Ist der Mensch von Natur aus (Geld-) gierig?

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der Mensch versucht von Natur aus ständig seine Lebensumstände  zu verbessern und das kann sich dann zu irgendeiner Gier (auch Sucht) entwickeln.

Das liegt aber am Charakter des Geldes als einziges Zugriffsmittel zu besseren Lebensumständen. Sonst würde ich mich ja nur auf die Dinge konzentrieren, die ich als Verbesserung ansehen würde. Und das ist doch bei verschiedenen Menschen sehr verschieden!

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@Snanifo

Hallo Snanifo und danke für Deinen Hinweis, Du hast recht. Ich muss mich auch korrigieren:

Der Mensch versucht ständig seine "Lebensqualität"  zu verbessern und kann dadurch in irgendeine  - Gier rutschen. Der Hang, ständig seine Lebensqualität z verbessern zu wollen, scheint dem Menschen in die Wiege gelegt worden zu sein. In welchem Bereich jeder Einzelnen dann eine Verbesserung anstrebt, dass ist wirklich sehr verschieden.

Bei dem einen geht es in einem Augenblick nur darum Stress abzubauen (Alkohol, Nikotin, Party, Sport - Gier), ein anderer möchte immer die schönsten Sachen (Konsum-Gier), ein anderer will seinen Status in der Gesellschaft verbessern (Gier nach Anerkennung). Aber immer geht es in ersten Linie um die Verbesserung der Lebensqualität.

Ist das verständlicher ausgedrückt?

Die Frage war nicht  n u r   auf Geld bezogen, deshalb fiel mein Kommentar so aus.

Noch einen schönen Tag.

 

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@ResaW59

Das Problem ist, dass die ganzen Sachen, die du anführst, alle letztendlich mit  Geld finanziert werden müssen. Du weißt ja, ohne Moos nix los! Selbst die Statusverbesserung läuft über Geld, ob einen Mercedes vor der Tür oder bessere Bildung!

Aber ich kann nicht verstehen, warum du den "Hang" , seine Lebensqualität zu verbessern, als etwas moralisch anrüchiges ansiehst, so habe ich das zumindest verstanden. Ich denke, es kommt vielleicht daher, dass es eigentlich bei uns immer nur auf Kosten anderer geht. Aber das ist keineswegs immer von Natur aus so. Ich denke da viel einfacher: Wenn ich wandern will, brauche ich gute Schuhe, Kleidung zum Wetter, bei längeren Trips eine Übernachtung und das Vesper nicht zu vergessen. Da wäge ich doch ab, welchen Aufwand ich da treiben muss, um das zu haben. Das ist dann aber keine Gier, sondern einfach die Relation zwischen Aufwand und der Qalität des Lebens beim Wandern. Und da muss ich mich dann entscheiden: Höherer Aufwand, bessere Qualität versus geringerer Aufwand, weniger zu essen und zu trinken, weniger Qualität. Und alles, was dazwischen liegt.

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@Snanifo

Hallo, ich habe nur versucht, mich auf die Frage zu konzentrieren. Und bin  darauf gestoßen, dass zu allererst das Interesse, seine Lebensqualität zu verbessern im Vordergrund steht und sich erst danach eine Gier daraus entwickeln "könnte".  Nicht die Gier ist ihm in die Wiege gelegt worden, sondern das Interesse, seine Lebensqualität zu verbessern. Und daran sehe ich nun wirklich nichts Anrüchiges. Ich erhebe auch keinen Anspruch darauf recht zu haben.     Es obliegt ja auch jedem Menschen selbst, wie weit er sein Ziel verfolgt.  Es gibt doch auch Menschen, die mit dem zufrieden sind, was sie haben.   Und ich stimme dir auch vollkommen zu, das es jedem selbst überlassen ist, welchen Aufwand er betreibt und wie er selbst seine Lebensqualität definiert. Wer definiert das? Dem einen ist das, was ein anderer ißt zuviel und dem anderen ist es zu wenig. Wer legt die Maßstäbe fest, ab wann er sich zufrieden gibt?    Ich wollte nur sagen, dass der Mensch meiner Meinung nach NICHT von Natur aus gierig ist, sondern diese sich erst im Nachhinein entwickeln "könnte".  Für mich definiert sich Gier erst dann, wenn entweder ich selbst oder ein anderer unter meinem Verhalten leidet. Bsp. Wenn ich jeden Abend Alkohol trinke würde und schon mitbekommen, dass es mir nicht gut tut und ich es trotzdem nicht lassen kann. Aber hier würde ich dies als Gier definieren. Ist aber alles meine persönliche Anschauung.     Geld spielt in unserem Leben eine der wichtigsten Rollen. Das steht außer Frage. Aber jeder kann eben nur im Rahmen seiner Verhältnisse leben. Und wenn er mehr will, aber nicht mehr hat, dann hat er eben einfach nur ein  Problem, das er irgendwie lösen muss.   Und wenn das auf Kosten eines anderen geschieht, halte ich es für bedenklich, weil es ja auch noch den gegenseitigen Austausch gibt.      Tut mir leid, wenn das vielleicht nicht ganz klar war. Aber vielen herzlichen Dank, dass ich mit dir das besprechen durfte. Du hast mir nochmal viele Gute Hinweise gegeben. DH

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@ResaW59

Was das Privatleben betrifft hast du sicher recht damit, dass das Geld nicht unbedingt im Vordergrund steht. Bei den Menschen, die du magst, fragst du nicht immer, was kostet das?, oder bekomm ich das mal zurück?!

