Ist die elektrische Deckenheizung eine sinnvolle alternative zur Nachtspeicherheizung?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich habe hinter Spanndecke die Infrarot-Heizfolie einfach auf Isolierplatten festgetackert. Für mein Zimmer 30m² war den Aufwand unter 500€. Die Heizkosten sind vertraglich und liegen etwa 60% in vergleich zu herkömmlichem Nachtspeicher. Weil ich hier ein separater Betreibstundenzähler habe, um die Kosten zu kontrollieren. Was hier über Unbehaglichkeiten erzählt wird, mir ist völlig unbekannt. Bessere Heizung habe ich noch nicht erlebt. Komischerweise ist den Fußboden angenehm warm ist, was mir total Rätsel ist. Wen ich noch die Kräfte sammle, dann will ich in anderem Zimmer trotzdem die Fußbodenheizung bauen. Gruß

http://www.youtube.com/watch?v=tkskqVyps9s

Wenn die Wohnung einen Erdgaszugang hat, würde ich empfehlen, statt dessen lieber ein Gas Brennwertgerät aufhängen zu lassen, und daran ein paar Heizkörper anzuschließen... die investitionskosten sind überschaubar, und das sparpotenzial enorm...

lg, Anna

Ich hasse die Dinger! In meiner früheren Arbeit hatte ich sie an der Wand. Das Gesicht war dann schon gut durch, während die Füsse eiskalt waren. Ich würde mir keine einbauen wenn ich sie geschenkt bekomme! Die Leitungen für den Nachtspeicher können in einem Kabelkanal verlegt werden, die Fliesen müssen nicht raus! Das müssten sie bei einer Fussbodenheizung.

Nein, die Deckenheizung ist keine sinnvolle Alternative für Wohnräume.

Deckenheizungen sind grundsätzlich unwirtschaftlich. Die Abgabe der Wärme erfolgt größtenteils als Wärmestrahlung, während eine Konvektion (Umwälzung) von Luft kaum auftritt, da die an der Decke erwärmte Luft nicht weiter aufsteigen kann. Die warme Luft verharrt unter der Decke, und die Füße bleiben kalt. Das lässt sich nur ausgleichen über zusätzliche Wärmeverluste und den entsprechenden Verbrauchskosten.

Strahlungswärme hat nur den Vorteil, dass man sich im Strahlungskegel der Heizkörper schnell aufwärmen kann, bevor die Raumluft angenehm aufgewärmt ist. Dieser Bedarf tritt aber in gewöhnlichen Wohnräumen kaum auf. Das macht nur Sinn z.B. in Gästetoiletten, wo man sich im Strahlungskegel sofort wärmen kann für kurze Zeit, ohne die Raumluft ständig warm zu halten.

Beim Nachtspeicherofen dagegen ist die Einsparung offensichtlich und ganz schlicht nachzurechnen gemäß dem Tarifangebot des Stromversorgers für Nachtstrom.

Vor der Empfehlung des Users KKockoth hier kann ich nur dringend warnen! Infrarotheizungen werden gewöhnlich elektrisch betrieben. Die bringen neben den oben genannten Nachteilen auch noch etwa die vierfachen Verbrauchskosten im Vergleich zu fossilen Brennstoffen.

Nun werden ja die Nachtspeicheröfen auch elektrisch betrieben, aber hier muss man sich die Nachtstromtarife anschauen und nicht die gewöhnlichen Stromtarife. Teurer wird das trotzdem. Die machen natürlich nur Sinn, wenn keine Zentralheizung installiert ist. Der Installationsaufwand für den Nachtspeicherofen ist vergleichsweise gering, darin liegt der Vorteil.

0

Was möchtest Du wissen?