Ist der Mensch ein Affe?

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wir haben es hier mit einer Defintion oder Klassifizierung zu tun, die vom Menschen vorgenommen wird.

Es wird heute von der Wissenschaft eine Beziehung zwischen den Hominiden und dem Homo Sapiens hergestellt.

Hier werden eine Reihe von Gründen angeführt, die diese gemeinsame Abstammung belegen sollen.

Man geht von einem gemeinsamen Vorfahen aus.

Von der einen Linie würden sich alle weiteren Affen entwickelt haben, die es bis zum heutigen Tage gibt und von der anderen Abstammungslinie der Mensch.

Das Hauptargument, das für diese These vorgebracht wird, sind die Ähnlichkeiten, die bestehen.

Genetisch, Physilogisch, Anatomisch usw.

Trotz gewisser Ähnlichkeiten gibt es doch gravierende Unterschiede zwischen Hominiden und den Neandertalern und dem Homo Sapiens.

     Gleichzeitig kann aber nicht wirklich erklärt werden
     weshalb es zu dieser  "einmaligen" Weiterentwicklung"
     vom Hominiden zum Homo Sapiens gekommen sein soll. 

Die anatomischen Veränderung allein machen nicht den großen Unterschied aus, der besteht, sondern es sind die GEISTIGEN und INTELLEKUELLEN FÄHIGKEITEN, die den gravierenden Unterscheid zwischen Affe und Mensch ausmachen.

Denn diese "einmalige Entwicklung" hat es vergleichsweise in der bisher bekannten Entwicklungsgeschichte nicht gegeben.

Es gibt kein weiteres Lebewesen in der Evolutionsgeschihte, dass diesen gewaltigen geistigen Entwicklungssprung gemacht hätte.

Diese Veränderungen beziehen sich allgemein auf die anatomischen und physiologischen Gegebenheiten aber nie auf eine außergewöhnliche intellektuelle Veränderung.

Darum kann auch das Vorhandesein des Menschen nicht allein nur auf diese physiologischen Veränderungen zurück geführt werden.

Die Erklärung des Menschen ist in Wirklichkeit eine zutiefst weltanschauliche Angelegenheit, von der ausgegangen wird, ums seine Existenz begründen zu wollen.

  Wer bereits beim Ursprung der Materie, des Raumes 
  und des Lebens jedes theistische Wirken ablehnt, 
  ist gezwungen für die Existenz des Menschen  eine reine 
  materialistische  (naturalistische)Erklärung zu geben.

Sie macht den Menschen gleichzeitig zu einem reinen Produkt der Laune der Evoltion und des Zufalles, für dessen Existenz es keinen tieferen Sinn, Bedeutung und Ziel gibt.

So verdankt der Mensch seine Existenz ausschließlich der Biologie, dier Physik und der Chemie, die ihm aber gleichzeitig keine Antwort auf seinen Sinn und seine Bedeutung geben kann.

Ganz anders sieht dagegen die Existenz des Menschen aus, wenn sie theistischen Ursprungs ist, der ihn mit einmaligen Fähigkeiten ausgestattet hat und ihm gleichzeitig Sinn, Bedeutung und Ziel gegeben hat.

Darum ist die Erklärung des Menschen von seiner weltanschaulichen Auffassung abhängig und entscheidet darüber als was er sich selber sieht.

Ich muss sagen das ist bisher die beste Antwort. Danke und danke für die Absätze, die vereinfachen das Lesen deiner Antwort

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Hier werden eine Reihe von Gründen angeführt, die diese gemeinsame Abstammung belegen sollen.

Die zoologische Einteilung der Tiere gab es schon vor der Evolutionstheorie. Carl von Linne, einer der bedeutestens frühen Zoologen war übrigens Kreationist!

Gleichzeitig kann aber nicht wirklich erklärt werdenweshalb es zu dieser "einmaligen" Weiterentwicklung" vom Hominiden zum Homo Sapiens gekommen sein soll.

Wir müssen das auch nicht bis ins Detail erklären und wir können es prinzipiell nicht. Genauso können wir auch nicht bis ins Detail erklären, wie aus dem jungen Beethoven der alte Beethoven wurde.

Die anatomischen Veränderung allein machen nicht den großen Unterschied aus, der besteht, sondern es sind die GEISTIGEN und INTELLEKUELLEN FÄHIGKEITEN, die den gravierenden Unterscheid zwischen Affe und Mensch ausmachen.

Die da wären?

