Ist das nicht eher eine grundsätzliche Frage und nicht lapidar in das Fach Personalwirtschaft einzuordnen?

Wie willst du denn "viel Arbeit" definieren? Hat ein Manager mehr Arbeit als ein Arbeiter am Fließband oder in einer Montagehalle? Wer arbeitet denn mehr, die Sekretärin oder der Chef, ob jetzt in der Industrie oder in der Verwaltung? Hat denn ein Angestellter bei der deutschen Bank mit seinen Bonis so viel mehr gearbeitet als ein Handwerker, der gerade so über die Runden kommt? Ich könnte auch fragen, ob ein Porsche-Arbeiter mit seinem guten Lohn und 8000 Euro Jahresbonus mehr gearbeitet hat als eine Bäckereiverkäuferin, die nur einen Bruchteil dessen verdient?

Ich denke, es gibt andere Gründe, wieso Menschen mit 8-12-Stundentag mehr oder weniger verdienen. 

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Ich denke, es ist leicht, anderen ihren Reichtum zu gönnen, solange man selber genug zum Leben hat, wieviel immer das auch ist. Manchmal hat man dann einen besonderen Wunsch und denkt, jetzt müsste ich es so haben wie die Reichen, dann könnte ich mir das neue Auto, die Reise oder auch was anderes leisten. 

Wenn man aber gerade so über die Runden kommt, könnte man schon neidisch werden auf Leute, die sich keine Sorgen um das nötige Kleingeld machen müssen und deren Monate einfach zu lang sind, da am 20. oder schon vorher das zur Verfügung stehende Geld zur Neige geht. Und wenn man dann noch realisiert, dass man bei der Arbeit mit prekärem bis mickrigem Lohn den Reichtum der anderen erarbeitet, dann würde es mich nicht wundern, wenn man nicht nur neidisch ist, sondern den anderen diesen Reichtum nicht gönnt. 

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In der Marktwirtschaft, genauer gesagt in der kapitalistischen Marktwirtschaft arbeitet jeder für sich selber und alle sind so Konkurrenten untereinander. Zum einen Unternehmer, die sich auf dem Markt behaupten wollen (müssen), zum anderen die Arbeiter, die alle versuchen, an die besten Arbeitsplätze heranzukommen. Die entscheidende Konkurrenz besteht zwischen Unternehmern (Arbeitgebern) und Arbeitern. Für die einen sind die Löhne Kosten, die man möglichst klein halten muss im Verhältnis zum Gewinn, für die anderen, die Arbeiter, ist der Lohn die Grundlage ihrer Existenz, des Lebens in dieser Gesellschaft. Aus dieser 2. Konkurrenz und der daraus folgenden Knappheit des Lohnes ergeben sich Notlagen, die durch die möglichst niedrige Lohnhöhe nicht abgedeckt ist. Deshalb organisiert der Staat jeweils Zwangsversicherungen für Krankheit und Rente, die die meisten wegen des relativ niedrigen Lohnes nicht bezahlen könnten bzw. wollten. Dazu gehört auch die Arbeitslosigkeit, die vor allem in der heutigen Zeit die meisten treffen kann. Diese Versicherungen werden durch Zwangsbeiträge von den Lohnarbeitern und Angestellten eingetrieben. Von diesen Beiträgen werden dann im Krankheitsfalle die Ärzte und Medikamente bezahlt, bei Erreichen des Rentenalters wird die Rente bezahlt, bei Arbeitslosigkeit wird zumindest für kurze Zeit der ausfallende Lohn bzw. der ausfallende Gehalt mit Arbeitslosengeld abgefedert. 

Ausgangspunkt für diese Versicherungen ist, dass für den Einzelnen der Lohn nicht so hoch ist, dass er die Notfälle, die sich aus der kapitalistischen Ökonomie ergeben, selber finanzieren könnte. Das können die Unternehmer und die Anleger, die selbständig Versicherungen abschließen aus ihren wesentlich höheren Gewinnen. 

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Eigentlich musst du nur die Ministerien und ihre Aufgaben anschauen, dann kannst du herausfinden, was der Staat macht. 

Etwas holzschnittartig versuche ich es zusammenzufassen: 

Der Staat regelt seine Ökonomie, weil er daraus sowohl seine finanzielle Grundlage schöpft als auch die Gebrauchsgüter auf seinem Territorium vorfindet, die er benötigt. Dies macht er mit Hilfe der Steuern, die grundsätzlich jeder Bürger bezahlen muss. Er fördert die Wirtschaft, wo er es für nötig hält, Bsp. Landwirtschaft oder Autoindustrie, aber auch andere. Er stellt auch die Infrastruktur(Bildung, Verkehr, Kommunikation....) bereit, um alle Wirtschaftszweige die Grundlage zu verschaffen. Da wir in einer kapitalistischen Ökonomie leben, bei der nur produziert wird, wenn sich der Unternehmer/Anleger Gewinn verspricht, gibt es nach dieser Vorgabe auch nur Arbeitsplätze und das heißt Einkommen für die Menschen, wenn diese Vorgabe erfüllt ist. D.h. es gibt viele Verlierer in der Konkurrenz um diese Arbeitsplätze, also Arbeitslose als auch prekäre Arbeitsplätze, die als Einkommen nicht mehr oder nur gering mehr erzielen als die Grundsicherung. Auch auf dieser Seite, also Arbeit und Soziales wird dieser Staat unterstützend tätig, um die Produktion nicht an der Verwahrlosung seiner Opfer scheitern zu lassen und unterstützt diese Opfer duch Sozialhilfe, Hartz IV und Zuzahlung bzw. Nichtbesteuerung von Geringverdiensten. Außerdem hat er erkleckliche Ausgaben für sein Militär, das für die Durchsetzung der staatlichen Interessen im Ausland sorgen soll. 

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Für sehr viele Menschen bedeutet Integration, die sie fordern, fast so viel wie Assimilation. Ich denke einfach, sie können sich nicht vorstellen, dass andere Länder und Kulturen auch was Vernünftiges und Schönes zustande bringen.

Und stell dir mal vor, man würde von dir verlangen, das, was deine Eltern, dein Opa und Oma dir mitgegeben haben, einfach zu vergessen bzw. zu verleugnen. 

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