Ist die Kirche bei Jugendlichen "out"?

24 Antworten

Das kommt denke ich auf die Region an, auf die Angebote der jeweiligen Kirchengemeinde und auf die Konfession. Ich fand die verschiedenen Angebote der Kirche (Jugendtreff und Jugendwallfahrt) recht schön und habe auch gern teilgenommen. Cool fand ich ein Jugendlager von der katholischen Kirchengemeinde hier als ich 15 oder 16 war, so was könnten die ruhig öfter veranstalten, das war auch total ausgebucht!

Hallo!

Ich (24, nachlässig katholisch, eher "Kirchvorbeigänger") würde grundsätzlich sagen, dass die Kirche deswegen "eher out" ist, weil sie nicht mit der Zeit geht und den Jugendlichen nichts Begehrenswertes bietet, mit dem sie sich ideell identifizieren könnten oder das Begeisterungen schaffen könnte -----------> und irgendwelche Versuche der evangelischen Kirche hier von einem "Teenietreff" am Samstagmorgen um neun Uhr (!), um cool zu wirken, wo aber letzten Endes nur die Kinder vom evangelischen Pfarrer und dem Prädikanten sich die Klinke in die Hand geben, um Halma zu spielen oder mit der Gitarre christliche Lieder anzustimmen, sind inhaltlich genauso spießig & angestaubt/freudlos, wie es der Name schon vermuten lässt ;) Damit kann man, wenn überhaupt, nur eine verschwindend geringe Zahl an Jugendlichen erreichen, außer evtl. in sehr ländlichen Gebieten, wo es sonst wirklich keine Freizeitangebote für junge Menschen gibt.

Außerdem nimmt Religion im Alltag einen immer geringeren Stellenwert ein! Das spielt sicher mit eine Rolle: Eine religiöse Erziehung oder aber ein verfolgtes Interesse an Religion sind immer weniger verbreitet, sodass viele junge Leute "von heute" von Haus aus gar kein großes Interesse mehr dran haben oder es schlicht nicht wirklich kennen, in die Kirche zu gehen oder an Gott zu glauben.. Kritische Medienberichte, die teilweise sicher zu Recht sehr hart gegenüber der Kirche argumentieren, schaffen weiterhin eine Antistimmung.

Ich denke, dass es eine Zusammensetzung dieser beiden Faktoren ist: Die unzeitgemäße Art der Kirche und auch das allgemeine "Abebben" von Religion sowie die Doppelmoral der Kirche, die in den Medien omnipräsent ist.

Teenietreff um 9 Uhr...wie süß.....ist wohl ein Problem der deutschen Kirchen, wenn die es nicht schaffen die Jugend zu begeistern.
Es gibt aber Kirchengemeinden, die regelmäßige Veranstaltungen anbieten, sogar Kampfsport und andere moderne Sportarten. Da wird Religion gelebt und das nicht auf die prüde Hinterweltler Weise.

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@Zarebrius

----------> sehe ich auch so!

Es gibt bestimmt Kirchen, die ein attraktives Programm bieten, aber die habe ich bisher nicht kennengelernt :) Und solche Sachen wie den "Lobpreisabend", für den besonders christlich orientierte Jugendliche penetrant sogar im Schulbus Werbung machen, Handzettel verteilen usw. finde ich erst recht schon in Anbetracht der Art, wie es beworben wird, einfach nur richtig peinlich ---------> mich schreckte das immer ab..

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@ Calimoon

Mein Posting sollte jetzt bitte völlig neutral gesehen werden.

Ich möchte weder dem einen noch dem anderen zu nahe treten.

Wenn man das ganze mal völlig nüchtern von außen betrachtet, werden nicht nur in Amerika, sondern auch hier bei uns in Deutschland die Kirchenaustritte von beiden großen Religionen mit Unmut betrachtet.

Was mich persönlich nicht erstaunt, denn die Kirchen wollen religiöse Inhalte vemitteln, aber welche sind das?