Wer bereits beim Ursprung der Materie, des Raumes und des Lebens jedes theistische Wirken ablehnt, ist gezwungen für die Existenz des Menschen eine reine materialistische (naturalistische)Erklärung zu geben.

Du verwechselst theistisch mit übernatürlich. Nicht jede nicht materialistische/nicht naturalistische Behauptung ist theistischer Natur. Und wer bereits bei ungeklärten Todesursachen jedes übernatürliche Wirken ablehnt muss das auch tun. Bei dir kommt es merkwürdigerweise so rüber, als wäre das etwas schlechtes.

Sie macht den Menschen gleichzeitig zu einem reinen Produkt der Laune der Evoltion und des Zufalles, für dessen Existenz es keinen tieferen Sinn, Bedeutung und Ziel gibt.

Die Wirklichkeit muss nicht so sein, wie es einige Kreationisten wollen.

So verdankt der Mensch seine Existenz ausschließlich der Biologie, dier Physik und der Chemie, die ihm aber gleichzeitig keine Antwort auf seinen Sinn und seine Bedeutung geben kann.

Der Absatz wirkt wieder so, als würdest du dies für etwas schlechtes halten. Die alternative wäre, dass du nur schwätzt.

Ganz anders sieht dagegen die Existenz des Menschen aus, wenn sie theistischen Ursprungs ist, der ihn mit einmaligen Fähigkeiten ausgestattet hat und ihm gleichzeitig Sinn, Bedeutung und Ziel gegeben hat.

"Ganz anders sehe die Welt aus, wenn es kein Leid gäbe" und so weiter. Von Sollen auf Sein zu schließen ist nunmal ignorant.

Darum ist die Erklärung des Menschen von seiner weltanschaulichen Auffassung abhängig und entscheidet darüber als was er sich selber sieht.

"Darum ist die Erklärung, woran Frau Huber gestorben ist von der weltanschaulichen Auffassung abhängig!"

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@DarkSepia

Leider keine konkreten Gründe, die tatsächlich für eine naturalistische Erklärung des Menschen sprechen würde.

Mit der Aussage:

   "Wir müssen auch nicht alles erklären...."

kann auch nicht behaupten werden, dass es diese angenommen Entwicklung vom Hominiden zum Homo Sapiens auch wirklich gegeben hat, weil es dafür an ausreichenden Beweisen fehlt.

Darum kann auch die theistische Erklärung für die Existenz des Menschen nicht als etwas Unmögliches hingestellt werden.

Wenn die naturalistische Erklärung angenommen werden darf, dann ist genauso auch die theistische Erklärung für den Menschen zulässig.

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@Rose1122

Leider keine konkreten Gründe, die tatsächlich für eine naturalistische Erklärung des Menschen sprechen würde.

Selbst wenn dem so wäre, wäre das kein Grund, einen Gott anzunehmen. Der gott der Lücken ist ein Argument der Ignoranz.

... kann auch nicht behaupten werden, dass es diese angenommen Entwicklung vom Hominiden zum Homo Sapiens auch wirklich gegeben hat, weil es dafür an ausreichenden Beweisen fehlt.

Doch, die gibt es. Sowohl paläonthologische, als auch phylogenetische, als auch genetische. Aber auch ungeachtet dessen sind Menschen Hominide!

Darum kann auch die theistische Erklärung für die Existenz des Menschen nicht als etwas Unmögliches hingestellt werden.

Erstens ist "Gott wars" keine Erklärung, weil man damit jede Lücke füllen kann, zweitens bedeutet Unwiderlegbarkeit dieser Behauptung nicht, dass es einen Gott geben muss.

Wenn die naturalistische Erklärung angenommen werden darf, dann ist genauso auch die theistische Erklärung für den Menschen zulässig.

Das ist ebenso falsch. Nur ein eine Aussage etwas gut erklärt, muss das nicht auf eine beliebige andere Aussage zutreffen. Evolution erklärt, warum Menschen sind, wie sie sind. Schöpfung erklärt das nicht: Es wird lediglich von der Welt auf den Schöpfer, nicht aber zurück geschlossen.

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@DarkSepia

Es gibt keine wirklichen Beweise für die Existenz des Menschen.

Die allgemein vorgebracht Argumente können nicht wirklich die angebliche Intelligenzzunahme des Menschen erklären, die ihn entscheidend von den Hominiden unterscheidet.

Wie ich bereits hingewiesen haben finden wir in der gesamten Evolution keine vergleichbare Entwicklung bei anderen Lebewesen, außer beim Menschen.