Aber das hat eine ganz andere Grundlage bei der Arbeit: Alles, was du mehr verdienst, geht deinem Chef bzw. dem Eigner als Gewinn ab, er hat dann weniger. Was die Kollegen betrifft, stehst du in Konkurrenz zu ihnen und frei werdende bessere bzw. besser dotierte Stellen werden nach dem Konkurrenzprinzip  entschieden. Also, wenn du besser bist als der andere, bekommst du die angestrebte Stelle, wenn nicht, der andere. Da gehört natürlich auch das Schlechtmachen des anderen dazu. Das Bessersein hat keinen objektiven Maßstab! Und die "besseren" Stellen lassen sich nicht beliebig vermehren!

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@Snanifo

Ja, das ist vollkommen richtig und doch ziemlich schwierig (jedenfalls für mich). Die Schlüsselfrage ist meiner Meinung nach, wann ich (als Mensch) und das meine ich völlig unpersönlich, damit aufhören kann und für mich eine Situation schaffe, mit der ich mich wohlfühle und mich zufrieden geben kann?  Wo sind meine eigenen Grenzen? Wie weit bin ich bereit zu gehen? 

Geld ist andererseits auch nur Papier und die Macht geben wir (Menschen) dem Geld, kein anderer!!!  Was wollen wir eigentlich wirklich vom Geld? Was ist unser tatsächliches Bedürfnis hinter dem Geld? Und gibt es eine Möglichkeit, das Bedürfnis auch noch auf einen anderen Wege zu befriedigen?  Ich meine, wenn sich heraus stellen würde, dass es uns Menschen vielleicht gar nicht so ums Geld geht, sondern um ganz andere Dinge wie Anerkennung, Respekt, Achtung, Liebe, Aufmerksamkeit, Ruhe, Freiheit. Was wäre dann?  Natürlich, wenn ich ein paar Schuhe brauche, muss ich sie kaufen und das Geld dafür erarbeiten. Das ist keine Frage. Aber geht es uns wirklich immer nur darum?

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@ResaW59

Vielleicht hast du ja recht und vielen Menschen geht es nicht ums Geld. Aber was lernen die Kinder  von kleine auf? Man muss arbeiten, um Geld zu verdienen, um sich dann im Kaufladen (mit so was spielen Kinder) etwas zu kaufen, was man gerne hat oder was man braucht. Das tritt auch dem Erwachsenen auf Schritt und Tritt entgegen wie etwas Natürliches. Und dann gibt es noch die Sozial- und Wirtschaftskunde in Schule und Nachrichten, die diese unsere Geldwirtschaft als das menschengemäßeste System (an)preist. Da klaren Kopf zu behalten ist nicht leicht, da auch die geschaffene Realität so gestaltet ist. Manchmal merkt man ja, dass man wirklich gute Dinge entweder gar nicht, oder nur mit so viel Geld kaufen kann, wie es dem Normalmenschen gar nicht zur Verfügung steht. Da gibt es auch eine Erklärung dafür: Du hast selber die Verantwortung dafür, dass du nicht so viel Geld hast: "Jeder ist seines Glückes Schmied!"

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-- Nein auf keinen Fall!!!! Jeder Mensch kommt nackt und ungefragt auf die Welt, integriert sind ein Teil der Gene mütterlich und väterlich Seits.

-- Die Persönlichkeit  wird geprägt durch die Erziehung des Elternhauses und einen grossen Einfluss hat die Umwelt, besonders später auch die Freunde.

--  Neid und Habsucht liegen dicht beieinander, so dass sich Geldgier entwickelt. es  bezieht sich also auf ein Übermaß im Erwerben und Nehmen.

-- Da die Menschen alle Unikate in ihrer Persönlichkeit sind, wird es immer Zufriedene und Unzufriedene geben. Der soziale Faktor im Leben spielt auf alle Fälle bei jedem eine grosse Rolle, denn jeder will ein menschenwürdiges Leben führen, d.h. gesicherte  Existenz  ohne Angst und Sorgen auf MORGEN und ÜBERMORGEN.

-- Geld hat Machtstatus, wer dann immer geldgieriger wird hat für mich einen krankhaften Charakter!, und geht, wenn es sein muss über "Leichen"!!!

Nein. Das Geldwesen hat sich herausgebildet als die Sippen den Naturaltausch in das allgemeine Tauschmittel verwandelten.Dadurch , dass man ohne Geld nicht mehr leben kann, giert man danach.Wenn alles umsonst wäre und je nach Bedürfnis verteilt würde,dann gäbe es auch keine Geldgier.

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