Sicher sind beim Jugend - Kirchentag viele Junge Menschen, die Spaß haben, die eigene Events auf die Beine stellen, in Kirchen werden Konzerte gegeben. Aber ich frage mich, was hat das mit Religion zu tun und welche religiösen Inhalte werden da gebracht?

Wie sonst will die Kirche die Jugendliche heute ansprechen? Mit dem Glauben klappt das nicht mehr, also muss man den Jugend etwas bieten, nur wo sind die religösen Aspekte dabei?

Würde nur ein Jugendlicher zu einem Kirchentag, wenn es anders ablaufen würde, wie auf dem Kirchentag heute?

Passt für mich persönlich nicht zusammen. Wenn eine Kirche das proklammiert (ihren Glauben), dann handeln alle großen Religion genau dagegen.

Schon alleine die ganzen Skandale die sich in den letzten Jahren ereigneten, die unter den Tisch gekehrt wurden und noch immer werden, sind für mich persönlich auch ein Zeichen, dass man es hier mit der Moral nicht so genau nimmt. Personen die hier nicht richtig handeln, dürften sich gar nicht mehr in ihrer Mitte befinden. Dann könnte man das ernst nehmen, weil auf der einen Seite das verurteilen und dann deckeln, passt für mich nicht zusammen.

Sind das die Vorbilder einer Religion? Welche Perspektive bieten die Religionen heute noch - vor allem jungen Menschen?

Auf den Kirchentagen wird über Politik geredet (sollte sich die Kirche laut ihrem Glauben) eigentlich nicht getrennt von Kirche und Staat verhalten?

Es wird über Eheschließung von (immer noch) Randgruppen diskuttiert und alles mögliche, aber WO sind die wirklichen Inhalte die an Menschen vermittelt werden?

Was nehmen die Menschen mit nachhause, ausser dass sie auf den nächsten Kirchentag freuen?

WO bekommen junge Menschen wirkliche Ratschläge mit sinnvollem Inhalt die sie mitnehmen können?

Tut mir persönlich leid, aber über Religion höre ich das wenigste auf Kirchentagen. Religion sollte noch Werte vermitteln, die man mit nachhause nimmt. Das sollte doch bei Religionen an erster Stelle stehen und nicht Eventveranstaltungen und die Religion nur am Rande. Das Leitmotto heisst doch immer "Kirchentag".

Ist meine persönliche Meinung und ich hoffe, ich habe jetzt nicht ins Wespennetz gestochen. Das wäre nicht so gewollt.

Gerade Religion darf keine Werte vermitteln, weil viele Probleme auf die Moral der religion zurückzuführen sind!

Um nur ein Beispiel zu nennen: Der Hass gegen Homosexuelle.

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Für mich hat das nichts mit "out" zu tun (gehabt). Ich verbinde mit diesem Ort einfach nichts. Ich fand es schon immer doof am Gottensdienst teilnehmen zu müssen, weil es einfach langweilig war. Kann ich einfach nichts mit anfangen. Für andere kann es dennoch eine Stätte der Zuflucht und Gebogenheit sein.

Kirchen in Deutschland sind schlicht und einfach langweilig. Nach Aussagen einzelner Pastoren wollen diese es auch ruhig haben. Kein Wunder, dass nur Senioren dorthin gehen. Die deutschen Kirchen sterben aus und daran ist nicht der Glaube schuld oder die Wissenschaft, sondern schlicht und ergreifend das eingerostete System, das sich nicht verändern und nicht mit der Zeit gehen will. Ja, in Deutschland sind die Kirchen bei der Jugend out.

Es gibt freie evangelische Gemeinden, die viel aktiver sind. Dort sind sehr viele Jugendliche und Kinder. Ich kenne leider nur ausländische Gemeinden, die so drauf sind. Dort wird der Glaube gelebt und nicht nur am Sonntag gepredigt. Deren Veranstaltungen sind sehr musikalisch und die Predigten lebendig und modern, was den deutschen Kirchen zu pompös ist.

Die freien Gemeinden gehören ebenfalls zu den Kirchen.....

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@turalo

Natürlich sind es Kirchen, sind aber unabhängig von den großen Konfessionen und können ihr eigenes Programm gestalten.

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