Das allein mit der Laune der Natur, der Notwendigkeit und mit dem Zufall erklären zu wollen, reicht eben nicht aus.

Wenn es nämlich für kein anderes Lebewesen eine Intelligenzzunahme für seine Überlebensmöglichkeiten notwendig war, warum gerade per Zufall nur bei einem einzigen Wesen?

Der Mensch allein besitzt paradoxer Weise die wenigste spezifische Anpassung gegenüber allen anderen Lebewesen.

Was ihm jedoch gegenüber allen anderen Lebwesen seinen großen Vorteil verschaft ist seine Intelligen, bzw. seine geistigen Fähigkeiten.

Diese Intelligenz besitzt der Mensch nicht allein durch den bloßen Zufall oder durch eine imaginäre Notwendigkeit.

Wenn sie allein nur auf einen Entwicklungsprozess zurück zuführen wäre, dann wirft das die Frage auf warum das nicht auch bei anderen Lebewesen der Fall gewesen ist.

Genau das ist entscheidende Punkt, den die Wussenschaft nicht erklären kann.

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@Rose1122

Es gibt keine wirklichen Beweise für die Existenz des Menschen

"Der Mensch" ist eine Universalie. Für die Existenz "der Menschen" gibt es aber gute empirische Belege.

Die allgemein vorgebracht Argumente können nicht wirklich die angebliche Intelligenzzunahme des Menschen erklären, die ihn entscheidend von den Hominiden unterscheidet.

Als würdest du die allgemein vorgebrachten Argumente kennen.

Wie ich bereits hingewiesen haben finden wir in der gesamten Evolution keine vergleichbare Entwicklung bei anderen Lebewesen, außer beim Menschen.

Müssen wir auch nicht.

Das allein mit der Laune der Natur, der Notwendigkeit und mit dem Zufall erklären zu wollen, reicht eben nicht aus.

Tut auch niemand. Einen Gott ins Spiel zu bringen ist trotzdem unnötig und kontraproduktiv. Wo willst du diesen Gott dein einbaun? Bei der Entwicklung von frühen Primanten zu Menschen? Von Australopitecus zu Menschen? Von Homo wasweißich zu Homo sapiens?

Wenn es nämlich für kein anderes Lebewesen eine Intelligenzzunahme für seine Überlebensmöglichkeiten notwendig war, warum gerade per Zufall nur bei einem einzigen Wesen?

"warum" und "wie" sind eine andere Frage, als "ob". Außerdem kennen wir möglicherweise nicht alle Lebewesen. Dass Aliens ebenfalls so intelligent sind wie wir ist nicht auszuschließen. Sollte es derartige Außerirdische nicht geben spricht das dennoch nicht gegen eine evolutionäre Entwicklung der Menschen.

Der Mensch allein besitzt paradoxer Weise die wenigste spezifische Anpassung gegenüber allen anderen Lebewesen.

Daran ist nichts paradox.

Diese Intelligenz besitzt der Mensch nicht allein durch den bloßen Zufall oder durch eine imaginäre Notwendigkeit.

Kommt drauf an, wie man Zufall definiert. schonmal von steven Jay Gould gehört?

Wenn sie allein nur auf einen Entwicklungsprozess zurück zuführen wäre, dann wirft das die Frage auf warum das nicht auch bei anderen Lebewesen der Fall gewesen ist.

Die Frage mag interessant sein, spricht aber nicht dagegen! Besonderheiten findest du bei allen Lebensformen WEIL sie sich entwickelt haben!

Genau das ist entscheidende Punkt, den die Wussenschaft nicht erklären kann.

Nein, es ist KEIN entscheidender Punkt!

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@DarkSepia
   Der Sprung vom Hominiden zum Neandertaler/
   Pekingmensch/Homo Sapien

Wir finden die Hominiden und plötzlich taucht der Neandertaler/Pekingmensch und der Homo Sapien auf und gleichzeitig gibt es weiterhin die Primaten.

Wo und wann hat diese Enwicklung stattgefunden?

Womit lässt sich die Intelligenzzunahme erklären, die zwischen den Hominiden und dem Neandertaler, Pekingmensch und Homo Sapiens besteht?

  Gottes Wirken

Gottes schöpferische Wirken kann weder punktuell noch zeitlich erfasst werden.

Genauso wenig kann sein allgemeines Wirken definiert oder erklärt werden, weil sich das unserer Kenntnis entzieht.

Sind es die Rahmenbedingungen?

