Sorgen. lg Lilo

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Kommentar von Christa007
09.06.2016, 08:53

Ich weiß jetzt natürlich nicht, ob mich am Hals packen und würgen zu schwerer körperlicher Gewalt zählt? ...

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Für Deine Wohnung kannst nur Du allein ein Hausverbot erteilen, nicht der Vermieter.

Der kann für das Haus/Grundstück Hausverbot erteilen.

Schriftlich ist natürlich besser.

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Kommentar von Christa007
09.06.2016, 09:23

achso ok. dann werde ich mal schnell noch was schriftlich aufsetzen. nur zur sicherheit. das ist alles so kompliziert und wenn dann noch die angst mit dabei ist, ist es echt hart ehrlich gesagt...

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Für die von dir gemietete Wohnung hast du allein das Hausrecht, nicht der Vermieter. Für deine Wohnung kannst nur du deinem Ex Hausverbot erteilen.

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Das ist richtig. Dein Vermieter kann und muss in dem Fall ein Hausverbot aussprechen. Eine einstweilige Verfügung bekommst du in so einem Fall recht schnell. Da er nicht im Mietvertrag steht musst du ihn auch nicht mehr in die Wohnung lassen. Sollte er gewaltsam versuchen rein zu kommen, ruf die Polizei wieder an.

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Er muss nicht in die Wohnung gelassen werden - das ist eine Fehlauskunft der Polizei. Niemand muss einen in seine Wohnung lassen, wenn es nicht gewollt ist. (Abgesehen von einem Durchsuchungsbefehl). Wechsel die Schlösser aus.

Sprich mit deinem Vermieter.

Hat er noch Sachen in der Wohnung, die ihm gehören. Dann mache einen Termin aus und stelle diese Sachen vor deine Wohnungstüre. Lasse ihn nicht rein, dazu bist du absolut nicht verpflichtet.

Alles Gute.


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Kommentar von Christa007
09.06.2016, 08:59

Vielen Dank, es zermürbt mich wirklich sehr...

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Ne Einstweilige Verfügung bekommt man sehr schnell... das ist ja ne vorläufige Entscheidung über die Bannmeile die dsnn irgendwann bestätigt wird.
Ich glaube nicht dass das mit dem Hausverbot vom Vermieter sein muss... Hat dir die Polizei nicht insgesamt das Vorgehen erklärt? Dafür sind ja die 10 Tage eigentlich gedacht. Damit du all das innerhalb dieser Zeit regeln kannst

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Kommentar von Christa007
09.06.2016, 08:58

ja richtig, das Problem war nur, ich war wie in einer Schockstarre...ich habe mich viel zu spät erkundigt und habe mich in Sicherheit gewogen, dass ich ihn nach der Tat und da ich alleinige Mieterin bin, ihn nicht mehr reinlassen muss...leider....

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Leider ist dem so. Ihr Vermieter muss Ihrem Ex das Betreten des Hauses schriftlich untersagen. Hält er sich dann nicht daran, so kann er wegen Hausfriedensbruch belangt werden. Des weiteren hat er sich an Ihrer Adresse abzumelden, bzw. sprechen Sie mit Ihrem Vermieter darüber ihn zwangsweise abmelden zu lassen. Ein mal werden Sie ihn aber noch hineinlassen müssen, nämlich damit er seinen Kram packt nachdem er das Hausverbot in Händen hat.  Das muß leider sein damit er Sie nicht wegen Unterschlagung seines Eigentums verklagen kann.

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Eine Einstweilige Verfügung bekommst du sehr schnell. Gerade, wenn es um Gewalt geht. Konsultiere bitte ganz schnell einen Rechtsanwalt.

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Du bist die Mieterin und nicht Dein Ex- er muss nicht in die Wohnung gelassen werden - es reicht ein einfaches nein von Dir und wenn er die Wohnung doch betreten sollte so ist das Hausfriedensbruch.

Dein Vermieter sollte auf jeden Fall eine Hausverbot aussprechen, denn dann darf er das ganze Haus nicht mehr betreten-.

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Kommentar von wurzlsepp668
09.06.2016, 08:57

also wurde von der Polizei eine falsche Auskunft erteilt?

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