Sind es die hineingelegten Eigenschaften, Informationen, Strukturen, gesteuerte Prozesse usw.?

Wir wissen das nicht!

  Alle Besonderheiten

Alle Besonderheiten der Lebenwesen können nicht mit dem einmaligen Intelligenzunterschied des Menschen gleich gesetzt werden.

Diese Einmaligkeit gegenüber allen anderen Lebewesen macht eben den großen Unterschied aus, der nicht wirklich erklärt werden kann.

  Unbefriedigende Theorien

Alle vorgebrachten Theorien auf welche Art und Weise es hätte geschehen sollen sind nicht wirklich befriedigend, weil jede auf ihre Weise Schwächen aufweist.

Der entscheidende Punkt

Genau das ist aber der entscheidende Punkt, der bis heute nicht geklärt werden konnte.

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@Rose1122

Dein ganzer Beitrag zeigt leider nur, dass du noch immer keine Ahnung von Evolution und Wissenschaft hast. Noch immer meinst du, Evolution mit Lücken widerlegen zu können und noch immer füllst du diese Lücken mit einem Schöpfergott.

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@DarkSepia

Rose1122 super Beitrag,

wenn man überlegt, erkennt man sofort die Unmöglichkeit dieser Theorie.

Warum ?

Weil eine absichtslose Entwicklung keinen Menschen hervorbringen kann. Schau in den Spiegel und überleg dir nochmal ob eine ziellose Entwicklung so etwas herstellen kann :)) Hat die Evolution geplant, indem es zwei Geschlechter hervorgebracht hat ? Da hat die Evolution aber sehr gut für die Fortpflanzung des Menschen gesorgt :) Der hat zwar keine Ziele, aber kann dafür recht gut planen.

Es macht also keinen Sinn.

Über die Lücken und Unklarheiten brauchen wir dann gar nicht zu reden, die auch nicht zu unterschätzen sind.

mfg

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@kral1905

Die Sexualität hat sich vermutlich erst vor ca. 600 Millionen Jahren im Neoproterozoikum etabliert. Vermochten sich die Lebewesen anfangs nur durch einfache Zellteilung unter Vermehrung fortzupflanzen, was fast ausschließlich zu genetisch identischen Nachkommen führte, ist am Ende dieses Evolutionsschrittes die Fortpflanzung mit einer Vereinigung und Neuaufteilung der Genome zweier Individuen verbunden, was zu genetisch verschiedenen Nachkommen führt. Dadurch wird die Variabilität der Individuen einer Population und damit deren Fähigkeit zur Anpassung erhöht. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei verschiedene Genome vereinigt werden, wird dadurch erhöht, dass es mindestens zwei verschiedene Paarungstypen gibt und nur die Genome zweier verschiedener Paarungstypen vereinigt werden können. Die Vereinigung von identischen Genomen wird so verhindert. Bei den meisten Lebewesen kommen nur jeweils zwei Paarungstypen vor, die im Fall der Oogamie als Geschlechter mit männlich und weiblich bezeichnet werden.  Bei dem Schleimpilz Physarum polycephalum gibt es im übrigen 13 Geschlechter.

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Der Mensch (Homo sapiens) gehört innerhalb der Ordnung der Primaten zur Unterordnung der Trockennasenaffen (Haplorrhini), Teilordnung Schmalnasenaffen (Catarrhini) und zur Familie der Menschenaffen (Hominidae). Wir sind haarlose Affen, die am Computer sitzen.

Danke das ist ein guter Grund, warum Menschen zu den Affen gehören

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Es ist korrekt, dass wir Menschen Säugetiere sind und zu den großen Menschenaffen gehören. In früheren Zeiten hat man angenommen, dass sich der Mensch völlig unabhängig von den Tieren entwickelt hat. Das ist aber falsch. Wir Menschen und die anderen Menschenaffen stammen aus einer Entwicklungslinie, haben also gemeinsame Vorfahren. Die naheste Verwandschaft besteht zum Zwergschimpansen (Bonobo). Dessen DNA stimmt zu 98 Prozent mit der des Menschen überein. Auch ist das Gehirn des Zwergschimpansen wie das menschliche Gehirn aufgebaut, nur das es weniger Masse hat. Viele Verhaltensweisen des Zwergschimpansen sind auch unseren Verhaltensweisen ähnlich. So sind sie z.B. neben dem Menschen die einzigen Wesen, die Zungenküsse und Sex in der Missionarsstellung praktizieren.

ziemlich Interessant. Vielen Dank für deine Antwort und die kurze Lehre :)

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